Neustadt. Kirchensteuerflüchtlinge, Limburg-Effekt, schrumpfendes Personal bei stabilen Finanzen. Mit Vorurteilen zum kirchlichen Umgang mit Geld hat der Finanzdezernent der evangelischen Landeskirche, Dr. Rolf Krämer, in einem Vortrag beim Kirchenkreistag in Neustadt aufgeräumt. Seine Kernaussage: „Die Kirchensteuer ist sozial und gut angelegt.“ Rund 20 Millionen Euro staatliche Leistungen verbucht die Landeskirche jährlich. „Doch wenn Sie nur die wichtigsten öffentlichen Aufgaben betrachten, die die Kirche leistet, geben wir mindestens die doppelte Summe zurück“, sagte Krämer. Er meint damit Einrichtungen zu Kinderbetreuung und Altenpflege, außerdem Jugendhilfe, Denkmalpflege und anderes. Geplant und abgerechnet werde demokratisch und transparent, betont Krämer.  In seiner Sitzung haben die 61 Mitglieder des Kirchenkreistages in der Johanneskirche in Neustadt auch einen Bericht einer Delegationsreise nach Brasilien gehört und sich mit der Finanzierung des diakonisch-kirchlichen Zentrums St. Johannes in Wunstorf beschäftigt, das gebaut wird.