Neustadt/Wunstorf. Das Parlament des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Neustadt-Wunstorf, die Kirchenkreissynode, hat mit mehr als 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zum zweiten Mall online getagt (8. März 2021).

  • Ein Thema ist die kirchliche Arbeit gewesen, die sich unter den Lockdown-Bedingungen sehr verändert hat: Streaming-Gottesdienste, Seelsorge per Telefon oder bei Spaziergängen, Konfirmanden-Unterricht per Zoom oder digitale Gremienarbeit. Aber auch die Präsenzgottesdienste unter strengen Hygieneregeln sind zur Sprache gekommen: „Umso wichtiger sind die bisherigen Möglichkeiten, Präsenzgottesdienste zu haben. Für diejenigen, die da kommen, ist es oft eine der wenigen Möglichkeiten, in dieser Zeit überhaupt einmal auf Menschen zu treffen“, sagte Superintendent Michael Hagen in seinem Bericht.
  • Hagen machte aber auch darauf aufmerksam, dass Corona wie ein Katalysator für bestimmte Entwicklungen wirke: „Dazu gehört mit Sicherheit der ungebremste Mitgliederschwund. Das ist für uns alle sehr schmerzlich. Die Individualisierung, der Rückzug ins Private, wurde gerade auch im zurückliegenden Jahr sehr verstärkt. Und Menschen fragen sich, was habe ich davon, wenn ich da und da Mitglied bin bzw. was vermisse ich, wenn ich nicht dazu gehöre“, so Hagen.
  • Diese Entwicklung hat natürlich auch Konsequenzen für den kommenden Planungszeitraum 2023 bis 2028. Neben dem Rückgang der landeskirchlichen Zuweisungen aufgrund sinkender Mitgliederzahlen soll es jedes Jahr mindestens eine Einsparung von zwei Prozent, also insgesamt von zwölf Prozent auf die Jahre gerechnet geben. Die Mitglieder der KKS stehen vor wichtigen Fragen: Was soll erhalten bleiben, verstärkt oder künftig auch sein gelassen werden? Eine Steuerungsgruppe mit Vertreter*innen aus dem Finanz- und Planungsausschuss und anderen Gremien soll diesen Planungsprozess strukturieren und bündeln.
  • Ein weiteres Thema ist die Weiterentwicklung der Aufgaben und Zusammenarbeit zwischen den Pfarrsekretärinnen in Gemeinden und Gemeindeverbänden gewesen. Viele Pfarrbüros arbeiten nun enger zusammen, indem es gemeinsame Anmeldungen für Trauungen oder Taufen gibt und Vertretungsregelungen getroffen wurden.

Marcus Buchholz