Das kommende Jahr 2017 steht ganz im Zeichen des 500. Jübiläums der Reformation. Martin Luther veränderte mit seinem Denken, seinen Lehren und der Übersetzung der Bibel ins Deutsche die ganze damalige Welt in Europa. Auch in der Kirchenmusik änderte sich vieles. War bis ca.1500 die Sprache der Kirchenmusik noch Latein wurde in der Zeit der Reformation immer mehr die deutsche Sprache verwendet, da die Kirchenmusik Trägerin und Verkünderin des Evangeliums war. Jeder Mensch, nicht nur der in Lateinkenntnissen gebildete, sollte die Sprache des Evangeliums verstehen und in sich aufnehmen können.

Die Musik dieses Auftaktkonzertes zum Reformationsjahr nimmt uns mit in die musikalischen Klänge der Zeit des 15. Jahrhunderts mit Dufay und Desprez hin zu Martin Luther, Johann Walter bis hin zu Michael Pretorius, Heinrich Schütz und Johann Schelle im 17. Jahrhundert.In den Kompositionen erleben Sie die Klänge der Vokalmusik und der Instrumente der damaligen Zeit. Solisten, der Projektchor des Kirchenkreises und das Johann Rosenmüller Ensemble (Ltg Arno Paduch) werden Sie klanglich in diese Zeit mit hineinnehmen. Die Gesamtleitung hat Stifts- und Kreiskantorin Claudia Wortmann.

Lassen Sie also die Advent- und Weihnachtszeit sowie das Reformationsjubiläumsjahr beginnen mit einem musikalischem Feuerwerk dieser Zeit.

Mit dabe iwerden unter anderem fünf Gesangssolisten sein, von denen einige den bisherigen Adventkonzertbesucher der vergangenen Jahre sicherlich bekannt sein werden.

Johann Rosenmüller Ensemble

Seit seiner Gründung im Jahr 1995 von dem Zinkenisten Arno Paduch in Leipzig hat das Johann Rosenmüller Ensemble zahlreiche Kompositionen seines Namensgebers aufgeführt, viele davon als neuzeitliche Erstaufführungen. Obwohl in den letzten Jahren verstärkt Kompositionen Rosenmüllers aufgeführt wurden, und mittlerweile auch einige Neuausgaben vorliegen, harrt der größte Teil des geistlichen Vokalwerkes Rosenmüllers noch immer der Veröffentlichung. Um diese Lücke zu schliessen, wird das Johann Rosenmüller Ensemble bis Zum Ende des Jahres 2017, in dem der vierhundertste Geburtstag Rosenmüllers gefeiert wird, alle bisher noch nicht durch das Johann Rosenmüller Ensemble aufgeführten Kompositionen Rosenmüllers zu Gehör bringen.

Seit dem hat das Ensemble zahlreiche Konzerte in ganz Deutschland, z. B. beim Rheingau Musikfestival, bei der Ansbacher Bachwoche, den Mitteldeutschen Heinrich- Schütz- Tagen in Bad Köstritz und Weißenfels, den Händelfestspielen in Halle/Saale, dem MDR Musiksommer, dem Rheinisch- Westfälischen Musikfest, dem Hohenloher Kultursommer, der Ansbacher Bachwoche, den Leipziger Bachtagen, den Aschaffenburger- Bachtagen, den Arolser Barockfestspielen sowie in Italien, Tschechien, Polen, Österreich und in der Schweiz gegeben und zählt mittlerweile zu den führenden deutschen Ensembles für Alte Musik.

Die CD Aufnahmen des Johann Rosenmüller Ensembles haben in zahlreichen deutschen und internationalen Fachzeitschriften hervorragende Kritiken erhalten.

Im Mittelpunkt der Ensemblearbeit steht die Wiederaufführung unbekannter Musik des 17. und 18. Jahrhunderts, wobei größter Wert auf authentische Interpretation durch gründliches Quellenstudium und das Spielen auf Kopien von Originalinstrumenten gelegt wird.

Namensgeber des Ensembles ist Johann Rosenmüller, bedeutendster deutscher Komponist der Generation zwischen Heinrich Schütz und Johann Sebastian Bach, von seinen Zeitgenossen gerühmt als “alpha et omega musicorum”.

 

Claudia Wortmann wurde am 2.3.1963 in Stade geboren, besuchte dort die Schule und erlernte das Orgelspiel in der St. Cosmae-Kirche an der Huß-Schnitger-Orgel von 1675 bei Luise Hansen, der dortigen Organistin. Nach dem Abitur studierte sie A-Kirchenmusik
 an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Es folgte die erste Assistentenstelle 1985 in der Ludgerikirche in Norden/Ostfriesland (berühmte Schnitger-Orgel von 1688). In Ostfriesland arbeitete sie intensiv mit Harald Vogel, dem Leiter der
Norddeutschen Orgelakademie zusammen und dieser blieb ein einflussreicher Lehrer und Freund seit ihren frühesten Tagen Ihrer Orgelstudien.
Neben Ihren unzähligen Konzerten an historischen Orgeln hat Sie darüber hinaus unzählige Besucher in die Materie eingeführt, von wissenschaftlichen Experten bis zum neugierigen Touristen, um diesen die exklusiven Instrumente näher zu bringen.

1997 ging sie in die USA, wo sie weiter kirchenmusikalisch arbeitete, zuletzt als Musicdirector an der St.Andrews Church in Greencastle (Indiana).
Neben CD-Einspielungen, wie dem Gesamtwerk des deutschen Komponisten, Organisten und Musiklehrers Heinrich Scheidemann (*1596, †1663), hat sie in vielen Ländern Europas, den USA und Indien konzertiert, meistens an historischen Orgeln.