Für mein erstes „Angedacht“ nehme ich mir direkt ein „dickes Brett“ vor. Sozusagen die ultimative Frage der Menschheit: Was ist der Sinn des Lebens? Wozu lebe ich?

Man kommt schnell an eine Weggabelung: Sind wir ein Produkt des Zufalls? Dann kann das „Wozu“, auf das ich mein Leben baue, eigentlich nur ein selbst „gebasteltes“ sein – möge es allem standhalten, was einem so begegnen kann...

Oder – zweite Möglichkeit – gibt es einen Schöpfer? Existiert ein Gott, der uns schuf und ganz bewusst wollte, dass wir leben? Wenn wir davon ausgehen – schon Oma sagte schließlich: „Von nichts kommt nichts!“ – dann wird deutlich, wer allein die Antwort wirklich geben kann...

Die Bibel ist klar (Kol. 1,16): „...Alles ist durch ihn und für ihn erschaffen.“ Gemeint ist: Jesus Christus. Wow! Wir wurden für ihn erschaffen? Nicht für uns?

Es geht in unserem Leben nicht um Selbsterfüllung und persönliches Glück. Eine gesunde Familie, erfolgreiche Karriere oder was immer sonst zu unseren Lebensträumen zählt, ist nicht der eigentliche Sinn.

Versteh mich nicht falsch: Alles bedeutsam – Gott, der uns liebt, hat dazu gute Gedanken für uns! Er ist keineswegs griesgrämig, erbsenzählend und freudenfeindlich (wie mancher annimmt), sondern ­­will wirklich nur Gutes für uns!

Doch zum wahren „Wozu?“ führt nur die Einsicht: „In meinem Leben geht es nicht um mich!“ Normal, dass das „piekst“ – schließlich kennzeichnet uns im Allgemeinen umfassende Selbstbezogenheit. Nicht um mich??? Genau!

Der Schöpfer schuf uns für sich – nicht für uns selbst. Das von Herzen zu bejahen ist alles andere als ein Verlust – es ist befreiend!

Für ihn zu leben bedeutet, das „Dein Wille geschehe“ des Vaterunsers ganz ernst zu meinen – auch ganz persönlich. Doch es bedeutet auch, meine Zukunft in Gottes guter Hand zu wissen. Diese Zusage ist wirklich erlebbar: „Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“ (1. Petr. 5.7)

Tiefe Sehnsucht geweckt? Was nun? - Zuerst: Fang an zu beten, z.B. so: „Jesus, wenn es dich gibt, dann zeig dich mir. Komm in mein Leben – ich gebe es dir. Sei mein Herr!“

Und dann? Das Neue Testament zu lesen ist eine super Idee. Starte mit einem Evangelium und lade Gott ein, zu dir zu reden - er wird es tun!

Als Letztes: Du bist herzlich eingeladen, Gott im Gottesdienst zu erleben. Kirchen sind sicher nicht perfekt. Und doch können wir die Glaubensreise auf Dauer nur gemeinsam mit anderen bestreiten.

Probier’s aus! – Gott will Dir begegnen!

von Tim Sukowski, Pastor der K21 – Kirche für das 21. Jahrhundert