Traumwetter begrüßte 14 Jugendliche, die mit der Stifts-Kirchengemeinde zu einer Kanufreizeit nach Schweden aufgebrochen waren. In den ersten Tagen war es nicht nur sonnig und warm, auch der Wind hatte sich zur Ruhe gelegt. Auf einem Rundkurs über insgesamt rund 160 Kilometer gab es viel zu erleben. Schon am ersten Tag wurden alle richtig nass: Pastor Thomas Gleitz und die Mitarbeiterinnen Manuela Böhm und Lina Schulze bestanden auf Kenter- und Bergeübungen mit den Booten. Schon in Ufernähe war das Wasser recht kühl. Ein längeres Schwimmen, noch dazu mit Kleidung mochte sich niemand vorstellen. Mit der gewonnenen Sicherheit ging es dann in die ersten Schleusen des Dalsland-Kanalsystems. Allerdings waren Ende August schon nicht mehr alle Schleusen in Betrieb, so dass schon am ersten Tag auch umgetragen werden musste. Mit den Lebensmitteln für die gesamte Zeit eine echte Herausforderung. Die Jugendlichen spürten, dass hier wirklich alle „in einem Boot“ sitzen und die Aufgaben nur gemeinsam zu bewältigen waren. Schnell entstand aus der bunt zusammen gewürfelten Gruppe eine enge Gemeinschaft.

Jeden Abend wurden neue Lagerplätze am Ufer entdeckt. Ein Plumpsklo im Wald und die Wasserversorgung aus dem See stellten die einzigen sanitären Einrichtungen dar. Die Abende bekamen durch Morgen- und Abendandachten einen festen Rahmen, der half, sich mit den schnell wechselnden Bedingungen zu arrangieren. Eine abendliche Bibersafari ermöglichte den Teilnehmenden eine intensive Beobachtung der Tiere am Ufer und im Wasser. Trotz aller Herausforderungen blieb genügend Zeit, um miteinander Spaß zu haben, zu baden, miteinander zu singen oder zu spielen. Auf der Rückfahrt waren sich die meisten einig, im nächsten Jahr wieder mitfahren zu wollen.