Kirchenkreistag beschließt personelle Zukunft bis 2022

Neustadt/Wunstorf. Der Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf steuert in eine sichere Zukunft: Bis zum Jahr 2022 muss nur wenig Personal gekürzt werden. Angesichts der sinkenden Kirchenmitgliederzahlen werde bis 2022 lediglich eine volle Pfarrstelle im Kirchenkreis wegfallen, die zum Teil durch Eigenmittel des Kirchenkreises für die nächsten sechs Jahre gehalten werden kann. „Das ist ein gutes Zeichen für die Zukunft“, sagt  Superintendent Michael Hagen.

In dieser Woche haben sich die Mitglieder des Kirchenkreistages, das Parlament des Kirchenkreises, im Diakonisch-Kirchlichen Zentrum St. Johannes in Wunstorf zum Thema „Stellen- und Finanzplanung“ getroffen. Neben der Stellensituation der Pastoren und Diakone ging auch um konkrete Ziele für die Zukunft: So sollen etwa attraktivere Pfarrstellen geschaffen werden „angesichts des geringen Pastorennachwuchses,“ so Hagen. Zudem sollen die Pastoren und Pastorinnen zukünftig mehr Zeit für Beerdigungen oder Hochzeiten haben, damit die Seelsorge auch gewährleistet bleibt. „Darum werde auch eine volle Pastorenstelle für die Krankenhausseelsorge eingeplant“, so Hagen. Die musikalische Bildung und Kulturarbeit im Kirchenkreis werde gestärkt. Mehr Stunden seien zukünftig auch für die Gemeindesekretärinnen eingeplant, damit soll eine noch bessere Erreichbarkeit vor Ort in Neustadt und Wunstorf oder den Dörfern gewährleistet sein.

Außerdem hat der Kirchenkreistag seinen Vorstand bestätigt. Mit überwältigender Mehrheit bestätigten die Mitglieder Fred Norra als Vorsitzenden und Ina Wolf als stellvertretende Vorsitzende des Kirchenkreistages. Auch die weiteren Stellvertreter im Vorstand wurden wieder gewählt. Der Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf zählt 42.582 Mitglieder.

Marcus Buchholz