Die Themen am Sonntag
Zwischen belasteten Namen, Konfirmationsmode und neuen Chancen
Wie lebt es sich mit einem Namen, der Geschichte trägt – und Schuld? Was ziehen Jugendliche zu ihrer Konfirmation an? Warum brechen so viele junge Menschen die Schule ab? Und wer hat eigentlich das Vaterunser formuliert? Die neue Ausgabe von „Angedacht“ verbindet gesellschaftliche Fragen mit ganz persönlichen Perspektiven.
Wenn ein Name zur Bürde wird
Mit berühmten Namen zu leben, kann herausfordernd sein. Besonders dann, wenn sie mit Verbrechen oder historischer Schuld verbunden sind. Wie gehen Menschen damit um, wenn ihr Nachname negative Assoziationen weckt? Henning Lühr hat sich mit der Frage beschäftigt und mit Bettina Göring, der Großnichte von Hermann Göring, darüber gesprochen, was Identität bedeutet, wenn sie ungewollt mit Geschichte verknüpft ist.
Konfi-Klamotten aus zweiter Hand
Die Konfirmation ist für viele Jugendliche ein besonderer Tag. Neben Glaubensbekenntnis und Gottesdienst spielt auch das Outfit eine Rolle. Daniela Klockgether von der evangelischen Jugend in Hannover organisiert Secondhand-Basare für Konfirmationskleidung. Dort gibt es Anzüge, Kleider und Accessoires zu Preisen zwischen drei und 15 Euro. Farblich bleibt vieles klassisch. Schwarz, Blau oder gedeckte Töne dominieren. Der nachhaltige Gedanke steht im Vordergrund: Kleidung weitergeben, statt neu zu kaufen.
Wenn die Schule nicht mehr geht
Deutschland weist eine der höchsten Schulabbrecherquoten in der Europäischen Union auf. In Hannover unterstützt die Diakonie mit dem Projekt „Comeback“ Jugendliche, die den Schulalltag verweigern. Das Team arbeitet individuell mit Schülerinnen und Schülern und mit Eltern. Ziel ist es, Motivation neu zu wecken und schrittweise in den Unterricht zurückzuführen. Ähnliche Hilfsangebote gibt es auch in weiteren Städten Niedersachsens und in Bremen.
Wer schrieb das Vaterunser
Kaum ein Gebet ist so bekannt wie das Vaterunser. Doch wie ist dieser Text entstanden? Markus Grieger ist im Religionslexikon gemeinsam mit Theologe Prof. Dr. Wolfgang Reinbold dieser Frage nachgegangen. Der beleuchtet die biblischen Ursprünge, ordnet die Überlieferung historisch ein und stellt die vermutlich originale Fassung vor.
Zuhören ohne schnelle Antwort
In den Sonntagsgedanken spricht Kerstin Mühlmann über das Zuhören. Aber nicht jede Situation verlangt eine Antwort oder einen Rat. Manchmal ist Zuhören, da sein und auszuhalten, dass es keine sofortige Lösung gibt, genug findet sie.
Zu hören ist die nächste Sendung Sonntag, 1. März 2026, ab 10 Uhr bei „Angedacht, das Kirchenmagazin“ von Meer Radio auf den terrestrischen Frequenzen 88.0 oder 95.4 MHz oder direkt im Anschluss per Stream im Internet. Weitere Beiträge unter https://meerradio.de/programm/audio/beitraege/kirchenmagazin-angedacht.