„Wem Gott will rechte Gunst erweisen, den schickt er in die weite Welt, dem will er seine Wunder weisen, in Berg und Wald und Strom und Feld“ .Joseph von Eichendorf hat diese Worte geschrieben und Generationen haben sie gesungen. Ich auch …. damals im Schulchor. Heute ist das ein eher unbekanntes Liedgut. Und trotzdem.... wir dürfen ja wieder hinaus in die weite Welt, wir dürfen ja wieder....reisen. Wir dürfen wegfahren, mal wieder was anderes sehen. Wir dürfen erleben und uns erfreuen, nach all den Be- und Einschränkungen durch „C“.  Die Menschen, die sich um unser – und des Landes – Wohl sorgen, haben die Einschränkungen beschränkt und die Grenzen im Leben und zwischen den Ländern Zug um Zug wieder geöffnet. Und nun dürfen wir uns wieder auf den Weg machen. Gott sei Dank, rechtzeitig zu Ferienbeginn. Fahrrad putzen, Wanderschuhe an, Rucksack auf.. und dann los. Oder mit vier Rädern, mit Hund und Kind und Kegel. Hinein in Gottes schöne Welt. Und dann z.B. sehen und staunen, was die Landwirte und Bauern an Bienenpflege geleistet haben. (Das sind die bunt blühenden Streifen an den Feldern mit Margeriten, Mohn, Kornblumen, Akelei und Arnika.). Staunend über den Gartenzaun feststellen, was manch heimischer Gärtner  an Farbenpracht gezaubert hat. Im Land warten lange Pilgerwege mit ungeahnten Naturschönheiten auf den, der gut zu Fuß ist und seinem inneren Auge etwas gönnen möchte. Windmühlen am Wegrand zeugen von alter Handwerkskunst und manchmal klappern sie ja sogar wieder.Manch eine Kirche erwartet ihre Gäste zum Innehalten und stillem Gebet für Erlebtes und Bewahrung.

Ja, wem Gott will seine Gunst erweisen, den schickt er in die Welt hinaus und lässt seine Wunder sehen. Und diese Welt fängt direkt vor unserer Haustür an. Erleben SIE diesen Sommer Ihres Lebens, auch wenn er vielleicht nicht so freizügig ist und anders, als geplant verläuft. Wenn es mit Flug und Kreuzfahrt nicht klappt, dann klappern Sie doch die Schönheiten in Gottes weiter Welt direkt vor der Haustür ab..... und von der Haustür lässt sich manchmal auch ganz weit blicken.... bis zum Meer, zu den Bergen, bis zum Horizont...auf jeden Fall aber bis in Nachbars oder den nächsten Garten oder auf den Aue-Damm. Paul Gerhard hat diese Schönheiten in seinem Lied „Geh aus mein Herz und suche Freud...“ ebenso farbig, wie detailliert beschrieben. Wenn Sie also einen Kurz-Reiseführer für die Ferien brauchen, singen Sie es laut (Evangelisches Gesangbuch Nr. 503) und lassen Sie es auf sich wirken. Nicht nur die beschriebenen Bilder, sondern auch die Erkenntnis der Gunst und die Bitte um den Segen. Unser Leben geht weiter. Gott sei Dank. Gottes Gunst  - seine Gnade - und sein guter Segen werden uns begleiten... in diesem Sommer unseres  Lebens UND darüber hinaus.

Herzliche Sommer-Feriengrüße aus der Stifts-Kirchengemeinde Wunstorf

Prädikantin Frauke Harland-Ahlborn