auch wenn sich inzwischen vieles eingespielt hat und wir in fast allen Lebensbereichen eine Neigung zur Lockerung erleben, beschäftigt uns weiterhin die Coronakrise sehr. Darum möchte ich Sie heute wieder über Folgendes informieren:

 

1. Maskenpflicht

Auch wenn das Tragen von Masken gerade bei sommerlichen Temperaturen unangenehm ist, gilt weiterhin bei Gottesdiensten in unseren Kirchen die Maskenpflicht! Vermutlich wird es aber in den nächsten Wochen Gespräche zwischen der Konföderation Ev. Kirchen in Nds. und dem Land geben, bei denen die Verabredungen vom Mai überprüft werden.

2. Tätigkeiten von Ehrenamtlichen

Solange es keinen Impfstoff und/oder ein Medikament gegen Covid-19 gibt, müssen physischen Kontakte zu anderen Menschen, die nicht zu den Angehörigen des eigenen Hausstandes gehören, weiterhin auf ein absolut nötiges Minimum reduziert werden. Das gilt auch für den Einsatz von Ehrenamtlichen. Hilfreich ist es dabei die angefügten Anregungen der Diakonie in Niedersachen bei der Durchführung von Freiwilligen- und Ehrenamtsarbeit zu beachten (s. Anhang). Wichtig ist dabei ein Hygienekonzept (auch für die jeweiligen Räumlichkeiten) und die dokumentierte Unterweisung der Ehrenamtlichen. Dies dient der jeweiligen KGM zur Absicherung im Falle einer Infektion, dass die notwendige Fürsorge erfolgt ist!  

4. Ferien vor Ort

Auf Grund der geltenden Bestimmungen und Beschlüsse des Kirchenkreises finden wegen der Coronapandemie in diesem Sommer keine Freizeiten mit Übernachtung statt. Stattdessen hat der Kreisjugenddienst in Luthe anstelle einer Kinderfreizeit die Idee der „Ferien vor Ort“ entwickelt (s. Anhang).

4. Kirchenmusik

Einen Auszug des Briefes vom LKMD Joachim Rolf an die hauptberuflichen Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker findet  Sie in dem gleichlautendem Anhang. Herr Rolf weist darin auf die Möglichkeit von Freiluftveranstaltungen hin, für die es leider keine Empfehlung für die ganze Landeskirche geben kann. Einen Hinweis gibt er für die mögliche Anzahl der musikalisch Mitwirkenden im Gottesdienst, die sehr von der Größe des Raumes abhängt. Allerdings bleibt es dabei, dass Probenarbeit mit Bläser*innen bzw. Sänger*innen in Innenräumen – in Anlehnung an die Vorgaben für die Musikschulen – nur mit bis zu vier Personen gleichzeitig zulässig ist!

5. #stillerprotest

In der vergangenen Woche hat Landesbischof Meister angesichts der Demonstrationen gegen Rassismus nach dem gewaltsamen Tod von George Floyd dazu aufgerufen, dem „Stillen Protest“ die Bühne zu geben. Stiller Protest bestreitet auch in Zeiten von Corona nicht den Sinn von Demonstrationen, sondern setzt auf die Kraft von gemeinsamen Zeichen und Gesten, über alle kulturellen Grenzen hinweg. Stiller Protest lehnt jede Form von Gewalt ab. Er will nicht die üblichen Redewendungen wiederholen, die allzu bekannten, gewohnten Sätze. Stiller Protest wirkt nicht nur nach außen. Er befragt uns selbst: Wo schlummern meine eigenen Vorurteile, welche Gewohnheiten der Diskriminierung prägen mein Leben, warum reicht mein Mut zur Veränderung nicht? Alle Menschen sind Gottes Kinder. Für diese uns verliehene Würde beten und kämpfen wir. „Selig sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen.“ (Matthäus 5,9). Dieser stille Protest verwandelt die Welt.

Für diese Haltung gemeinsam mit den Menschen in Kirchenkreisen, Kirchengemeinden und Einrichtungen, mit Jungen und Älteren in der Gesellschaft zu werben, ist Sinn der Aktion #stillerprotest: https://www.material-e.de/shop/infomaterial/1599/armband-stiller-protest

Seminar für Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher über Konfi- und Jugendarbeit

Inzwischen sind auch wieder Angebote in der Konfirmanden- und Jugendarbeit möglich. In Zusammenarbeit mit dem Landesjugendpfarramt bietet das Religionspäd. Institut in Loccum im September ein Wochenendseminar für Mitglieder in Kirchenvorständen an (s. Anhang). Kirchenvorstände sorgen dafür, dass die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in den Gemeinden auf sicheren Füßen steht. In dem geplanten Seminar lernen sie, was sie konkret dafür tun können (und auch, wo die Grenzen ihrer Möglichkeiten und Befugnisse liegen).

 

Seit Beginn der Coronakrise hat unsere Landeskirche für jeden Sonntag einen Online-Gottesdienst ins Netz gestellt. Am vergangenen 1. Sonntag nach Trinitatis kam er aus unserer Liebfrauenkirche in Neustadt mit Pastor Mathis Burfien und dem Musiker Heinz Rudolf Kunze. Das Thema: „Die Dunkelheit hat nicht das letzte Wort“.
https://www.youtube.com/watch?v=jWxvMFXwXXQ&t=1s. Dazu auch ein Interview mit Kunze: https://www.facebook.com/kirchehannovers/videos/714446169317988. Anlässlich von Corona hat Kunze das Lied „Wir stehen und halten zusammen“ komponiert.

 

In diesem Sinne mit herzlichen Grüßen

Ihr

Michael Hagen

Superintendent

Ev.-luth. Kirchenkreis Neustadt Wunstorf

Silbernkamp 3

31535 Neustadt

Tel.: 05032 5993