Die Corona-Krise verunsichert und ängstigt -  weltweit.

Unser Ev.- luth. Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf hat sich entschieden, mit den Spenden und Kollekten im Advent und Weihnachten 2020 die durch den Coronavirus entstandene Not in Lateinamerika und Afrika zu mildern.

Die Gefahren durch Covid-19 sind für jene Menschen besonders groß, die besonders schlecht geschützt sind.

Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin Brot für die Welt

Wenig Geld heißt wenig Schutz vor Covid-19

So geht es auch den Menschen in den Regionen, in denen unser Hilfswerk Brot für die Welt tätig ist. Ob auf dem Land oder in den großen Städten, die ärmsten Teile der Bevölkerung haben wenig oder keinen Zugang zu Ärzten und Krankenhäusern, zu sauberem Wasser, zu Toiletten, zu Seife, geschweige denn zu Desinfektionsmitteln. Sie leben auf engstem Raum zusammen. Eine fatale Ausgangssituation für die Krise und ein idealer Nährboden für den Virus. Ausgangssperren führen dazu, dass viele Menschen nicht mehr arbeiten können, und so das kleine Einkommen wegfällt. Die Unterstützung für die Ärmsten der Armen auch im Gesundheitswesen zählt seit langem zu den Schwerpunkten der Arbeit von Brot für die Welt. Jetzt ist sie besonders nötig.

Die meisten Staaten dort haben ein schwaches Gesundheitssystem, zu wenig Laborkapazitäten, zu wenig Gesundheitspersonal und vor allem zu wenig Geld. Gerade die Armut bringt weitere Probleme mit sich. Bei mangelhaftem Zugang zu Wasser ist es unmöglich, sich regelmäßig die Hände zu waschen. Menschen, die in Armut leben, sind außerdem oft mangelernährt, geschwächt und daher besonders anfällig für Krankheiten. Gleichzeitig sind sie medizinisch schlecht versorgt, weshalb schwere Krankheitsverläufe deutlich häufiger zum Tode führen können. Hinzu kommt in manchen Ländern schlechte Regierungsführung und das leugnen der Pandemie wie in Brasilien.

Wenn das Gesundheitssystem durch die Behandlung von Corona-Infektionen immer stärker belastet wird, können andere Krankheiten nicht mehr behandelt werden. Das haben auch die jüngsten Ebola-Ausbrüche gezeigt. In der Konsequenz werden also mehr Menschen auch an anderen Krankheiten sterben. Außerdem ist unklar, ob ein künftiger Corona-Impfstoff weltweit verfügbar sein wird, also auch in armen Ländern. In der Vergangenheit konnten sie sich neue Wirkstoffe oft nicht leisten.

Corona-Pandemie in Lateinamerika

Die Pandemie bedroht besonders Lateinamerika und Afrika. Brot für die Welt fördert rund 270 Projekte in 17 Ländern Lateinamerikas und der Karibik. Seit Ende Februar verbreitet sich das Corona-Virus in Südamerika und die Länder reagieren sehr verschieden darauf, doch an die Armen denken die wenigsten.
Der Kontinent der Gegensätze bleibt sich treu. Während Brasilien und Mexiko die Pandemie anfangs verharmlosen, ruft Ecuador überhastet den Notstand aus und verfügt über Nacht Ausgangssperren, ohne nennenswerte soziale Maßnahmen. Aber rund 70 Prozent der Menschen arbeiten im informellen Sektor und der plötzliche Arbeitsstopp bedroht sie existenziell. Peru hingegen hat bei gleicher Härte und Schnelligkeit an die Armen gedacht und unterstützt bedürftige Haushalte mit Direktzahlungen. Ob die ausreichen, ist allerdings unklar.

Unsere Partnerorganisationen versuchen unter anderem, ihre Arbeit über Telefon und Internet weiterzuführen, doch gerade die Ärmsten erreichen sie so nicht mehr. Sie weisen auch die Regierungen auf die Probleme der armen Bevölkerung hin und machen sich für soziale Maßnahmen und andere Hilfen stark. Außerdem verteilen manche Teams Hygienesets und Informationsmaterial, und sie suchen mit den lokalen Behörden nach geeigneten Räumen für die Isolierung bestätigter Covid-19-Fälle, um die Pandemie einzudämmen.

Gott segne Gebende und Gaben!

Wenn Sie helfen möchten:

Spendenkonten:

Brot für die Welt Bank für Kirche und Diakonie | IBAN: DE10100610060500500500 |

BIC: GENODED1KDB | Stichwort Corona-Hilfe Lateinamerika

Diakonie Katastrophenhilfe: Evangelische Bank
IBAN: DE68520604100000502502, Stichwort Corona-Hilfe Lateinamerika

Wenn Sie in diesem Jahr online für Brot für die Welt spenden möchten, können Sie das mit Hilfe dieses link gerne tun: https://www.landeskirche-hannovers.de/evlka-de/spenden