Eindrücke und Pressemeldungen aus dem Jahr 2020

Presse 2020

Brot für die Welt 2020

Die Corona-Krise verunsichert und ängstigt -  weltweit.

Unser Ev.- luth. Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf hat sich entschieden, mit den Spenden und Kollekten im Advent und Weihnachten 2020 die durch den Coronavirus entstandene Not in Lateinamerika und Afrika zu mildern.

Die Gefahren durch Covid-19 sind für jene Menschen besonders groß, die besonders schlecht geschützt sind.

Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin Brot für die Welt

Wenig Geld heißt wenig Schutz vor Covid-19

So geht es auch den Menschen in den Regionen, in denen unser Hilfswerk Brot für die Welt tätig ist. Ob auf dem Land oder in den großen Städten, die ärmsten Teile der Bevölkerung haben wenig oder keinen Zugang zu Ärzten und Krankenhäusern, zu sauberem Wasser, zu Toiletten, zu Seife, geschweige denn zu Desinfektionsmitteln. Sie leben auf engstem Raum zusammen. Eine fatale Ausgangssituation für die Krise und ein idealer Nährboden für den Virus. Ausgangssperren führen dazu, dass viele Menschen nicht mehr arbeiten können, und so das kleine Einkommen wegfällt. Die Unterstützung für die Ärmsten der Armen auch im Gesundheitswesen zählt seit langem zu den Schwerpunkten der Arbeit von Brot für die Welt. Jetzt ist sie besonders nötig.

Die meisten Staaten dort haben ein schwaches Gesundheitssystem, zu wenig Laborkapazitäten, zu wenig Gesundheitspersonal und vor allem zu wenig Geld. Gerade die Armut bringt weitere Probleme mit sich. Bei mangelhaftem Zugang zu Wasser ist es unmöglich, sich regelmäßig die Hände zu waschen. Menschen, die in Armut leben, sind außerdem oft mangelernährt, geschwächt und daher besonders anfällig für Krankheiten. Gleichzeitig sind sie medizinisch schlecht versorgt, weshalb schwere Krankheitsverläufe deutlich häufiger zum Tode führen können. Hinzu kommt in manchen Ländern schlechte Regierungsführung und das leugnen der Pandemie wie in Brasilien.

Wenn das Gesundheitssystem durch die Behandlung von Corona-Infektionen immer stärker belastet wird, können andere Krankheiten nicht mehr behandelt werden. Das haben auch die jüngsten Ebola-Ausbrüche gezeigt. In der Konsequenz werden also mehr Menschen auch an anderen Krankheiten sterben. Außerdem ist unklar, ob ein künftiger Corona-Impfstoff weltweit verfügbar sein wird, also auch in armen Ländern. In der Vergangenheit konnten sie sich neue Wirkstoffe oft nicht leisten.

Corona-Pandemie in Lateinamerika

Die Pandemie bedroht besonders Lateinamerika und Afrika. Brot für die Welt fördert rund 270 Projekte in 17 Ländern Lateinamerikas und der Karibik. Seit Ende Februar verbreitet sich das Corona-Virus in Südamerika und die Länder reagieren sehr verschieden darauf, doch an die Armen denken die wenigsten.
Der Kontinent der Gegensätze bleibt sich treu. Während Brasilien und Mexiko die Pandemie anfangs verharmlosen, ruft Ecuador überhastet den Notstand aus und verfügt über Nacht Ausgangssperren, ohne nennenswerte soziale Maßnahmen. Aber rund 70 Prozent der Menschen arbeiten im informellen Sektor und der plötzliche Arbeitsstopp bedroht sie existenziell. Peru hingegen hat bei gleicher Härte und Schnelligkeit an die Armen gedacht und unterstützt bedürftige Haushalte mit Direktzahlungen. Ob die ausreichen, ist allerdings unklar.

Unsere Partnerorganisationen versuchen unter anderem, ihre Arbeit über Telefon und Internet weiterzuführen, doch gerade die Ärmsten erreichen sie so nicht mehr. Sie weisen auch die Regierungen auf die Probleme der armen Bevölkerung hin und machen sich für soziale Maßnahmen und andere Hilfen stark. Außerdem verteilen manche Teams Hygienesets und Informationsmaterial, und sie suchen mit den lokalen Behörden nach geeigneten Räumen für die Isolierung bestätigter Covid-19-Fälle, um die Pandemie einzudämmen.

Gott segne Gebende und Gaben!

Wenn Sie helfen möchten:

Spendenkonten:

Brot für die Welt Bank für Kirche und Diakonie | IBAN: DE10100610060500500500 |

BIC: GENODED1KDB | Stichwort Corona-Hilfe Lateinamerika

Diakonie Katastrophenhilfe: Evangelische Bank
IBAN: DE68520604100000502502, Stichwort Corona-Hilfe Lateinamerika

Wenn Sie in diesem Jahr online für Brot für die Welt spenden möchten, können Sie das mit Hilfe dieses link gerne tun: https://www.landeskirche-hannovers.de/evlka-de/spenden

Der Revoluzzer von 1517: Das Thema im Kirchenmagazin bei Meer Radio

Foto: Johanna-Marie Lika"Heute ist alles umsonst, gratis, eben ohne Zweck und ohne Hintergedanken, ja absichtslos – weil geschenkt. So wie Gottes Freundschaft. Oder wie diese Radiosendung. Denn an diesem Wochenende feiern wir Reformationstag. Der Tag, an dem vor mehr als 500 Jahren Martin Luther die Kirche revolutionierte. Und den Revoluzzer Martin Luther haben wir heute sogar im Interview – per Telefon zugeschaltet. Pastor Marcus Buchholz führt mit dem Reformator aus dem 16. Jahrhundert  ein fiktives Interview. In seinem Namen antwortet ebenso fiktiv der bekannte Pastor Adolf Höhle aus Neustadt, ein echter Luther-Experte. Alles zu hören im Kirchenmagazin „angedacht“ bei Meer Radio auf UKW 88.0 am 1. November von 10 bis 11 Uhr."
 

Umgang mit dem Corona-Virus im kirchlichen Leben

Lukas Wollenzien (Foto und Text: Marcus Buchholz)Neustadt/Wunstorf. Lukas Wollenzien ist seit dem 1. August Diakon an der Leine-Schule in Neustadt. Er ist mit einer halben Stelle im Rahmen der schulkooperativen Jugendarbeit dort tätig. Neben seiner Tätigkeit als Schulseelsorger wird er, wenn Corona es zulässt, Projekte in der Schule anbieten, den Raum der Stille begleiten und Schulgottesdienste gestalten. 

Nach seinem Studium der Religionspädagogik und Sozialen Arbeit hat er zunächst als Sozialarbeiter gearbeitet. Einige Zeit später absolvierte er seine Anerkennung zum Diakon im Annastift mit Schwerpunkt Seelsorge. „Die Begleitung von Menschen in ihren unterschiedlichen Lebenslagen, empfinde ich als sehr wichtige und erfüllende Aufgabe. Umso mehr freut es mich, dass dies eine meiner Aufgabe in der Leine-Schule ist“, sagt Wollenzien. Er freue sich darauf, SchülerInnen in ihren Lebenslagen zu begleiten. Neben seiner Arbeit verbringt der Diakon viel Zeit mit seinem Hund und schaut gerne bei Eishockeyspielen zu. 

Seine Einsegnung als Diakon findet durch Superintendent Michael Hagen am Sonntag, 25. Oktober 2020 um 10 Uhr in der Corvinus-Kirche in Wunstorf statt. Nach dem Gottesdienst gibt es beim Kirchenkaffee Gelegenheit, Herrn Wollenzien persönlich kennen zu lernen.

BU: Lukas Wollenzien (Foto und Text: Marcus Buchholz)

Pastor Marcus Buchholz

Was macht die Kirche auf Spiekeroog? Meerradio am Sonntag

Es geht um die Zukunft der Kirchengemeinden vor Ort: Neue Gottesdienstformate, digitale Angebote, regionale Zusammenarbeit, eine neue Art der Seelsorge in Corona-Zeiten –  mit diesen Themen beschäftigten sich 33 Mitarbeitende des Evangelischen-lutherischen Kirchenkreises Neustadt-Wunstorf nahe der Nordseeküste vom 5. bis 9. Oktober. Im Pastoralkolleg Niedersachsen in Rastede fanden die Pastorinnen und Pastoren sowie Diakoninnen und Diakone einen Ort, um miteinander ins Gespräch zu kommen, in vielen Workshops zu arbeiten und gute Ergebnisse für eine zukünftige Kirche zu erzielen. Die Unterkunft sowie die Tagungseinheiten unterlagen einen strengem Hygienekonzept. Auch eine Kinderbetreuung vor Ort gab es. Ein Ausflug mit einen Kutter auf die Nordseeinsel Spiekeroog trug zu einer kreativen Pause bei. Die dortige Inselpastorin Konstanze Lange referierte über das Konzept „Urlaubsseelsorge“: „Gerade in der Urlaubszeit haben Menschen wieder Zeit für Kirche, kommen zu Andachten oder Kirchenführungen“, sagte Inselpastorin. Und auch der Kapitän des Kutters Willy Jacobs ist aktives Kirchenmitglied: „So viele Pastoren auf meinem Kutter, das ist ja eine heilige Fracht“, freute sich Jacobs. Pünktlich zum Wochenende kehrten alle Mitarbeitenden nach Neustadt und Wunstorf zurück, die auch einen finanziellen Eigenanteil für die Maßnahme übernahmen.

Seminar zur zukünftigen Kirche

Der Konvent auf dem KutterKirchenkreis Neustadt-Wunstorf tagt nahe der Nordseeküste

Rastede. Es geht um die Zukunft der Kirchengemeinden vor Ort: Neue Gottesdienstformate, digitale Angebote, regionale Zusammenarbeit, eine neue Art der Seelsorge in Corona-Zeiten –  mit diesen Themen beschäftigten sich 33 Mitarbeitende des Evangelischen-lutherischen Kirchenkreises Neustadt-Wunstorf nahe der Nordseeküste vom 5. bis 9. November.

Im Pastoralkolleg Niedersachsen in Rastede fanden die Pastorinnen und Pastoren sowie Diakoninnen und Diakone einen Ort, um miteinander ins Gespräch zu kommen, in vielen Workshops zu arbeiten und gute Ergebnisse für eine zukünftige Kirche zu erzielen. Die Unterkunft sowie die Tagungseinheiten unterlagen einen strengem Hygienekonzept. Auch eine Kinderbetreuung vor Ort gab es.

Ein Ausflug mit einen Kutter auf die Nordseeinsel Spiekeroog trug zu einer kreativen Pause bei. Die dortige Inselpastorin Konstanze Lange referierte über das Konzept „Urlaubsseelsorge“: „Gerade in der Urlaubszeit haben Menschen wieder Zeit für Kirche, kommen zu Andachten oder Kirchenführungen“, sagte Inselpastorin. Und auch der Kapitän des Kutters Willy Jacobs ist aktives Kirchenmitglied: „So viele Pastoren auf meinem Kutter, das ist ja eine heilige Fracht“, freute sich Jacobs.

Pünktlich zum Wochenende kehrten alle Mitarbeitende nach Neustadt und Wunstorf zurück, die auch einen finanziellen Eigenanteil für Maßnahme übernahmen. Einen ausführlichen Bericht über das Pastoralkolleg gibt es im Kirchenmagazin „angedacht“ bei Meer Radio auf UKW 88.0 am 18. Oktober von 10 bis 11 Uhr.

Text und Foto: Marcus Buchholz

Pastor in seine Ämter eingeführt

Als Pressesprecher der Diakonischen Altenhilfe Leine-Mittelweser (DALM) und als Gemeindepastor der Kirchengemeinde Wunstorf-Kolenfeld ist am Sonntag Gunnar Schulz-Achelis im Gottesdienst in Kolenfeld eingeführt worden. Der Pastor, Journalist und Kommunikationswirt Gunnar Schulz-Achelis unterstützt seit Donnerstag mit Dreiviertelstelle die Kommunikation in der DALM und mit einer Viertelstelle hilft er der Kolenfelder Ortspastorin Christa Hafermann, die zugleich als stellvertretende Superintendentin im Kirchenkreis tätig ist.

Pastorin Dagmar Brusermann, Theologischer Vorstand der Diakonischen Altenhilfe Leine-Mittelweser, führte – gemeinsam mit Superintendent Michael Hagen – den 56-Jährigen in seine Ämter ein. In ihrer Einführungsansprache erinnerte sie an das Bibelwort „Alles hat seine Zeit“ und meinte, Schulz-Achelis solle sich Zeit lassen, in die neuen Aufgaben hineinzufinden.

Schulz-Achelis legte vor 60 Gottesdienstbesuchern die Jesusgeschichte von der Speisung der 4000 aus. Entscheidend sei, dass Jesus seiner Zuhörer auch geistlich satt machte, seine Jünger als Überbringer von Brot und Fisch nutzte und er für die Menschen da war. So sei es auch in der Corona-Pandemie wichtig, für andere da zu sein und den Kontakt zu halten. Wie auch in der Diakonie komme es nicht nur auf die Menge, sondern auch auf die Qualität der Hilfe an.

Für den Kirchenvorstand überreichte dessen stellvertretende Vorsitzende Erika Pläschke Schulz-Achelis eine Esstüte mit Spezialitäten von einem landwirtschaftlichen Betrieb im Ort, Äpfeln aus dem Garten und mit dem seltenen „Kolenfelder Sekt“. Nach dem Gottesdienst lud der Kirchenvorstand zu einem Freiluftempfang vor dem Gemeindehaus ein.

In der Gemeinde folgt der Schulz-Achelis Pastor Hartmut Peters, wo er neben Gottesdiensten vor allem in der Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde tätig sein wird. Zuvor war der Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Haus kirchlicher Dienste (HkD) in Hannover.

Orgelentdeckertage 2020

In diesem Jahr finden in Wunstorf die Orgelentdeckertage einmal etwas anders statt als in den vergangenen Jahren. In diesem Jahr können wir leider nicht mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen vor Ort die Orgel entdecken, sondern wir werden die Orgel nur im Internet gemeinsam entdecken. Dieses Mal sind wir zu Gast in der ev. -Luth. Kirche zu Kolenfeld. Dort steht die älteste Orgel aus unserem Kirchenkreis von Franz WilhelmNaumann aus dem Jahr 1746 . Ihr werdet erfahren, wie eine Orgel aufgebaut ist, welche Materialien benutzt werden, wie sie gespielt wird und natürlich wie sie klingt. All das könnt ihr ab dem 27. September 2020 ab 13 Uhr im Internet auf Youtube erleben. Zu finden ist das Video und der Link dazu auf der Internetseite der Stifts-Kirchengemeinde Wunstorf, der Seite von VISION KIRCHENMUSIK, der Seite der ev.-luth. Kirche zu Kolenfeld und auf der Seite des Kirchenkreises Neustadt Wunstorf.

In Kolenfeld werden morgens im Gottesdienst auch noch Bastelbögen für Kinder bereitgestellt. Wenn sie mit ihren Eltern oder Lehrer*innen das Video anschauen, können sie hinterher ihre eigene Kolenfelder Orgel erstellen.

Die Orgel wird von Stifts-und Kreiskantorin Claudia Wortmann vorgestellt.

 

Sonntags auf Sendung bei Meerradio

Am 13. September haben wir das 25. Kirchenmagazin „angedacht“ bei Meerradio gesendet. Und es geht weiter. Wir wollen jeden Sonntag für Sie und Euch im Radio und per Podcast hörbar sein. Ein Zwischenstand.
 
Als der Lockdown im März begann, haben wir überlegt: Wie erreichen wir die Menschen, wenn wir keine Gottesdienste mehr feiern dürfen und sich keine Gruppen mehr treffen dürfen? Neben den vielen Angeboten im Internet und bei den sozialen Medien wie facebook und Instagram, dachten wir: UKW. Das gute alte Radio. So rief ich André Gottschalk vom Meerradio an und wir phantasierten ein wenig. Die erste Sendung nahmen wir dann Ende März auf und seitdem sind wir Woche für Woche sonntags von 10 bis 11 Uhr bei Meerradio mit unserem Kirchenmagazin „angedacht“ hörbar. Ein riesiges Dankeschön gilt dem Sender Meerradio. Nicht nur, dass wir als Kirchenkreis dort Sonntag für Sonntag einen Sendeplatz bekommen, die Redakteure helfen mir als Moderator sowohl redaktionell wie technisch die Sendung zu produzieren.
Die Sendung ist auch ökumenisch angelegt: Vor allem Diakon Claus Crone von der katholischen Kirchengemeinde spricht viele Beiträge ein, die zum Tagesthema passen. Und unsere Themen sind ganz unterschiedlich: Christentum und Islam, Freundschaft, oder Artenvielfalt. Zu jedem Thema laden wir unterschieldich Talkgäste ein, die in der Sendung interviewt werden. Ein weiteres Highlight der Sendung ist die Rubrik „Pastor rocks“ bei der Christoph Bruns ein Rock- oder Popsong neu interpretiert. Und auch die Rubrik „Kinderecke“ mit Yvonne Flegel von der Kita Liebfrauen ist fester Bestandteil des Magazins. Wenn Sie oder Ihr Themenvorschläge oder Ideen für die Sendung habt, freuen wir uns. Mail: marcus.buchholz@evlka.de
 
Das Kirchemagazin „angedacht“ bei Meerradio ist jeden Sonntag von 10 bis 11 Uhr im Radio auf UKW 88.0 zu hören.  Auf der Website von Meerradio können alle Sendung als Podcast angehört werden: meerradio.de/programm/audio/beitraege/kirchenmagazin-angedacht.
Pastor Marcus Buchholz moderiert und plant die Sendung Woche für Woche. Dank seiner journalistischen Ausbildung zum Zeitungsredakteur sind die Sendungen abwechlsungsreich und journalistisch bearbeitet. 

Großes Vertrauen in Brot für die Welt

Presseinformation 

Großes Vertrauen in Brot für die Welt

Evangelisches Hilfswerk legt Jahresbilanz vor  
 
Hannover, 27. August 2020. Im Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf hat Brot für die Welt im vergangenen Jahr 124.774,73 Euro erhalten. Das ist ein gutes Ergebnis. In dieser Summe sind alle Kollekten und Spenden aus der Region enthalten.

Bundesweit haben Spenderinnen und Spender die Arbeit des evangelischen Hilfswerks im vergangenen Jahr mit mehr als 64,4 Millionen Euro unterstützt. Das ist ein leichtes Plus im Vergleich zum Vorjahr.

„Wir sind froh und dankbar für das große Vertrauen, das Spenderinnen und Spender Brot für die Welt auch 2019 geschenkt haben. Mit ihren Spenden und Kollekten gegen Hunger, Armut und Ungerechtigkeit haben sie Millionen Menschen geholfen, ihre Lebenssituation zu verbessern“, sagt Denise Irmscher, Beauftragte Brot für die Welt der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Neu bewilligt wurden im vergangenen Jahr 693 Projekte, davon 242 die meisten in Afrika. Im Zentrum stehen langfristige Maßnahmen, die Hunger und Mangelernährung  überwinden, Bildung und Gesundheit fördern, Zugang zu sauberem Wasser schaffen, die Achtung der Menschenrechte und Demokratie stärken und den Schutz der natürlichen
Lebensgrundlagen unterstützen. 

Brot für die Welt wurde 1959 gegründet. Aktuell fördert das weltweit tätige Hilfswerk der evangelischen Landes- und Freikirchen und ihrer Diakonie gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen rund 1.800 Projekte zur Überwindung von Hunger, Armut und Ungerechtigkeit in mehr als 90 Ländern.

Brot für die Welt in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers  
und in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe
 
Ebhardtstraße  3A
30159 Hannover
 
www.brot-fuer-die-welt.de/hannovers
 
 
Spendenkonto 500 500 500
BLZ 1006 1006
Bank für Kirche und Diakonie
IBAN DE10100610060500500500
BIC GENODED1KDB

SCHÖPFUNGSPFAD -Entdecken- -Staunen- -Bewahren-

Die  Stationen  rund  um  die  Thematik  "Schöpfung"  laden Sie und Dich ein, eigenes Erleben mit den Erfahrungen der biblischen Schöpfungsgeschichte  zu verbinden. Kommt  mit  auf  die  Reise,  entdeckt  und  staunt  über  die Schönheit und Vollkommenheit der Schöpfung.

Der  Schöpfungspfad ist noch bis zum 31.08.2020 um die Corvinuskirche in Wunstorf und um St. Osdag Kirche in Mandelsloh installiert.

www.corvinuskirche-wunstorf.wir-e.de
www.st-osdag.de

Heinz Rudolf Kunze in der Liebfrauenkirche und bei Meer Radio

Neustadt. „Was kommt nach dem Tod?“, fragt Pastor Marcus Buchholz. Heinz Rudolf Kunze antwortet: „Ich fände es schön, wenn es ein Leben nach dem Tode gäbe.“ Der Komponist, Sänger und Schriftsteller war in dieser Woche in der Liebfrauenkirche für Musikaufnahmen und für ein Interview bei Meer Radio. Am kommenden Sonntag, 14 Juni, von 10 bis 11 Uhr ist der Talk mit Kunze bei Meer Radio auf UKW 88.0 im Kirchenmagazin „angedacht“ zu hören.

Die Aufnahmen in der Liebfrauenkirche in Neustadt machte Kunze für einen Online-Gottesdienst, der demnächst digital von der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers ausgespielt wird.

Weg „Stationen zu Pfingsten“

Esther Büttner und Claudina Baron-Turbanisch

Bewegt – begeistert – beflügelt

Die Arbeitsgruppe Evangelische Bildungslandschaft lädt Kinder, Jugendliche und Erwachsene herzlich zum Weg „Stationen zu Pfingsten“ ein. In einem Spaziergang besteht an 10 Stationen die Gelegenheit dem Pfingstfest auf die Spur zu kommen. Wie kann der Wind wahrgenommen werden, was kann ein Feuer der Begeisterung entfachen und was hat das mit Pfingsten zu tun? Die Stationen laden auf vielfältige Weise ein, eigenes Erleben mit den Erfahrungen der biblischen Pfingstgeschichte zu verbinden. Lassen Sie sich anregen und begeistern. Kommen Sie vorbei, machen Sie mit und nehmen sie etwas mit! Gerne können Sie einen eigenen Stift mitbringen, um an den Stationen zu schreiben und zu malen.

Der Weg kann im Kirchgarten der Johanneskirchengemeinde Neustadt und am ev. Gemeindehaus in Kolenfeld von Samstag, den 30. Mai bis Sonntag, den 7. Juni besucht werden. Der Weg in Kolenfeld kann tagsüber besucht werden. Der Kirchgarten der Johannesgemeinde ist Montag – Samstag von 14:00 - 18:00 Uhr und sonntags von 11:00 – 16:00 Uhr geöffnet.

Kontakt:

Wiebke Nolte

Projekt „Aufbau einer ev. Bildungslandschaft“

An der Liebfrauenkirche 5-6

31535 Neustadt a Rbge

E-Mail: Wiebke.Nolte@gmx.de

Mobil: 0151 2539 2694

Herzliche Einladung zum Weg „Stationen zu Pfingsten“

Der  Weg  kann  von  Samstag,  den  30.  Mai  bis  Sonntag,  den  7.  Juni  im  Kirchgarten  der
Johanneskirchengemeinde  in  Neustadt  und  am  ev.  Gemeindehaus  in  Kolenfeld  besucht
werden.
 
Die  Projektgruppe  Evangelische Bildungslandschaft  lädt  Kinder, Jugendliche    und    Erwachsene
herzlich zum Weg „Stationen zu Pfingsten“      ein.      In      einem Spaziergang         besteht         an
mehreren        Stationen        die Gelegenheit    dem    Pfingstfest auf  die  Spur  zu  kommen.  Wie kann der Wind wahrgenommen werden, was kann ein Feuer der Begeisterung    entfachen    und was  hat  das  mit  Pfingsten  zu tun?  Die  Stationen  laden  auf vielfältige   Weise   ein,   eigenes Erleben mit den Erfahrungen der biblischen Pfingstgeschichte zu verbinden. Lassen Sie sich anregen  und  begeistern.  Kommen  Sie  vorbei,  machen  Sie  mit  und  nehmen  sie  etwas  mit!
Gerne können Sie einen eigenen Stift mitbringen, um an den Stationen zu schreiben und zu malen.
 
Die Öffnungszeiten für den Kirchgarten der Johannesgemeinde entnehmen Sie bitte der Homepage unter www.kirche-neustadt-wunstorf.de/Drupal8/pfingsten  
 
Kontakt:  
Projekt „Aufbau einer ev. Bildungslandschaft“
An der Liebfrauenkirche 5-6
31535 Neustadt a Rbge
 
Mobil: 0151 2539 2694
E-Mail: Wiebke.Nolte@evlka.de 

Wechsel im Pfarramt in Bordenau und Poggenhagen

Kirsten Kuhlgatz verabschiedet sich

Nach gut elf Jahren verlässt Pastorin Kirsten Kuhlgatz zum 15. Juli ihre Stelle die Gesamtkirchengemeinde Bordenau-Poggenhagen. Sie war maßgeblich an der Bildung dieser Gesamtkirchengemeinde beteiligt und hat sich neben ihrer Tätigkeit als Gemeindepastorin auch im Gemeindeverband Mitte des KK Neustadt-Wunstorf engagiert eingebracht. Viele Jahre war sie Diakoniebeauftragte des Kirchenkreises und vertrat ihn im Vorstand des Diakonieverbandes Hannover- Land. In ihrer herzlichen und empathischen Art und Weise wird sie überall eine große Lücke hinterlassen.

Alida Weinert

Im Sommer tritt sie in ihrem Heimatkirchenkreis Burgdorf die Pfarrstelle in der St. Petrigemeinde Steinwedel an. Verabschiedet wird Pastorin Kirsten Kuhlgatz voraussichtlich am Sonntag, dem 12. Juli, in einem Open-Air-Gottesdienst in Bordenau.

Zeitnah kann voraussichtlich die Pfarrstelle Bordenau-Poggenhagen zum 1. September besetzt werden. Am vergangenen Mittwoch, den 13.05., präsentierte der Patron der Kirchengemeinde Bordenau Freiherr Friedrich Langwerth von Simmern die Bewerberin Pastorin Alida-Bernadette Weinert aus Apensen im Kirchenkreis Buxtehude dem Gesamtkirchenvorstand beider Gemeinden. Nachdem das Einvernehmen zwischen ihm und dem Vorstand hergestellt wurde, hält Pastorin Weinert am Sonntag, den 24. Mai ihren Aufstellungsgottesdienst um 10 Uhr in der Kirche in Poggenhagen unter Coronaregeln. Wegen der dadurch begrenzten Plätze in der Kirche wird der Gottesdienst nach draußen übertragen und auch danach noch im Internet zu sehen sein.

Pastorin Weinert möchte nach mehr als zehn Jahren Dienst im Norden der hannoverschen Landeskirche ebenfalls wieder in ihren Heimatkirchenkreis zurückkehren. Sie wuchs in Hagen auf und machte in Neustadt das Abitur.

Pastor Marcus Buchholz

Große Resonanz: 240 Spender packen Pakete für Wohnungslose

Es ist kalt. Alles wirkt noch trister als sonst. Schwere Lebensbedingungen für Menschen, die auf der Straße leben. Vor einigen Wochen kam ein Obdachloser bei im Gemeindehaus der Liebfrauenkirche in Neustadt am Rübenberge vorbei. Er wollte kein Geld, er hatte einen platten Reifen an seinem Fahrrad. Da hat der Küster schnell einen Fahrradschlauch gekauft und den Reifen repariert. Der Mann ohne Dach über dem Kopf konnte so weiterfahren.. Ein kleines Zeichen der Hilfe.

Zeichen der Hilfe können sehr vielfältig sein. Die Diakonie des Kirchenkreises Neustadt-Wunstorf hat zu einem anderen kleinen Zeichen auf, um es für Menschen ohne festen Wohnsitz in den Dörfern und Städten ein wenig ertäglicher zu machen: Bis Mitte Januar konnten in den Kirchengemeinden des Kirchenkreises Päckchen mit Inhalt im Wert von zehn bis 15 Euro abgegeben werden. Diese Päckchen wurden nun im Tagestreff Wunstorf und bei der Beratungsstelle für Wohnungslose in Neustadt verteilt.

Rund 240 Pakete gaben Bürgerinnen und Bürger bei Ihren Kirchengemeinden ab. Die Diakoniebeauftragten und der Diakonieausschuss ließen damit eine Idee wieder aufleben. „Die Pakete für Menschen, die auf der Straße leben, sollten Dinge zum Leben und Überleben enthalten“, sagte Kirchenkreis-Sozialarbeiter Reiner Roth. Dazu gehören löslicher Kaffee und Tee, haltbare Lebensmittel und Hygieneartikel. Viele Spender packten auch Schals und Handschuhe sowie Hundefutter dazu oder legten Briefe bei.

„Nie mehr Drachen basteln mit Opa – mit Kindern nach Tod, Auferstehung und Trost fragen“

zu diesem Thema kamen 135 pädagogische Fachkräfte der Kindertagesstätten in Trägerschaft des Kirchenkreises Neustadt-Wunstorf in den Räumen der Heimvolkshochschule Loccum zusammen. Nach der Begrüßung durch die pädagogische Leitung Evelin Brückner führte Lissy Weidner, Pastorin und religionspädagogische Referentin für die Kitas, anhand vielfältiger Fragen ins Thema ein:

Was machen wir eigentlich in unserer Kita, wenn jemand gestorben ist? Gibt es Rituale, die helfen können? Lieder, die Trost spenden? Biblische Geschichten? Wie gehen wir mit einem trauenden Elternteil um; wie schaffen wir den Spagat, uns für das Kind einzusetzen und gleichzeitig Verständnis für die Trauer des Erwachsenen zu haben? Und wenn der Erwachsene einen anderen Glauben hat: was dann? Wie rede ich in der Gruppe vom Sterben – und von Auferstehung: kann ich das? Und was, wenn ich selbst weinen muss? Wohin mit meiner eigenen Trauer?

Nach einem Eingangsreferat von Frau Dr. Helgard Jamal, die das Todesverständnis von Kindern unterschiedlicher Entwicklungsphasen erläuterte und auch zu praktischen Fragen wie z.B. dem Mitnehmen von Kindern zur Beerdigung Stellung nahm, wurde in 8 Workshops zu den genannten Fragen gearbeitet. Nach einem leckeren Mittagessen konnte dann in den einzelnen Kita-Teams von dem im Workshop Erlebten berichtet und über Umsetzungsmöglichkeiten in der eigenen Kita nachgedacht werden.

Dass der Tag vom Kirchenjahr her in die Passionszeit mit ihrem Ausblick auf Ostern fiel, passte besonders gut und wurde auch von Superintendent Michael Hagen noch einmal bedacht, bevor er den Tag mit einem Reisesegen beendete. Themenwünsche für den nächsten Religionspädagogischen Fachtag wurden bereits abgegeben…

Lissy Weidner

„Hunger nach Gerechtigkeit“ - Brot für die Welt startet die 61. Aktion am 1. Advent 2019

„Hunger nach Gerechtigkeit“  unter diesem Motto startet die 61. Aktion von Brot für die Welt am 1. Advent diesen Jahres auch in unserem Ev.-luth. Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf in allen Gottesdiensten. Bis Neujahr wird in allen Gottesdiensten unserer Kirchengemeinden zum Sammeln von Kollekten und Spenden für Brot für die Welt aufgerufen.

Bis zum heutigen Tag leben Millionen Menschen in Armut, werden verfolgt, gedemütigt oder ausgegrenzt. Brot für die Welt setzt sich dafür ein, diese Situation global und nachhaltig zu ändern.

Ein Kleinbauer in Peru bekommt für seine Bananenernte keine fairen Preise. Eine Frau aus Tansania hat zu wenig Saatgut, ihr Land ist ausgetrocknet ‒ sie kann sich und ihre Kinder nicht ernähren. Menschen aus der Gruppe der Dalit in Indien stehen in der sozialen Ordnung ganz unten und leben ohne Schutz.

  Menschen haben Hunger nach Nahrung, aber ebenso hungern sie nach Gerechtigkeit. Nach Gerechtigkeit in Form von fairen Preisen. Nach Gerechtigkeit bei der Verteilung von Gütern und Land. Sie hungern danach, in Würde gut leben zu können. Jesus Christus preist die selig, die nach Gerechtigkeit hungern. Er sagt ihnen zu: Sie sollen satt werden! In dieser Spur ist Brot für die Welt seit 60 Jahren unterwegs, den Hunger zu stillen. „Hunger nach Gerechtigkeit“ lautet deshalb das Motto der 61. Spendenaktion.

Bei der 60. Aktion von Brot für die Welt im vergangenen Jahr wurden 103.461,68 Euro Kollekten und Spenden von den Menschen in unserem Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf gegeben.

Allen Spendenden sei auch an dieser Stelle herzlich dafür gedankt!

Christina Günther

„Farbe bekennen – gegen Ausgrenzung und Diskriminierung“ Eine Plakataktion an öffentlichen Plätzen im Rahmen des Gedenkens an 80 Jahre Reichspogromnacht

In diesem Jahr jährt sich die Reichspogromnacht zum achtzigsten Mal. Es gibt viele Aktionen, die sich dem Gedenken in Neustadt und Wunstorf widmen – so auch das Projekt „Farbe bekennen – gegen Ausgrenzung und Diskriminierung“, das sich besonders an Jugendliche wendete.

Das Projekt lud Konfirmanden und Konfirmandinnen, Teamer sowie Schüler und Schülerinnen dazu ein, im Rahmen der Auseinandersetzung mit den Ereignissen des 09.11.1938 und der Reflektion dieser, kreativ zu werden und ein aktives Zeichen gegen Ausgrenzung und Diskriminierung zu setzen. Erworbenes Wissen, aufgedeckte Parallelen zur Gegenwart etc. haben die Jugendlichen künstlerisch festgehalten. Im November sind die Kunstwerke auf 17 Plakatwänden im Kirchenkreis zu sehen.

Aus mehr als 50 Entwürfen hat eine Jury zehn ausgewählt. Diese werden auf großen Plakatwänden an öffentlichen Plätzen vom 02.11.bis 22.11.2018 im Stadtgebiet von Neustadt und Wunstorf zusehen sehen. Mitgemacht haben Schülerinnen und Schüler der KGS und des Gymnasiums Neustadt und der ev. IGS in Wunstorf, Konfirmandinnen und Konfirmanden aus der Kernstadt und Bordenau/Poggenhagen und Jugendliche aus dem A-TEAM.

Jury: Claudina Baron-Turbanisch und Klaus-Dieter Coring-Weidner als Projektleitung, Marcus Buchholz als Vertreter der Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf,  Marieke Hogrefe und Moritz Barthauer als Jugendvertretende, Kerstin Faust, freie Künstlerin, Andrea Grams, Fotografin & Kulturnetzwerk und Vikar Mathias Hartewieg.

Diese Aktion wird finanziell von der Klosterkammer Hannover, dem Fonds „Frieden stiften“ der Hannoverschen Landeskirche und der Calenberg – Grubenhagenschen Landschaft gefördert.

Marcus Buchholz

Zwei Abendmusiken der Orgelschüler von Stifts-und Kreiskantorin Claudia Wortmann

Die Orgelschüler aus dem KK Neustadt Wunstorf von Stift-und Kreiskantorin Claudia Wortmann haben zwei Abendmusiken gestaltet. Am Sonntag, den 5. Juli haben sie in der Johanneskirche gespielt und am 12. Juli 2015 in der Stiftskirche zu Wunstorf. Brian Radins (17) , Neustadt, Johannes Hahn (17), Hagen sowie Benjamin Breuer (14) und Tim Wagner (16) beide Wunstorf Stift, haben Praeludien und Choralbearbeitungen von Johann Sebastian Bach, Dieterich Buxtehude, Vincent Lübeck, Heinrich Scheidemann und anderen gespielt. Ebenso haben sie die Gemeinde beim Singen der der Lieder begleitet. Alles haben eine hervorragende Leistung abgeliefert und gezeigt, was man alles in einem halben Jahr erarbeiten und lernen kann. Die Jugendlichen haben viel Zeit zum Üben in diese Vorbereitung hingesteckt, ohne die ein solches Ergebnis nicht möglich gewesen wäre. Die Zuhörer bedankten sich mit anhaltendem Beifall bei den Jugendlichen und Ihrer Lehrerin Claudia Wortmann.

Brian Radins und Johannes Hahn versehen beide schon regelmäßig im Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf  den Organistendienst (in Basse, Suttorf, Poggenhagen und Mandelsoh etc.)

Stimmen nach dem Konzert:

Oliver Schuegraf: „Es war ein schönes Konzert gestern“

ungenannt: „Das Orgelkonzert deiner 4 Orgelschüler am Sonntag war einfach meisterhaft!!! Ich war ganz hingerissen. Die Fugen z. B. (V. Lübeck u.a.) wurden hervorragend gespielt. Interessant fand ich auch das Pedalsolo. Natürlich gilt mein Lob auch besonders Dir, der Orgellehrerin!!!“

Zehn Jahre Singschule im Kirchenkreis

Jung und Alt hatten sich versammelt, um zu feiern: 10 Jahre Singschule des Kirchenkreises an Liebfrauen – das war der Anlass, und viele aktive und ehemalige Singschüler waren dazu am vergangenen Wochenende erschienen. Zu Beginn sangen die Singschüler sich noch einmal durch die vergangenen 10 Jahre, launig moderiert von Kreiskantorin Birgit Pape, die die Singschule ins Leben gerufen hat. Den krönenden Abschluss bildete das Lied "Ich habe ein Pferd, ich kann reiten". Kannst Du das bitte noch ändern? Am Sonntag beging die Singschule in einem feierlichen Gottesdienst Ihren Geburtstag. Superintendent Michael Hagen würdigte in seiner Predigt die unermüdliche Arbeit von Birgit Pape, junge Menschen an die Musik heranzuführen. Ortspastor Marcus Buchholz bedankte sich im Namen des Kirchenvorstandes bei den Kindern und Jugendlichen: "Durch die Melodien und Texte leuchten biblische Geschichten in einem ganz anderen Licht und bereichern unsere Gottesdienste.". Als Dank schenkte die Gemeinde der Singschule zwei rollende Pferde zum Spiel und Spaß. 
 
Mit mehreren Kinderchorgruppen in Otternhagen, Poggenhagen, Johannes, Mandelsloh und Liebfrauen ging die Singschularbeit 2007 los. Inzwischen proben die Gruppen zentral im Haus der Kirche an Liebfrauen, die Kinder kommen aber nach wie vor aus dem Kirchenkreis und sogar darüber hinaus. Aus reinen Kinderchören mit Kindern im Grundschulalter haben sich mit den Jahren sechs Chorgruppen mit Kindern und Jugendlichen vom Vorschulalter bis zum Abitur gebildet. 
 
Weitere Infos finden Sie hier: www.singschule-neustadt.de

Willkommen in Wunstorf – neue Impulse für die Jugendarbeit

Diakon Stefan Krüger nimmt seine Arbeit auf

Zum 1. November 2016 hat Stefan Krüger seine neue Arbeitsstelle in Wunstorf angetreten. Als Diakon für Spirituelle Jugendarbeit wird der 49jährige aus Löhne ein neues Aufgabenfeld für die vier evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden der Region Süd Stadt, Corvinus, Stiftskirche, St. Johannes und Bokeloh aufbauen. In den ersten Wochen liegt sein Schwerpunkt darauf, sein neues Umfeld und viele Beteiligte, die in der Jugendarbeit bereits tätig sind, kennen zu lernen. So hat er z.B. seine Kollegen Stephan Kuckuck und Nicole Brickwedel im Projekt des Kirchenkreises „Kurze Wege“ besucht. Ziel ist es, ein umfangreiches Angebot für Jugendliche nach der Konfirmation zu schaffen. „Gemeinsam mit jugendlichen Teamern möchte ich Angebote für Konfirmierte aufbauen. Von Eislaufen bis Fahrrad-Pilgern kann ich mir vieles vorstellen,“ sagt der Diakon und freut sich auf die Ideen der Jugendlichen in Wunstorf. In den vergangenen siebzehn Jahren hat er als Diakon für fünf Kirchengemeinden die Jugendarbeit in Osterholz-Scharmbeck aufgebaut und geleitet. „Mir macht es Spaß, Kirche anders zu denken.“ Möglich geworden ist die neue Stelle für Jugendarbeit durch die Reduktion der einen Pfarrstelle an der Stiftskirche und durch Mittel aus einem Fonds der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers.

Zu erreichen ist Stefan Krüger in seinem neuen Büro im Dachgeschosses des Gemeindehauses der Stiftskirche, Stiftstraße 5b, 05031/ 3418 oder stefan.krueger@kirche-neustadt-wunstorf.de

Weltgebetstags-Werkstatt

Der Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf lädt ein zur Weltgebetstags-Werkstatt am Samstag, den 12.01.2019 von 14:00-18:00 Uhr ins Gemeindehaus der Johannes Kirchengemeinde, Wacholderweg 9 in 31535 Neustadt.

Unter dem Motto. „Kommt, alles ist bereit” haben Frauen aus Slowenien den diesjährigen Vorschlag zum Weltgebetstag erarbeitet. Am Werkstatt-Tag erhalten Sie vielfältige Informationen zum Land, zur Situation der Frauen, zum Bibeltext und zur Gestaltung des Gottesdienstes.

Frauen aus der Ökumene sind herzlich willkommen!

Anmeldungen an: Claudina Baron-Turbanisch

05032 956472 oder c.baron@turbanisch.eu.

Weihnachsoratorium von G.F. Telemann (1681 – 1767)

Klosterkirche Mariensee: Sonntag, 10. Dezember - 2. Advent  17.00 Uhr

Weihnachtsoratorium von G.F. Telemann (1681 – 1767)

Vorverkauf hat begonnen

Das Weihnachtsoratorium im Kloster Mariensee – eine gute Tradition. Diesmal stammt die Musik aber nicht von Bach sondern von Telemann. Denn 2017 ist Telemann-Jahr. Das Konzert am Sonntag, 10. Dezember, beginnt um 17 Uhr. Der Vorverkauf hat gerade begonnen.

Die Musikwelt erinnert sich in diesem Jahr an den 250. Todestag von Georg Philipp Telemann. Als Musikdirektor in Hamburg schrieb der große Barockmeister genau wie sein „Kollege“ Johann Sebastian Bach in Leipzig neben den weltlichen Werken jahrelang für jeden Sonntag des Kirchenjahres neue Kantaten. Für Festtage hat er seine Musik mit Pauken und Trompetenklang besonders prächtig instrumentiert. Ähnlich wie bei Bachs Weihnachtsoratorium  wurden später drei der wunderbaren Weihnachts-Kantaten zu einem „Weihnachtsoratorium“ zusammengestellt.

„Da stehen anrührende Choräle und großartige Chöre neben Arien ein, die zu den schönsten Melodien der Barockzeit gehören,“ freut sich Dirigent Claus-Ulrich Heinke. Er wird zwischen den einzelnen Teilen des Konzertes kurze musikalische und theologische Einführungen in die jeweilige Kantate geben.

Die beiden Solistinnen Johanna Knauth, Sopran, und Stephanie Lesch, Alt, sind Preisträgerinnen beim Gesangswettbewerb des Verbandes deutscher Konzertchöre. Die SingAkademie hatte das Engagement für das Klosterkonzert als Preis ausgelobt. Der Tenor Georg Drake kommt aus Berlin nach Mariensee. Er arbeitete schon mehrfach mit der SingAkademie Niedersachsen zusammen. Und der Bariton Nils Sandberg stammt aus der Gesangsklasse von Prof. Peter Ling an der Musikhochschule Hannover.  Es singt der Kammerchor der SingAkademie Niedersachsen,  begleitet vom Detmolder Kammerorchester

Karten im Vorverkauf gibt es für 20 und 18 Euro bei Buchhandlung Biermann, Wunstorfer Straße, Neustadt am Rübenberge, außerdem per Telefon, 05032-94690, oder per Email: vorverkauf@singakademie-niedersachsen.de An der Abendkasse ab 16 Uhr sind die Tickets zwei Euro teurer.

Wechsel in der Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenkreises Neustadt-Wunstorf

Neustadt/Wunstorf. Pastor Marcus Buchholz übernimmt zum 1. November 2012 die Öffentlichkeitsarbeit im Evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf. Der Liebfrauen-Pastor aus Neustadt löst damit die Pastorin Dr. Vera Christina Pabst ab, die von nun an mit einer halben Stelle als theologische Mitarbeiterin in der Heimvolkshochschule Loccum tätig ist. Gleichzeitig bleibt sie – wie bisher – mit ihrem halben Auftrag Pastorin der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde „Zum Heiligen Kreuz“ in Wunstorf-Bokeloh: „Die Entscheidung für Loccum ist eine Entscheidung für Bokeloh“, sagt die Theologin und ergänzt: „Ich bin froh, dass sich für uns beide eine gute Lösung ergeben hat, wir weiterhin in neuen Rollen gemeinsam für die Öffentlichkeitsarbeit aktiv sein können.“

Buchholz übernimmt als gelernter Journalist bei der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung und als ordinierter Pastor die Öffentlichkeitsbeauftragung im Kirchenkreis mit 0,25 Prozent Stellenanteil. Gleichzeitig bleibt er weiterhin Pastor der Liebfrauen-Kirchengemeinde in Neustadt und ist Beauftragter für Fortbildungen in Öffentlichkeitsarbeit und Publizistik der Landeskirche Hannovers. „Seit vier Jahren arbeiten wir in einem bewährten Team für Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising im Kirchenkreis zusammen. Kirche immer wieder über Medien und Kampagnen ins Gespräch zu bringen, ist mein Hauptanliegen“, sagt der 40-Jährige.

Vor allem die von Pastorin Vera Christina Pabst ins Leben gerufenen Medientage im Kirchenkreis werden weitergeführt: Zum vierten Mal findet am 23. Februar in der Liebfrauen-Kirchengemeinde ein Workshop-Tag statt – zu Themen wie Gemeindebrief, Internetarbeit oder Fundraising.

Über eine Berichterstattung in Ihrem Medium freuen wir uns.

Anbei schicken wir Ihnen ein Bild vom hauptamtlichen Team Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising: v.l. Marcus Buchholz,  Vera Pabst, Thomas Schlichting.

Mit freundlichen Grüßen

Pastorin Dr. Vera Pabst und Pastor Marcus Buchholz,

Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf

Warum Menschen sich im Kirchenvorstand engagieren wollen: Manfred Gröne aus Wunstorf

Wunstorf. „Kirche mit mir“ – unter diesem Motto steht die diesjährige Kirchenvorstandswahl am 11. März 2018. Im Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf stellen sich 224 Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl auf, davon 128 Frauen und 96 Männer. Aber wer sind die Menschen die sich für ein Ehrenamt in einer der Kirchengemeinden zur Verfügung stellen. 

Heute stellt sich Manfred Gröne, 62 Jahre, aus Wunstorf vor, der für den Kirchenvorstand der St. Johannes Kirchengemeinde kandidiert.

„Ich wurde getauft, konfirmiert und habe in den nächsten Jahrzehnten ein Kirchengebäude sporadisch betreten. Durch einen Schicksalsschlag - den plötzlichen Tod eines nahen Angehörigen - bin ich dann wieder näher an die Kirche gerückt. 

Meine Frau und ich warteten auf den Pastor, weil wir ein Trauergespräch durchführen wollten. Als dann ein Radfahrer mit Gitarre auf unseren Hof fuhr waren wir im ersten Moment überrascht, aber in Laufe des Gespräches kippte unsere Stimmung zum positiven hin und wir haben heute noch einen engen Kontakt mit diesem Pastor; obwohl er wieder in Südamerika ist.

Durch diesen Kontakt mit einem Kirchenvertreter sind wir wieder enger zur Kirche und zu der Gemeinde gekommen. Gottesbesuche und Gespräche standen auf der Tagesordnung und ein Jahr später wurden wir in dem neuen St. Johannes Gemeindezentrum getraut. Wir waren in der Gemeinde wieder angekommen.

Während eines Kaffeetrinkens nach dem Gottesdienst fragte ich unseren Pastor: Was macht ihr denn so im Kirchvorstand? Ich wurde von ihm spontan zur nächsten Vorstandssitzung eingeladen und dort sah und hörte ich von dem umfangreichen Betätigungsfeld des Kirchenvorstandes. 

Ich war überrascht, um was sich der Kirchenvorstand alles kümmern muss, und wie groß das Betätigungsfeld jedes einzelnen Vorstandsmitgliedes ist. Von der Gestaltung des Gottesdienstes über Baumanagement, von der Kindertagesstätte bis hin zur Stiftung “Zukunft mit Kirche“. 

Die Kirche und die Gemeinde ist lebendig und lebenswert und dafür möchte ich auch die nächsten sechs Jahre meinen Beitrag leisten, darum kandidiere ich für den Kirchenvorstand der St. Johannes Kirchengemeinde in Wunstorf.“

Kontakt: Manfred Gröne
Kolenfelder Str. 15
31515 Wunstorf
Tel.: 0163 1424 350

Wanderausstellung “Gesichter des Christentums”

Wanderausstellung “Gesichter des Christentums”

 vom 08.03 – 16.04.2015 in der Liebfrauenkirche/Neustadt

Sie ist da: Die Wanderausstellung “Gesichter des Christentums”, in der niedersächsische Christinnen und Christen mit verschiedensten kulturellen und konfessionellen Hintergründen zu entdecken sind. Auch ein Neustädter Christ mit Wurzeln in Kanada ist dabei.

 Die Ausstellung wird mit einem Gottesdienst und anschließendem Empfang am Sonntag, den 08.März um 17:00 Uhr in der Liebfrauenkirche eröffnet.
Die Ausstellung „Gesichter des Christentums“ führt die kulturelle und konfessionelle christliche Vielfalt in Niedersachsen anhand von Porträts vor Augen. Sie weist auch auf den Beitrag von Glauben und Kirche zur Integration hin. In der Ausstellung sehen wir auf großen Fotos Menschen, die unsere Nachbarn sein könnten. Wir erfahren Eckdaten ihres Lebens und lesen Zitate dazu, was ihnen wichtig ist. Wir öffnen Schubladen, in denen wir persönliche Gegenstände finden und das Vaterunser in verschiedenen Sprachen hören. Auf diese Weise lernen wir die Porträtierten und ihren Glauben näher kennen. Dabei scheinen auch Elemente auf, die – bei aller Unterschiedlichkeit– die vorgestellten Menschen einen – ihren Glauben an Jesus Christus.

Christinnen und Christen in Niedersachsen sind längst nicht mehr nur „Eingeborene“, die einer Landeskirche, einem Bistum oder einer Freikirche angehören. In den vergangenen Jahrzehnten haben christliche Zuwanderer die Vielfalt des globalen Christentums in unser Bundesland und unsere Stadt gebracht. Die Mehrheit der Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland ist übrigens christlich.

Die Ausstellung in der Liebfrauenkirche ist zu folgenden Zeiten geöffnet: Mo-Do 15-18 Uhr und Fr. 9-13 Uhr. Für Gruppen und Klassen können Termine unter 05032 956472 gebucht werden.

„Gesichter des Christentums“ ist ein Projekt der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Niedersachsen.

Eine Arbeitsgruppe aus der Neustädter Ökumene hat ein Rahmenprogramm zur Ausstellung entwickelt. Folgende Veranstaltungen merken Sie sich gerne schon vor:

Weitere Veranstaltungen

So 15.3. | 10.00 Uhr | Liebfrauenkirche: Radiogottesdienst im Deutschlandfunk

Mi 18.3. | 19.30 Uhr | Liebfrauenkirche. ›Christen u.a. religiöse Minderheiten in Nahost von Ausrottung bedroht‹; Vortrag, Dr. Kamal Sido, Gesellschaft für bedrohte Völker

So 12.4. | 10.00 Uhr | Liebfrauenkirche. Literaturgottesdienst ›Jürnjakob Swehn der Amerikafahrer‹

Di 14.4. | 19.30 Uhr | Liebfrauenkirche. ›Religion und Integration‹; Vortrag, Prof. Dr. theol. Dr. phil. Peter Antes

Do 16.4. | 19.30 Uhr | Liebfrauenkirche. Filmvorführung: ›The Cut‹; Einführung und anschließendes Gespräch mit Dr. Raffi Kantian

Jeden Montag | 15.00–16.30 Uhr | Haus der Kirche an Liebfrauen. Erzählcafé

Jeden Mittwoch | 18.30 Uhr | Liebfrauenkirche. Passion heute – Andacht in der Liebfrauenkirche

Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei.

Vom Himmel hoch da komm ich her - Adventskonzert

Das kommende Jahr 2017 steht ganz im Zeichen des 500. Jübiläums der Reformation. Martin Luther veränderte mit seinem Denken, seinen Lehren und der Übersetzung der Bibel ins Deutsche die ganze damalige Welt in Europa. Auch in der Kirchenmusik änderte sich vieles. War bis ca.1500 die Sprache der Kirchenmusik noch Latein wurde in der Zeit der Reformation immer mehr die deutsche Sprache verwendet, da die Kirchenmusik Trägerin und Verkünderin des Evangeliums war. Jeder Mensch, nicht nur der in Lateinkenntnissen gebildete, sollte die Sprache des Evangeliums verstehen und in sich aufnehmen können.

Die Musik dieses Auftaktkonzertes zum Reformationsjahr nimmt uns mit in die musikalischen Klänge der Zeit des 15. Jahrhunderts mit Dufay und Desprez hin zu Martin Luther, Johann Walter bis hin zu Michael Pretorius, Heinrich Schütz und Johann Schelle im 17. Jahrhundert.In den Kompositionen erleben Sie die Klänge der Vokalmusik und der Instrumente der damaligen Zeit. Solisten, der Projektchor des Kirchenkreises und das Johann Rosenmüller Ensemble (Ltg Arno Paduch) werden Sie klanglich in diese Zeit mit hineinnehmen. Die Gesamtleitung hat Stifts- und Kreiskantorin Claudia Wortmann.

Lassen Sie also die Advent- und Weihnachtszeit sowie das Reformationsjubiläumsjahr beginnen mit einem musikalischem Feuerwerk dieser Zeit.

Mit dabe iwerden unter anderem fünf Gesangssolisten sein, von denen einige den bisherigen Adventkonzertbesucher der vergangenen Jahre sicherlich bekannt sein werden.

Johann Rosenmüller Ensemble

Seit seiner Gründung im Jahr 1995 von dem Zinkenisten Arno Paduch in Leipzig hat das Johann Rosenmüller Ensemble zahlreiche Kompositionen seines Namensgebers aufgeführt, viele davon als neuzeitliche Erstaufführungen. Obwohl in den letzten Jahren verstärkt Kompositionen Rosenmüllers aufgeführt wurden, und mittlerweile auch einige Neuausgaben vorliegen, harrt der größte Teil des geistlichen Vokalwerkes Rosenmüllers noch immer der Veröffentlichung. Um diese Lücke zu schliessen, wird das Johann Rosenmüller Ensemble bis Zum Ende des Jahres 2017, in dem der vierhundertste Geburtstag Rosenmüllers gefeiert wird, alle bisher noch nicht durch das Johann Rosenmüller Ensemble aufgeführten Kompositionen Rosenmüllers zu Gehör bringen.

Seit dem hat das Ensemble zahlreiche Konzerte in ganz Deutschland, z. B. beim Rheingau Musikfestival, bei der Ansbacher Bachwoche, den Mitteldeutschen Heinrich- Schütz- Tagen in Bad Köstritz und Weißenfels, den Händelfestspielen in Halle/Saale, dem MDR Musiksommer, dem Rheinisch- Westfälischen Musikfest, dem Hohenloher Kultursommer, der Ansbacher Bachwoche, den Leipziger Bachtagen, den Aschaffenburger- Bachtagen, den Arolser Barockfestspielen sowie in Italien, Tschechien, Polen, Österreich und in der Schweiz gegeben und zählt mittlerweile zu den führenden deutschen Ensembles für Alte Musik.

Die CD Aufnahmen des Johann Rosenmüller Ensembles haben in zahlreichen deutschen und internationalen Fachzeitschriften hervorragende Kritiken erhalten.

Im Mittelpunkt der Ensemblearbeit steht die Wiederaufführung unbekannter Musik des 17. und 18. Jahrhunderts, wobei größter Wert auf authentische Interpretation durch gründliches Quellenstudium und das Spielen auf Kopien von Originalinstrumenten gelegt wird.

Namensgeber des Ensembles ist Johann Rosenmüller, bedeutendster deutscher Komponist der Generation zwischen Heinrich Schütz und Johann Sebastian Bach, von seinen Zeitgenossen gerühmt als “alpha et omega musicorum”.

 

Claudia Wortmann wurde am 2.3.1963 in Stade geboren, besuchte dort die Schule und erlernte das Orgelspiel in der St. Cosmae-Kirche an der Huß-Schnitger-Orgel von 1675 bei Luise Hansen, der dortigen Organistin. Nach dem Abitur studierte sie A-Kirchenmusik
 an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Es folgte die erste Assistentenstelle 1985 in der Ludgerikirche in Norden/Ostfriesland (berühmte Schnitger-Orgel von 1688). In Ostfriesland arbeitete sie intensiv mit Harald Vogel, dem Leiter der
Norddeutschen Orgelakademie zusammen und dieser blieb ein einflussreicher Lehrer und Freund seit ihren frühesten Tagen Ihrer Orgelstudien.
Neben Ihren unzähligen Konzerten an historischen Orgeln hat Sie darüber hinaus unzählige Besucher in die Materie eingeführt, von wissenschaftlichen Experten bis zum neugierigen Touristen, um diesen die exklusiven Instrumente näher zu bringen.

1997 ging sie in die USA, wo sie weiter kirchenmusikalisch arbeitete, zuletzt als Musicdirector an der St.Andrews Church in Greencastle (Indiana).
Neben CD-Einspielungen, wie dem Gesamtwerk des deutschen Komponisten, Organisten und Musiklehrers Heinrich Scheidemann (*1596, †1663), hat sie in vielen Ländern Europas, den USA und Indien konzertiert, meistens an historischen Orgeln.

Vera Pabst wird Leiterin des Lektoren- und Prädikantendienstes

Pastorin Dr. Vera Christina Pabst (43) übernimmt zum 1. November 2017 die Leitung der Arbeitsstelle Lektoren- und Prädikantendienst der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Sie wird damit die Nachfolgerin von Pastor Volker Dobers.

Derzeit ist Vera Christina Pabst als Gemeindepastorin jeweils mit einer halben Stelle in der Kirchengemeinde „Zum Heiligen Kreuz“ in Bokeloh und der Stifts-Kirchengemeinde in Wunstorf tätig. Nach ihrem Theologiestudium in Hamburg und bei Kapstadt wurde sie Vikarin in Kirchweyhe. In ihrer Promotion hat sie sich mit Martin Luthers Predigten beschäftigt. In den ersten Berufsjahren als Pastorin war sie in Werdum-Neuharlingersiel und Buttforde und in der Evangelischen Jugendbildungsstätte Asel tätig, bevor sie die Geschäftsführung des 5. Ostfriesischen Kirchentags in Norden übernahm. Seit fast neun Jahren arbeitet sie als Pastorin in Bokeloh. Zusätzlich zu dieser halben Stelle war sie erst Öffentlichkeitsbeauftragte für den Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf und dann theologisch-pädagogische Mitarbeiterin an der Evangelischen Heimvolkshochschule Loccum. Sie hat sich weiterhin in der Gemeindeberatung / Organisationsentwicklung fortgebildet und gehört seitdem zum Team der Gemeindeberatung / Organisationsentwicklung in der Landeskirche Hannovers.

„Die neue Aufgabe reizt mich, weil die Begleitung und Fortbildung von ehrenamtlich Engagierten für mich zum wesentlichen Merkmal von Kirche gehört, das zukünftig noch bedeutsamer sein wird“, so Pabst. „Gerade wenn Laien Gottesdienste (mit-)gestalten, erlebe ich es als für alle sehr bereichernd, wie theologische Themen mit Alltagserfahrungen verbunden werden und in Liturgie und Predigt zum Ausdruck kommen. Ich freue mich darauf, meine bisherigen Erfahrungen aus dem Pfarramt und der Erwachsenenbildung an dieser Stelle in unserer Landeskirche einzubringen, um so die Zukunft unserer Kirche mit weiterzuentwickeln.“

Informationen zum Lektoren- und Prädikantendienst:

Lektorinnen und Lektoren leiten eigenständig Gottesdienste mit Lesepredigt. Prädikantinnen und Prädikanten durchlaufen eine umfassendere Ausbildung und entwickeln ihre Predigten selber. Die Beauftragung von Prädikantinnen und Prädikanten beinhaltet auch die Leitung von Abendmahlsfeiern.

Weitere Informationen: www.lektoren-praedikanten.de

Uraufgeführt: „Luther macht Schule“ in der Liebfrauenkirche

Kinder und Jugendliche der Singschule begeistern auf der Bühne und machen Luthers Rechtfertigungslehre für alle verständlich

Ein schweres Gewitter zieht in der Kirche auf: Blitz und Donner – einzig der Regen bleibt aus. Der kleine Martin Luther hat Angst, bangt um sein Leben, versteckt sich zwischen den Zuschauerreihen. Zwar trifft ihn nicht der Blitz, zum Glück – die Geschichte Europas wäre wohl anders verlaufen. Er schreit in Todesangst und gelobt, dass er ein Mönch werden wird, wenn Gott ihn rettet.

Es ist die Schlüsselszene im Musical „Luther macht Schule“, das Ende Mai in der Liebfrauenkirche in Neustadt am Rübenberge von 35 Kindern und Jugendlichen uraufgeführt wurde. Der kreative Kopf dahinter ist Birgit Pape, Kreiskantorin im Evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf. Sie hat getextet, komponiert und auf der Bühne arrangiert. Die Uraufführung ist gleichzeitig der Startschuss für ein groß angelegtes Schulprojekt mit dem Namen „Luther macht Schule”, das 2017 stattfinden wird. Die Kirchenmusiker der Kirchenkreise Grafschaft-Schaumburg, Nienburg sowie der Schaumburg-Lippischen Landeskirche nehmen die Kompositionen Papes als Vorlage für Ihre Musicals, die in Schulen und Kirchengemeinden genauso aufgeführt werden sollen.

Der Schaffenskraft Papes sind keine Grenzen gesetzt: Ein Rap zum Gewitter, die Interpretation klassischer Luther-Choräle wie „Ein feste Burg ist unser Gott“ oder bluesiges Liedgut zum theologischen Schwarzbrotthema „Rechtfertigung“ machen das Musical zu einem Eingangsportal für lutherische Theologie.

Die Kinder und Jugendlichen der Singschule des Kirchenkreises an Liebfrauen machen ihre Sache mit viel Begeisterung und geschultem Können: Viele der kleinen Sängerinnen im Alter von sechs Jahren spielen das Volk, das gerne und oft im Chor singt. Die älteren Kinder singen nach mehreren Jahren Stimmbildung bei Birgit Pape teilweise in hohen Tonlagen und anspruchsvolle Melodien.

Das Musical zeigt die klassischen Szenen des Reformators: die Jugendzeit in Erfurt mit seinen Freunden, die Studienzeit mit Kollegen wie Philipp Melanchthon in Wittenberg, den Reichstag zu Worms sowie das Leben auf der Wartburg als Junker Jörg. Besonders plakativ ist eine Szene in einer Wittenberger Schenke: Die Gäste diskutieren bei Bier und Wein theologische Themen und kommen zu dem ironisch-gesungenen Schluss: „Ablasshandel ist eine gute Sache mit dem ich richtig Kohle mache.“ Der ernsthafte lutherische Gedanke dahinter: „Frei sein, um anderen Menschen zu dienen“ oder „Liebe üben, die Gott schenkt.“ Ach ja, und auch für ausreichend Bildung ist gesorgt: Eine mit selbst gedrehten Videos liebevoll gestaltete „Klugscheißer App“ klärt auf einem Bildschirm auf: Humanismus ist ..., eine Bannbulle ist ..., ein Ketzer ist ... .

Für die Uraufführung haben die Eltern der Kinder kräftig mitgeholfen: beim Bühnenbild mit Kulissen, die mittelalterliche Straßen oder die Wartburgstube zeigen; beim Nähen der Kostüme oder beim Bühnenaufbau. Ein Lichtmeister verwandelte die alte Liebfrauenkirche in ein Theater. Feuerwehr und Ehrenamtliche haben alle Fenster der Kirche mit schwarzer Folie abgeklebt.

Am Schulprojekt interessierte Lehrerinnen und Lehrer können sich bei Feliks Oldewage, dem Kulturmanager des Projekts, unter kontakt@luther-macht-schule.de und der Telefonnummer 05037 - 97 95 32 melden.

Das Projekt wird gefördert von: Ev.-luth. Landeskirche Hannovers, Niedersächsische Sparkassenstiftung (Sparkasse Hannover, Sparkasse Schaumburg, Sparkasse Nienburg und Stadtsparkasse Wunstorf), Klosterkammer Hannover, Evangelische Bank, Firma Temps, Die Malereibetriebe, CalenbergGrubenhagensche Landschaft, Schaumburger Landschaft, Hoya-Diepholz’sche Landschaft, Neuhoff-Fricke-Stiftung.

Text: Marcus Buchholz, Foto: Stephie Bosqui

Umgang mit dem Corona-Virus im kirchlichen Leben

Neustadt/Wunstorf. Angesichts der dynamischen Entwicklungen wegen des Corona-Virus fallen in allen Gemeinden des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Neustadt-Wunstorf Gruppen und Kreise bis auf weiteres aus. Dreiviertel aller Kirchengemeinden haben inzwischen beschlossen, bis zum 19. April auch all ihre Gottesdienste abzusagen. Die übrigen Gemeinden werden in den kommenden Tagen Entscheidungen treffen. „Das ist angesichts der bevorstehenden Kar- und Osterwoche besonders schmerzlich“, sagt Superintendent Michael Hagen. Denn viele besondere Gottesdienste und Konzerte waren bereits geplant. Auch die Konfirmationen nach Ostern seien betroffen. „Aber natürlich geht die Sicherheit vor. Gerade auch für die Menschen, die besonders gefährdet sind. Füreinander da zu sein, heißt manchmal auch von einander fern zu bleiben“, so Hagen.

Die Kirchengemeinden bemühen sich, auf andere Weise für die Menschen dazu sein. In Planung sind:

  • ein Internet-Gottesdienst der Wunstorfer Stiftskirchengemeinde für den kommenden Sonntag über folgende Homepage: www.stiftskirche-wunstorf.de
  • ein erweitertes Chatseelsorge-Angebot auch tagsüber: www.chatseelsorge.de
  • ein Online-Angebot des Jugendtreffs Kurze-Wege: www.projekt-kurze-wege.de
  • ein Kirchenmagazin am Sonntag von 10 bis 11 Uhr Steinhuder Meer Radio über 88.0 UKW oder im Internet unter: https://meerradio.de
  • Viele Pastorinnen und Pastoren sind in dieser Zeit telefonisch für seelsorgliche Gespräche erreichbar.

Pastor Marcus Buchholz

Travestiestar kassiert im Neustädter Drogeriemarkt

2500 Euro für das diakonische Familienprojekt „Wellcome“

Neustadt. Die Schlange an Kasse 1 ist lang, an Kasse 2 steht niemand. Der Grund: Lilo Wanders kassiert für einen guten Zweck, im DM-Markt in Neustadt am Rübenberge – der Erlös aller an ihrer Kasse bezahlten Waren geht an das Projekt Wellcome.

Janet Breier, die Koordinatorin des Projekts Wellcome (Hilfe für junge Familien in Deutschland) und ihre Ehrenamtlichen haben im DM-Markt kräftig mit angepackt, um Travestiekünstler Ernie Reinhardt (60) alias Lilo Wanders die Arbeit am Kassenband zu erleichtern.

Etwas mehr als 100 Kunden stellten sich bei Wanders an, inklusive einer Spende von 400 Euro nahmen Janet Breier und ihre Ehrenamtlichen einen Scheck über 2500 Euro entgegen.

Auch Marktleiter Dennis Kokoska zeigte sich zufrieden.Lilo Wanders kassierte mit einem ständigen Lächeln. Sie ist eine Kunstfigur: Schickes rosa Bouclékostüm, rote Pumps, perfektes Make-up – so kennt man sie aus Fernsehen und Illustrierten – oder eben an der Kasse im Dienste der Diakonie. mbu

Tag der offenen Orgelbank am 29. September 2019 in Wunstorf

In fünfzehn Städten in Niedersachsen laden die Orgelakademie Stade e.V. und VISION KIRCHENMUSIK zusammen mit den örtlichen Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusikern am Sonntag, 29. September 2019, erstmals zum Tag der offenen Orgelbank ein. Jugendliche und Erwachsene, die bereits Vorkenntnisse auf einem Tasteninstrument haben, können unter professioneller Anleitung selbst das Spielen auf einer Orgel ausprobieren. „Mit dem neuen Schnupperformat möchten wir die Möglichkeit geben, die Orgel und ihre faszinierende Klangwelt über das eigene Musizieren kennenzulernen,“ sagt Silke Lindenschmidt von VISION KIRCHENMUSIK.

In Wunstorf öffnet Stifts- und Kreiskantorin Claudia Wortmann zwischen 11.15 und 13 Uhrdie Orgelbank der Stiftskirche. Hier können Besucherinnen und Besucher die historische Eduard-Meyer-Orgel von 1859 mit ihren rund 2400 Pfeifen in 37 Registern zum Klingen bringen.

Interessierte können beliebige Musikstücke an diesem Tag auf der Orgel ausprobieren. Die Kirchenmusikerin oder der Kirchenmusiker vor Ort werden dann zeigen, wie diese Musik auf der Orgel umgesetzt werden kann. „Der Schwierigkeitsgrad spielt dabei keine Rolle. Auch Anfängerinnen und Anfänger mit wenigen Vorkenntnissen sind herzlich willkommen!“. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Mitbringen sollte man dicke Socken oder saubere Schuhe mit glatter Ledersohle. Nähere Informationen gibt es unter www.offene-orgelbank.de.

Der Tag der offenen Orgelbank wird unterstützt von „Hoch empor. Orgeln in Niedersachsen“, einer gemeinsamen Initiative vom Musikland Niedersachsen und dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur anlässlich des Arp Schnitger-Jubiläumsjahrs 2019.

Weltkulturerbe Orgel

2017 wurden der deutsche Orgelbau und die Orgelmusik zum Weltkulturerbe ernannt. Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers verfügt über eine Orgellandschaft von international herausragender Bedeutung. So finden sich z.B. im Norden und Nordwesten der Landeskirche Instrumente des weltweit bekannten Orgelbaumeisters Arp Schnitger (1648-1719). Vom Harz bis ans Meer gibt es insgesamt über 2.000 Orgeln. Etwa die Hälfte ist älter als 100 Jahre und gilt damit als „Denkmalorgel“.

Symphonische Herbstklänge

Klassische Sinfonien zur Jagd

Bach - Haydn - Gossec

Samstag, 3. November  Stiftskirche Wunstorf

Festlicher Hörnerklang und klassische Musik verbinden sich zu einem besonderen Konzerterlebnis. „Symphonische Herbstklänge“ nennt Dirigent Claus-Ulrich Heinke das symphonische Konzert, das dem traditionellen Hubertus-Gedenken einen eigenen musikalischen Akzent verleiht. Es findet statt am Samstag, den 3. November um 20.00 Uhr in der Stiftskirche Wunstorf.

Viele große Meister der Klassik haben sich von dem Thema „Jagd“ inspirieren lassen und wunderschöne Musiken komponiert. Einige davon stehen auf dem Programm des Konzertes. Von J. Haydn erklingt die klangvolle Symphonie Nr. 73, deren letzter Satz mit „La chasse-Die Jagd“ überschrieben ist. Mozarts Zeitgenosse F. J. Gossec schreibt ebenfalls eine Symphonie gleichen Namens. Und auch Johann Strauß lässt es jagdlich unterhaltsam galoppieren.

Von besonderer Schönheit sind die Arien, die J. S. Bach in seiner sogenannten Jagdkantate für die Sopranistin geschrieben hat. Darunter die anrührende Arie „Schafe können sicher weiden“.

Antonia Radneva ist dabei die Solistin. Die Sängerin ist als lyrischer Sopran sowohl auf Opernbühnen wie auch auf dem Konzertpodium erfolgreich. Man konnte sie schon mehrfach bei den traditionellen Konzerten der SingAkademie Niedersachsen im Kloster Mariensee mit Claus-Ulrich Heinke als Dirigenten erleben.

Nach Wunstorf kommt er jetzt mit dem Philharmonischen Kammerorchester Wernigerode.

Im Programm wird es noch einen besonderen Akzent geben. Die Christusbegegnung der Hubertuslegende wird in neuer Weise erzählt werden. Erzählerin ist Heidrun Heinke.

Und eine weitere Farbe bekommt das Konzert durch den Auftritt des Bläsercorps der Jägerschaft Neustadt/Rbg. Die Bläser werden das Konzert einleiten und auch bei der Erzählung der Hubertuslegende musikalisch mitwirken.

Vorverkauf in Wunstorf beim Bücherparadies, Südstraße 5 und in Neustadt bei Buchhandlung Biermann, Wunstorferstraße 4.

Per Email über vorverkauf@singakademie-niedersachsen.de

Stipendium der Landeskirche für Orgelschüler im Sprengel Hannover

Am 4. Juli 2015 fand eine Feierstunde anlässlich der Vergabe des Orgelstipendiums der Landeskirche Hannover an Orgelschüler aus dem Sprengel Hannover in der  Matthias-Claudius-Kirche in Hannover Langenhagen statt.

Aus unserem KK Neustadt-Wunstorf hat diesem Jahr Tim Wagner, 16, aus Wunstorf ein Stipendium bekommen.Tim Wagner ist Orgelschüler von Stift-und Kreiskantorin Claudia Wortmann in Wunstorf.  Bei der Veranstaltung hat Brian Radins aus Neustadt, ebenso ein Schüler von Claudia Wortmann, die Feierstunde musikalisch mit ausgestaltet.

In den letzten vier Jahren sind sieben Stipendien der Landeskirche an Schüler von Kantorin Wortmann vergeben worden.

Wir freuen uns über die rege Nachfrage nach Orgelunterricht bei unserer Stifts- und Kreiskantorin  Claudia Wortmann, sodass die Zukunft der Ausbildung nebenamtlicher Organisten gewährleistet ist.

Spenden, Advent, Weihnachten

Advents- und Weihnachtszeit ist Spendenzeit. Die Spendenbereitschaft der Deutschen ist so hoch wie zu keiner anderen Jahreszeit. Wie das Schenken gehört für viele auch das Spenden zu Weihnachten dazu!

Weihnachten ist das Fest der Liebe und der Überraschungen. Geschenke gehören dazu wie Weihnachtsbaum, Christstollen oder auch strahlende Kinderaugen. Wir freuen uns darüber Wünsche erfüllen zu können. Aber das ist bei Weitem nicht alles!

Ich bin froh, dass es Weihnachten so als Fest der Liebe gibt. Zumindest dort, wo es nicht nur für materiellen Rausch genutzt wird.  Die Botschaft der Bibel erinnert daran, dass es an Weihnachten auch noch um eine andere Liebe geht: Die Liebe, die Gott uns überraschender Weise im „Kind in der Krippe“ schenkt. Erst dann wird Weihnachten wirklich zum Fest der Liebe, wenn wir auch an die Liebe Gottes denken. Es ist schön, dass das diese Liebe uns an unsere Verantwortung für unsere Mitmenschen erinnert. Es ist schön, wenn Menschen etwas spenden und damit etwas für andere tun. Darum mein Vorschlag: Spenden verschenken. Davon haben  auch diejenigen etwas, die unsere Hilfe wirklich dringend gebrauchen. Gibt es etwas Besseres, als so Hoffnung zu schenken?  Widmen wir also unsere Weihnachtsspende den Menschen, die in Deutschland und weltweit darauf angewiesen sind. Es gibt viele Möglichkeiten zu helfen-, übrigens auch indem wir einfach nur etwas von unserer Zeit für andere spenden!

Michael Hagen

Spatenstich für Neubau des diakonisch-kirchlichen Zentrums

Wunstorf. Die St. Johannes Kirchengemeinde in Wunstorf hat nach vier Jahren bald wieder ein Dach über dem Kopf: Fast 1000 Tage nach der Entwidmung des Gemeindezentrums St. Johannes gab es in dieser Woche den symbolischen ersten Spatenstich für einen 1,9 Millionen Euro kostenden, 650 Quadratmeter großen Neubau in der Barne – einem sozialen Brennpunkt der Stadt.

Mehr als 300 Menschen aus Kirchengemeinde, der Stadt und den Vereinen jubelten und feierten mit. Es wird kein sakraler Bau, der neben der Kindertagesstätte an der Albrecht-Dürer-Straße entsteht. „Wir schaffen etwas Einmaliges im Kirchenkreis, ein diakonisch-kirchliches Zentrum“, sagte Superintendent Michael Hagen.

Neben der Gemeinde St. Johannes ziehen die Sozialstation, der Tagestreff für Wohnungslose und die Beratungsstellen des Diakonieverbundes ein. Architekt Klaus Haake sagte, dass sich der Gemeindesaal, der gleichzeitig als Gottesdienstraum genutzt wird, sich in „sakraler Bauweise“ von den anderen Räumen sehr abhebt.

Bauherr und größter Geldgeber für das Projekt ist der Kirchenkreis, der für seinen Anteil von 1,2 Millionen Euro ein Darlehen über 550000 Euro aufnehmen muss. „Das ist schon was einmaliges in unserer Landeskirche“, sagte Superintendent Hagen. Die Gemeinde bringt ihr Grundstück ein, die Landeskirche zahlt 285000 Euro, die Diakonie 150000 Euro.

Für die Kirchengemeinde endet im Herbst 2015 bei Neubezug des Gebäudes eine insgesamt vierjährige Zeit ohne Dach über den Kopf. Doch geschadet hat das der Gemeinde nicht. Im Gegenteil: „Viele Ehrenamtliche, die wenig mit der Kirche zu tun hatten, engagieren sich nun bei uns,“ sagt Pastor Claus-Carsten Möller.

mbu/Foto: Buchholz

Seelsorgechat

In einer Zeit zunehmender Isolierung wird der Austausch über Ängste und Sorgen wichtiger denn je. Darum hat die chatseelsorge ihr Angebot erweitert: In der kommenden Woche können Sie den Chat mit ausgebildeten Seelsorgern und der Möglichkeit zum kirchlich moderierten Einzel- und Gruppenchat am Montag bis Freitag von 20-22 Uhr, erreichen. www.chatseelsorge.de

In der Chatseelsorge arbeiten aus dem Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf Pastor Thomas Gleitz, Pastorin Astrid Hoidis und Studentin Isabelle Willemsen schon länger mit. Pastorin Franziska Oberheide, Pastorin Susanne von Stemm, Pastorin Ina Schaede  und Pastorin Nikola Lenke werden dazu beitragen, die neuen Chatzeiten mit Leben zu füllen.

Der Chat ist für Benutzer kostenlos und kann völlig anonym genutzt werden. Wahlweise können Sie sich auch einen nickname wählen, unter dem Sie für die Chatgemeinde erkennbar sind. Im Chat ist es üblich, sich zu Duzen.

Seelsorge im Kirchenkreis wird gestärkt

Pastoren übernehmen Aufgaben im Neustädter Krankenhaus und in Wunstorfer Pflegeeinrichtungen

Neustadt/Wunstorf. Die drei Geistlichen Astrid Hoidis aus Wunstorf, Friedrich Kanjahn aus Schneeren sowie Hartmut Peters aus Poggenhagen übernehmen neue Aufgaben im Kirchenkreis.

Hartmut Peters
Pastor Hartmut Peters freut sich darauf, zusätzlich zu seiner pastoralen Arbeit in den Kirchengemeinden Poggenhagen und Bordenau im Haus Johannes und im Haus am Bürgerpark in Wunstorf im Umfang einer Viertelstelle tätig zu werden.
Friedrich Kanjahn
Pastor Friedrich Kanjahn übernimmt vom 1. Februar an neben seiner Pastorenstelle in Mardorf und Schneeren eine Viertelstelle für Seelsorge für Menschen mit Suchtproblemen im Klinikum Wunstorf, verbunden mit der Seelsorge in den sozial-psychiatrischen Pflegeheimen in Schneeren.
Astrid Hoidis
Pastorin Astrid Hodis wird von zukünftig mit einem Stellenanteil für die Seelsorge im Krankenhaus Neustadt zuständig sein. Die Theologin ist seit 2007 Krankenhausseelsorgerin in der Psychiatrie Wunstorf.

Schöpfung bewahren/ökologisch fahren - Männerkreis der Stifts-Kirchengemeinde lädt ein

Im Rahmen der alljährlichen Männerkreisfreizeit ging es im Frühjahr um ökologische Themen. Eines davon nimmt nun konkrete Gestalt an: Die Initiative zur Entwicklung eines neue Verkehrskonzeptes für Wunstorf.

Der Männerkreis der Stifts-Kirchengemiende lädt Sie herzlich zu unserer Auftaktveranstaltung „Schöpfung bewahren/ökologisch fahren“ am Donnerstag, 29. August, 19:30 Uhr ins Gemeindehaus an der Stiftskirche ein.

Es sollen erste Ideen für die Zukunft und Stärkung des Rad- und Fußverkehrs in Wunstorf nach der Inbetriebnahme der Nordumgehung erörtert und diskutiert werden. Nach Meinung des Männerkreises der Stifts-Kirchengemeinde ist das derzeitige Verkehrskonzept zu autolastig.

Durch gezielte Maßnahmen wie Ausbau des Fahrradwegenetzes mit Erhöhung der Verkehrssicherheit, weiteren Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und Neuordnung von Verkehrsräumen sind bereits jetzt Verbesserungen möglich. 

Ein absehbarer Anlass zur Umgestaltung des Verkehrsraumes mit Einstieg in die Verkehrswende ist der geplante Bau der Umgehungsstraße. Hierauf muss schon jetzt reagiert und ein zukunftsfähiges Konzept im breiten Konsens entwickelt, geplant und schrittweise umgesetzt werden.

Wir würden uns freuen Sie oder einen Vertreter bei der Veranstaltung begrüßen zu können. Dauer der Veranstaltung ca. 2 Stunden.

Schließung des Kirchenamtes

In Absprache mit dem Kirchenamtsausschuss und dem Kirchenkreisvorstand des Kirchenkreisvorstandes sind die Mitarbeitenden vom 19.03.-17.04.2020 von der Verpflichtung zur Anwesenheit in der Dienststätte entbunden. Es wird eine Kernbesetzung geben. Viele erreichen Sie über die Ihnen bekannten Telefonnummern und E-Mail-Adressen  im Home-Office, sofern es eingerichtet werden konnte.

Wichtig: Es ist sichergestellt, dass die wichtigsten Rechnungen bezahlt werden und die Mitarbeitenden ihre Vergütungen bzw. Besoldungen erhalten. Auch sonst wird versucht, den Service soweit möglich aufrecht zu erhalten.

Außentermine und Sitzungen werden nicht wahrgenommen. Alle Veranstaltungen wie z.B. Umsatzsteuer oder Doppik sind abgesagt. Bitte haben Sie Verständnis dafür.

Ich werde Sie regelmäßig über den aktuellen Sachstand informieren. Für Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung.

Ich grüße Sie alle herzlich und hoffe, dass Sie alle gesund bleiben. Seien Sie alle behütet!

Mit freundlichen Grüßen

 

Andrea Furche

Oberkirchenrätin

Leiterin des Kirchenamtes

 

Ev.-luth. Kirchenamt in Wunstorf

Stiftsstr. 5

31515 Wunstorf

Telefon: 05031/778-100

Telefax: 05031/778-333

E-Mail: Andrea.Furche@evlka.de

www.kirchenamt-wunstorf.de

Religionspädagogischer Fachtag in Loccum

Der ev. Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf hat am 14.7.2015 seinen dritten rel. päd. Fachtag für seine 10 ev. Kindertagesstätten in der Akademie Loccum durchgeführt.

Am Beginn stand die Begrüßung von Frau Brückner als päd. Leitung, daran folgte eine Andacht, gehalten von Herrn Sup.Hagen.

Frau Kunze-Beiküfner, Theologin und Dozentin am PTI Drübeck hielt das Eingangsreferat mit dem Thema: „Das Kind im Mittelpunkt religionspädagogischer Arbeit“

Im Laufe des Vormittages arbeiteten die päd. Mitarbeiter/innen in 7 Workshops zu den Themen:

  • Theologisieren mit Kindern
  • Spüren was geschieht – Bibelgeschichten als Rückengeschichten
  • Kind und Familie – veränderte Familienstruktur
  • Beten und segnen im Alltag
  • Abraham – eine Geschichte vom Segen, die Kinder stark macht
  • Was singen wir?
  • Religiöse Bildung in der Krippe

Nach der Mittagspause wurde in den eigenen Kita- Teams zu dem Thema gearbeitet, ausgetauscht und geplant.

Alle sind gestärkt, glücklich und motiviert am späten Nachmittag nach dem Reisesegen nach Hause gefahren.

17 Erzieherinnen erlebten z.B. in dem Workshop „Spüren, was geschieht“ mit Lissy Weidner vom RPI Loccum, wie biblische Geschichten als Rückengeschichten erzählt und gespürt werden können. Während der langsamen Erzählung spiegeln Bewegungen mit den Händen auf dem Rücken der Partnerin die jeweilige Bewegung und Grundstimmung eines Bibeltextes wider; zur Wahrnehmung über den Hörsinn kommt die über den Spürsinn hinzu. Dass diese Art zu erzählen sich auch gut für Kinder mit Einschränkungen in der Wahrnehmung eignet, wurde schnell deutlich, zumal eine Geschichte auch immer zweimal erzählt werden muss, damit jedes Kind einmal in den Genuss des Spürens kommt.

Doch auch die erwachsenen Fachkräfte stellten fest, wie ein spürendes Hören die Konzentration verändert und die emotionale Ebene eines Bibeltextes zum Klingen bringen kann. Vier verschiedene Erzählvorschläge für Kinder von der Krippe bis zum Hort nahmen sie mit nach Hause.

Regionalbischöfin ermutigt zu Absagen von Gottesdiensten

Umgang mit Corona-Virus im kirchlichen Leben

Hannover. Regionalbischöfin Dr. Petra Bahr ruft die Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen im Sprengel Hannover auf, die landeskirchlichen Empfehlungen, die seit Freitagmittag auch die Absage von Gottesdiensten bis zum 19. April vorsehen, vollumfänglich zu berücksichtigen.

Regionalbischöfin Bahr sagt: „Alle empfohlenen Maßnahmen dienen dazu, diejenigen zu schützen, die besonders gefährdet sind. Es gilt diese Verantwortung ernst zu nehmen und beherzt Entscheidungen herbeizuführen. Dazu möchte ich die Verantwortlichen in den Kirchengemeinden ermutigen. Auch wenn es weh tut, gut geplante Veranstaltungen abzusagen, das religiöse Leben wird nicht zum Erliegen kommen. Erfindergeist ist gefragt. Manche Not lehrt nicht nur beten, sondern macht auch kreativ. Nahe bei den Menschen zu sein, ist keine Frage des Körperabstandes, sondern erweist sich in der Pflege unserer sozialen Beziehungen. Lasst uns daher aufeinander achten und aufmerksam sein für die, die Hilfe brauchen – das geht auch per Telefon, Chat oder die gute alte Postkarte. Die seelsorgerliche Begleitung in den Kirchengemeinden bleibt auch unter den aktuellen Bedingungen herausfordernd wie eh und je.“

Grundsätzlich gelten für alle Kirchengemeinden, Kirchenkreise und Einrichtungen die Vorgaben und die Empfehlungen der staatlichen und kommunalen Behörden. Konkrete Entscheidungen treffen Pfarramt und Kirchenvorstand, Kirchenkreisvorstand und die Leitungen der Einrichtungen.

Die Landeskirche empfiehlt den Gemeinden, zu den Gottesdienstzeiten die Glocken zu läuten, um zum Gebet und zu Hausandachten einzuladen. Sofern es den Gemeinden möglich ist, sollen die Kirchen für persönliches Gebet und Andacht offengehalten werden.

Weitere Hinweise zu Taufen, Trauungen und Beerdigungen, Freizeiten, Kindertagesstätten und anderem sind zentral auf der Homepage www.landeskirche-hannovers.de zusammengestellt, die kontinuierlich aktualisiert wird.

Der evangelisch-lutherische Sprengel Hannover ist die in 9 Kirchenkreise gegliederte Kirchenregion in und um die Landeshauptstadt Hannover mit rund 510.000 Kirchenmitgliedern. Regionalbischöfin Dr. Petra Bahr leitet den Sprengel seit dem Jahr 2017.

Hilfe konkret: Hotline des Diakonischen Werkes Hannover

Die Diakonie in Hannover hat eine Hotline eingerichtet, um Helfende und Hilfesuchende in geeigneter Weise zusammenzubringen. „Wir müssen neben dem Selbstschutz auch an die denken, die auf Unterstützung angewiesen sind. Viele andere sind wiederrum bereit, anderen aus ihrem Quartier etwas mitzubringen“, sagt Diakoniepastor Rainer Müller-Brandes, Leiter des Diakonischen Werkes Hannover.

So könnten Freiwillige für Nachbarn Einkäufe oder benötigte Rezepte vom Arzt und Medikamente aus der Apotheke mitbringen. Ehrenamtliche Mitarbeitende im Diakonischen Werk und in den Kirchengemeinden könnten zudem notwendige Botendienste übernehmen.

Unter der Hotline 0511 /3687-108 oder per Mail hilfe@dw-h.de können sich freiwillig Helfende und Hilfesuchende melden.

Reformationsjubiläum: brasilianisch-deutsch

Pastorinnen und Pastoren der Luth. Kirche Brasiliens besuchen das Ursprungsland der Reformation

Wittenberg, 25.08.2017: „Ihr wundert euch bestimmt, warum die Lutherrose auf unseren T-Shirts ganz andere Farben hat“, sagt Pastor Marcos Bechert, Personalreferent der Ev. Kirche lutherischen Bekenntnisses in Brasilien (IECLB). „Zum Reformationsjubiläum haben wir sie sozusagen ins Brasilianische übersetzt. Schaut, das Kreuz in der Mitte ist hier weiß, in der Farbe des Friedens, und natürlich auch als Hinweis auf die Auferstehung.“ Er legt das weiße Kreuz in die Mitte der zur Morgenandacht im „Himmelszelt“ des Lutherischen Weltbunds versammelten Runde. Und nach und nach wird die Rose vervollständigt, in den brasilianischen Farben. So sind z. B. die Blütenblätter blau, hinterlegt mit Fotos aus dem kirchlichen Leben. In der Runde sitzt die deutsch-brasilianische Gruppe, die 2 ½ Tage lang das Programm im Zelt gestaltet. Vor allem das Singen im südamerikanischen Rhythmus zieht Gäste an, die sich die Weltausstellung in Wittenberg ansehen.

18 Pastorinnen und Pastoren der IECLB haben die Einladung des Pastoralkollegs Loccum angenommen, im Jahr des Reformationsjubiläums nach Deutschland zu kommen. Es handelt sich um den Gegenbesuch der Reise nach Brasilien, die das Pastoralkolleg 2015 durchführte. Die Teilnehmenden der damaligen Reise werden zu Gastgebern, die die brasilianischen Kollegen und Kolleginnen begleiten und auch ein Wochenende lang in die je eigene Gemeinde einladen. „Convivencia“, „das Leben teilen“ ist das Schlüsselwort, das das gemeinsame Erleben am deutlichsten benennt.

Die Gäste sind neugierig darauf, wie das 500-jährige Jubiläum im Ursprungsland der Reformation gefeiert wird. Ein Vortrag in der EKD, die Besichtigung der Wartburg und Erkundungen in Wittenberg geben erste Antworten.

„Wie reagiert ihr auf zunehmende Säkularisierung?“ Diese Frage wird aufgeworfen besonders beim Besuch des Berliner Missionswerks. Die Gäste staunen über die vielfältigen diakonischen Aktivitäten, über das Engagement vieler Ehrenamtlicher z.B. in der Berliner Stadtmission, stellen aber auch kritische Fragen: „Erreicht ihr mit eurer kirchlichen Kultur, mit eurer Art, Gottesdienste zu feiern, die Herzen der Menschen?“ Vertieft wird dieses Gespräch im Ev. Zentrum für Predigtkultur. Dabei wurden Möglichkeiten erörtert, mit anderen sprachlichen und musikalischen Mitteln Menschen aus eher kirchenfernen Milieus zu erreichen.“Wir wünschen euch ein ähnlich starkes auch ehrenamtliches Engagement bei Gottesdiensten und im Gemeindeleben, wie wir es in der Diakonie wahrnehmen!“, das war der einmütige Wunsch der brasilianischen Kollegen und Kolleginnen.

Umgekehrt möchten die deutschen Gastgeber wissen, wie die lutherische Kirche auf die aktuelle politische Situation in Brasilien reagiert. Und sie erfahren, wir schwer es für Pastorinnen und Pastoren ist, kritisch Stellung zu beziehen. „Die Medien machen Stimmung und die meisten glauben ihnen“, sagt Pastorin Ruth Musskopf aus Porto Alegre, „und wer hinterfragt, wird schnell in die „linke Ecke“ gedrängt, auch von unseren Gemeindemitgliedern, die zu einem Großteil der brasilianischen Mittelschicht angehören.“ Und Gilciney Tetzner, Superintendent in Vale do Taquari, ergänzt: „Die demokratisch gewählte Präsidentin Dilma Roussef wurde zu Unrecht abgesetzt in einem Moment, als die alte Oligarchie fürchtete, gänzlich ihre Macht zu verlieren. Es war eine Hetzkampagne, und für uns als Minderheitenkirche ist es nicht leicht, die Stimme zu erheben.“

Knapp 1 Mio. Mitglieder hat die IECLB, die meisten sind Nachfahren deutscher Einwanderer. Die Zahl entspricht ca. 0,5% der brasilianischen Bevölkerung. Die meisten Gemeinden befinden sich im Süden des Landes. Aus des 18 Kirchenkreisen ist je ein Vertreter, eine Vertreterin unter den Gästen.

Die Idee zu diesem Austausch entstand im Gespräch zwischen dem Pastoralkolleg Loccum und dem Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf, der seit langem eine lebendige Partnerschaft mit dem Kirchenkreis Uruguai in Südbrasilien pflegt. „Wir haben erlebt, wie die direkte Begegnung, das Kennenlernen vor Ort, das Teilen des Alltags, uns gegenseitig stärken“, sagt Superintendent Michael Hagen. „Da kam die Idee auf, dass auch Pastorinnen und Pastoren unserer Landeskirche solch eine Chance haben sollten. Und bei dem Besuch 2015 konnten wir die Einladung zum Gegenbesuch aussprechen.“

Bei solch einem für manche einmaligen Besuch in Deutschland konnte die Hauptstadt natürlich nicht fehlen, und auch ein Besuch in Hamburg, in der Missionsakademie und im Michel, waren eingeplant. Als Dank für die Gastfreundschaft wurden immer wieder schwungvolle Lieder angestimmt, und auch bei Wartezeiten auf Bahnhöfen und an Bushaltestellen wurde mal eben schnell noch die Gitarre ausgepackt.

„Cantai ao Senhor“, „Ich sing dir mein Lied“, war der Schlager der deutsch-brasilianischen Gruppe. Dieses Lied fehlte dann auch nicht im Abschlussgottesdienst in der Kreuzkirche in Hannover, in dem Bischof Meister die Predigt hielt. So wurde gemeinsam Gott gedankt, auch für diese intensiv erlebte gemeinsame Zeit!

Doris Jäger

Reformation als Musical: Kirchenkreis stellt Projektassistent ein

Neustadt/Wunstorf. Martin Luthers 95 Thesen bald als Musical: Ende Mai findet in der Liebfrauenkirche in Neustadt die Uraufführung des Reformationsmusicals statt, das die Kreiskantorin des Kirchenkreises Neustadt-Wunstorf Birgit Pape zurzeit komponiert. Aus Originalschriften sucht sie passende Lutherzitate, die zur Gründung der Evangelisch-lutherischen Kirche dienten. Das musikalische Großprojekt soll später an Schulen aufgeführt werden. Die Kirchenmusiker der Kirchenkreise Grafschaft-Schaumburg, Nienburg sowie der Schaumburg-Lippischen Landeskirche nehmen die Kompositionen Papes als Grundlage für Ihre eigenen Musicals.

Damit die Koordination mit den Schulen und Einrichtungen in guten Bahnen verläuft, haben die Kirchenkreise bis Ende 2017 einen Projektassistenten mit 35 Stunden pro Woche an die Seite von Birgit Pape gestellt. Der studierte Kulturmanager Feliks Oldewage, der aus Wölpinghausen stammt, war bisher in Russland bei einem Musikprojekt tätig. Neben den Kirchenkreisen sind weitere Geldgeber: die Landeskirche Hannovers, die Landeskirche Schaumburg-Lippe, die Klosterkammer in Hannover sowie örtliche Stiftungen wie die Schaumburger Landschaft, die Neuhoff-Fricke-Stiftung, die Calenberg-Grubenhagensche Landschaft und die Hoya-Diepholz´sche Landschaft. „Immerhin kostet das Projekt einen sechsstelligen Betrag“, sagt Superintendent Michael Hagen.

Zwischen März 2016 und November 2017 werden sich Kinder und Jugendliche aus den Kirchenkreisen unter professioneller Anleitung musikalisch-künstlerisch mit der Reformation und dem Leben zu damaliger Zeit auseinandersetzen. Ziel ist, das Anliegen des Reformationsgedenkens so auf musikalischem Wege einem großen Kreis junger Menschen bekannt zu machen. So, wie einst Luthers Ideen sich durch seine Choräle in Windeseile in allen deutschen Landen verbreiteten.

Vor den Herbstferien 2017 sollen in allen teilnehmenden Kirchenkreisen Aufführungen des Musicals stattfinden, professionelle Musiker unterstützen sie. Am 31. Oktober 2017 jährt sich zum 500. Mal die Veröffentlichung der 95 Thesen Martin Luthers.

Qualitätsentwicklung abgeschlossen?

Das Qualitätsentwickluingsteam (QE) der Stifts-Kirchengemeinde hat einen zweijährigen Kurs abgeschlossen. Begleitet durch ein Beraterteam der Landeskirche wurden Werkzeuge erlernt, um die Organisation der Kirchengemeinde zu verbessern. Was in der Wirtschaft vielen geläufig ist, wurde sorgfältig auf auf zwischenmenschliche Beziehungsarbeit heruntergebrochen. So wurde in einer Kundenpfadanalyse der Weg von der Taufanmeldung bis zum Taufgottesdienst verfolgt und analysiert, wie enstehende Fragen optimal beantwortet werden können. In einem ständigen Wechsel zwischen Öffentlcihekit und Diskussion im Team und im Kirchenvorstand ist ein Leitbild entstanden. Dadurch hat auch der Kirchenvorstand neu über inhaltliche Schwrpunktsetzungen nachdenken müssen und dürfen. Die Tätigkeit einiger Ehrenamtlicher wurde detailliert beschrieben. Dabei konnten kleinere Defizite in der Bereitstellung von Material und Räumlcihkeiten gleich behoben werden. Am Ende sind für den gewählten  Arbeitsschwerpunkt Büroorganisation zahlreiche Ablaufdiagramme entstanden, die detailliert beschreiben, wie die einzelnen Arbeitsschritte idealerweise durchgeführt werden. Auch hier war der Wechsel zwischen der Diskussion im Team und mit der Gemeindesekretärin hilfreich. So konnten durch den Prozess einige Schritte duetlich effektiver organisiert werden. Im QE-Team arbeiteten neben Gabie Gierke und Pastor Thomas Gleitz vom Krichenvorstand auch Elke Johannsmeier und Heike Zeymer mit. Letztere haben durch ihren Blick von außen viele hilfreiche Denkanstöße gegeben und die Arbeit dadurch so erfolgreich gemacht. Am Wochenende hat das Team seine Ergebnisse erfolgreich in Hannover vor einem Publikum aus der Landeskiche präsentiert. Der begleitete Ausbildungsdurchgang ist damit abgeschlossen. Mit anderen Teams aus dem Kurs war man sich arber einige, dass nun die Arbeit erst beginnt. Mit dem erlernten Handwerkszeug sollen nun weitere Arbeitsfelder in der Gemeinde auf ihre Abläufe untersucht werden. Pastor Thomas Gleitz: „Auch wenn wir mit unserer Arbeit keien Profit machen, müssen wir doch mit den zur Verfügung stehenden Mitarbeiterstunden bei Ehren- und Hauptamtlichen sorgsam umgehen. Nur so können wir als Gemeinde unsere Arbeit für Seelsorge und Verkündigung erfolgreich umsetzen.“ Im Herbst beginnt in der Landeskirche ein neuer Kurs, interessierte Kirchengemeinden können sich schon jetzt im Haus kirchlicher Dienste dafür anmelden.  Auch das Team der Stifts-Kirchengemeinde freut sich über weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Projekt Kurze Wege wird volljährig, aber bleibt jugendlich

Der beliebte Kinder- und Jugendtreff in der Wunstorfer Barne feiert seinen 18. Geburtstag

Wunstorf. „Mit 18“ – mit diesem Lied besingt Marius Müller-Westernhagen die Freiheit der Volljährigkeit. Auch das Projekt Kurze Wege in Wunstorf feiert nun seine Volljährigkeit, Freiheit für Jugendliche gab es hier aber schon immer. Die große Party zum 18. Geburtstag steigt am Sonnabend, 1. September, von 15 bis 18 Uhr im Laden, Barnestraße 52.

Der damalige Diakon der St.-Johannes-Gemeinde, Thomas Schlichting, hatte vor 18 Jahren den Kinder- und Jugendtreff aus der Taufe gehoben. Zusammen mit Student Stephan Kuckuck hatten die beiden die Idee: „Wir müssen und wollen uns um die Jugendlichen in der Barne, ein sozialer Brennpunkt, kümmern.“ Schlichting, der seit gut drei Jahren als Geschäftsführer der Heinrich-Dammann-Stiftung tätig ist, baute ein Netzwerk zwischen Kommune und Kirche und vielen privaten Sponsoren und Förderern auf. Stephan Kuckuck setzte sich immer wieder zu den Jugendliche auf den Barneplatz und lud zum Jugendtreff ein als offenes Zuhause im Gemeindezentrum.

Mit dem Abriss des alten Gemeindezentrums wurde die Kurze-Wege-Familie 2011 obdachlos. „Das war ein großer Einbruch“, sagt der Diplom-Pädagoge Stephan Kuckuck, der dem Projekt 2012 mit seinen Helfern wieder neues Leben einhauchen musste. Seitdem haben Kuckuck und sein Team einen Lauf: am1. September 2011 übernahm der Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf die Trägerschaft. Zahlreiche regelmäßige Angebote sind im Laufe der Jahre hinzugekommen. Außer offenen Treffs gibt es unter anderem Schülercafé, Mädchenzeit, Tanz und Breakdance.

Seit sechs Jahren ist das Projekt in einem Laden an der Barnestraße beheimatet. „Und hier hat sich ganz viel entwickelt“, erzählt Kuckuck: „Das neue Zuhause bietet alles, was ein Jugendtreff benötigt: ideale Räumlichkeiten und genügend Lagerraum.“ Und Personal: seit März 2016 ist Pädagogin Nicole Brickwedel mit dabei. Zudem kommen viele Helfer, Teamer und rund 50 Praktikanten, die in den vergangenen Jahren im Laden mitarbeiteten. Mit dem Projekt groß geworden ist Sergej Lutz. „Wir haben uns früher im Keller versteckt und nacheinander im Internet gesurft und heimlich geraucht“,  sagt er. Seit 2007 gehört er zum Team.

Das Projekt hat sich immer weiter entwickelt. Die Zielgruppen haben sich verändert, Inklusion spiele eine wichtige Rolle. Für die Besucher hat sich Stephan Kuckuck, den die meisten „Kucki“ nennen, zum Onkel, Vater oder Großvater gemausert. Und für die Zukunft hat sich Kuckuck viel vorgenommen: „Freiraum für Jugendliche schaffen, und nicht alt werden, sondern jung bleiben“.
Text und Foto: Marcus Buchholz

Polessje-Elegie – Das verlorene Land

Bilder aus der Tschernobyl-Sperrzone

von Hermann Buß, Leer
„Und dann beginnt die Sperrzone. Die gleichen Dörfer wie auf dem Weg dorthin – nur 30 Jahre menschenlos. So wenig gewaltsam diese Architektur der Häuser sich in ihre Umge-
bung eingefügt hat, so zieht sie sich auch in sie wieder zurück. Die Rückeroberung durch die Natur scheint sich merkwürdig friedlich zu vollziehen. Ein langes stilles Sterben  menschlicher Zivilisation … Mein Thema ist die Aufl ösung der einst so gelungenen maßvollen Synthese zwischen Mensch, Architektur und Natur. Die Würde all dessen und deren Verlust auf ewige Zeit. Klagebilder über etwas, was unbeschreiblich ist, und von dem man sich ‚gar kein Bild‘ machen kann …  So würde ich diese Bilderreihe Polessje-Elegie nennen wollen.“ (Hermann Buß – aus dem Reisebericht von 2017)
Die großformatigen Bilder zeigen mit künstlerischen Mitteln, wie die Tschernobyl-Katastrophe vom 26. April 1986 das Land und die Menschen verändert hat. Sie erinnern uns an die „not-wendende“ Hilfe, wie sie z. B. die landeskirchliche Arbeitsgemeinschaft „Hilfe für Tschernobyl-Kinder“ in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers leistet. Gleichzeitig bringen sie uns einen vergessenen europäischen Nachbarn näher und machen uns neugierig auf neue Begegnungen.

TERMINE ZUR AUSSTELLUNG:

Eröff nung und Einführung:

01. März 2020, 11.00 Uhr
Gottesdienst mit anschließender Vernissage, Gespräch mit dem Künstler Hermann Buß

Mittwochs ab dem 26. Februar 2020 jeweils 18.00 Uhr

Passionsandachten zu ausgewählten Bildern der Ausstellung

Freitag, den 06. März & 20. März

Suppe im Saal mit Köstlichkeiten aus Weißrussland

Sonntag, den 08. März, 18.30 Uhr

Musik & Kulinarik aus Weißrussland

 

AUSSTELLUNGSORT:

Liebfrauen
An der Liebfrauenkirche 1
31535 Neustadt
www.liebfrauen-johannes.de
 
AUSSTELLUNGSDAUER:

26. Februar bis 25. März 2020

ÖFFNUNGSZEITEN:

Dienstag bis Freitag: 10.00–13.00 Uhr
Dienstag bis Donnerstag 14.00–17.00 Uhr
Sonntags 11.00–12.30 Uhr und auf Anfrage
Kontakt: 0511 1241-149 im Haus kirchlicher Dienste
Mehr zur Ausstellung und zum Künstler:
www.polessje-elegie.de | www.hermannbuss.info

Pfingsten 2019 in Bokeloh: Geburtstag der Kirche - Geburtstag des Dorfes

Gefüllt wie an Weihnachten war die Bokeloher Kirche "Zum Heiligen Kreuz" zum ökumenischen Familiengottesdienst der evangelischen und katholischen Gemeinden der Stadt Wunstorf am Pfingstmontag. Geistliche und Laien der insgesamt 8 Kirchengemeinden zogen zur festlichen Orgelmusik, gespielt von Tim Wagner, ein. Der Chor Dona La Pacem begeisterte und lud zum Mitsingen ein. Unter Mitwirkung der Kinderkonfirmanden des Butteramts wurde der Gottesdienst zu einem kurzweiligen, fröhlichen Ereignis. Einen Höhepunkt bildetet die Aktion BOKELOH, zu der alle Gottesdienstbesucher eingeladen wurden: Menschengruppen stellten die Buchstaben des Dorfnamens auf dem Platz vor der Kirche nach, was ein fröhliches Foto ergab. "So stelle ich mir Kirche und Dorfleben vor: Lebendig und bunt!" äußerte sich Renate Goslar vom Dorfladen Bokeloh und DRK zufrieden. Im Anschluss lud die Kirchengemeinde zu einem kleinen Fest mit allerlei Leckereien und Erfrischungsgetränken ein. Unterstützt wurde sie von anderen Bokeloher Vereinen, wie der Dorfjugend im Butteramt, dem DRK-Team und der katholischen Gemeinde. Auch die Kinder wurden mitbedacht: Das Bokeloher Kigo-Team srgte für Spiele und Bastelaktionen. "Mir hat die kurze Predigt besonders gut gefallen", sagte eine Gottesdienstbesucherin. Claus-Carsten Möller, Pastor von St. Johannes, hatte auf der Kanzel gesagt, dass das mit Jesus an Pfingsten so ist wie mit einem Grill, bei dem man die Kohlen am Glühen halten muss, wenn das Feuer erloschen ist. Und nun, da Jesus, das Licht der Welt, nicht mehr bei seiner Gemeinde ist, muss der Heilige Geist ordentlich pusten, um die Glut des Glaubens bei den Gläubigen zu erhalten. Diejenigen, die Zeit und Kraft in das gelungene Fest investiert hatten, gingen nach einer Abschlussandacht zufrieden nach Hause - auch das Wetter hatte mitgespielt!

Susanne v.Stemm

Pastorenteam kümmert sich um vier Kirchengemeinden

Rund 3600 Gemeindeglieder, 1,75 Pastorenstellen, drei Geistliche und vier Kirchengemeinden: das sind in aller Kürze die Fakten der pastoralen Versorgung von Otternhagen, Dudensen, Hagen und Eilvese. „Wir freuen uns sehr, für diese Kirchengemeinden eine gute Zukunft gestalten zu können“, sagt Superintendent Michael Hagen.

Zu den beiden im Kirchenkreis bekannten Pastoren Ulrike Dörries-Birkholz aus Otternhagen und Dirk Heuer, zukünftig in Hagen eingesetzt, kommt Riikka Hinkelmann. Die 37-lährige Pastorin übernimmt zum 1. Januar 2018 eine halbe Pastorenstelle mit Schwerpunkt in Eilvese, „sie wird gleichzeitig in Hagen und Dudensen mit aushelfen“, so Superintendent Hagen. Auch die anderen beiden Geistlichen werden ihre Schwerpunkte sowohl in Otternhagen als auch in Hagen und Dudensen haben, aber als Team zusammenarbeiten.

Die Kirchenvorstände der einzelnen Ortschaften schauen optimistisch in die Zukunft: „Es ist ein Umgewöhnungsprozess für Otternhagen, aber wir sind froh, dass unsere Pastorin bleibt“, sagt Patricia Schneider aus dem KV. Pastorin Ulrike Dörries-Birkholz stockt ihre Pfarrstelle von einer halben auf eine dreiviertel Stelle auf, so dass sie in Hagen und Dudensen mitarbeiten kann. „In Hagen, Dudensen und Nöpke wird es ein Lernprozess sein“, sagt Dieter Homann aus dem KV. Und die Eilveser freuen sich über ihre neue Pastorin: „Wir stehen dem Wechsel sehr offen gegenüber“, sagt Ellen Scharnhorst aus dem Kirchenvorstand.

Die Kirchengemeinden haben bereits einen Kirchengemeindeverband in diesem Jahr gegründet. Zukünftig soll es auch ein gemeinsames Pfarramt geben wie es in der Kernstadt Neustadts schon länger praktiziert wird.

Text und Foto: Marcus Buchholz

Pastoren und Diakone auf Expedition in Schweden

30 Pastoren, Diakoninnen und Sozialarbeiter aus dem Evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf treffen in Schweden auf Vertreter der Schwedischen Kirche und sammeln Ideen für Ihre Arbeit. Stockholm, Uppsala und Karlstadt waren Städte, in denen die Gruppe mit Geistlichen aus der Schwedischen Kirche, Professoren der Universität und aus Deutschland stammende Pastoren ins Gespräch kamen. „Der Blick über den Tellerrand hilft uns, die eigene Arbeit vor Ort auf den Prüfstand zu stellen und neue Inspirationen zu sammeln“, sagt Superintendent Michael Hagen.

Gerade der Besuch in den Ortsgemeinden im schwedischen Binnenland zeigte der Gruppe, was auch anders geht: Der Konfirmandenunterricht etwa orientiert sich an lebensnahen Fragen wie etwa Schulsorgen oder Drogenkonsum. Nach jedem Gottesdienst gibt es geselliges Beieinander mit Kaffee und Zimtschnecken. „Auch die intakten Gemeindehäuser und gepflegten Kirchen sind positiv auffällig“, sagt Pastorin Ulrike Dörries-Birkholz aus Otternhagen. Ein Grund dafür sei die hohe Einnahme der Kirchensteuer, die von den Kirchengemeinden direkt eingezogen wird, so ein Vertreter der schwedischen Kirche. Auffällig ist auch die Teamarbeit, die unter den Pastoren und Diakonen in Schweden gelebt wird: „Hier entstehen Ideen direkt am Tisch“, sagt Pastorin Marit Ritzenhoff aus Luthe. 

Die Arbeitszeitregelung der schwedischen Pastoren stieß bei vielen Teilnehmern auf positive Resonanz: Arbeitszeitkonten, 40-Stunden-Woche, geregelte Vertretungspläne gehören in Schweden zum Alltag der Pastoren. „Das ist eine Vision, die wir mit nach Deutschland nehmen können“, sagt Pastorin Riika Hinkelmann aus Eilvese. 

Bis zum Jahr 2000 war die Schwedische Kirche eng mit dem Staat verbunden. Seit der Trennung stehen die Kirchen vor großen Herausforderungen, um Menschen für Religion und Glauben wieder zu interessieren. „So sucht die schwedische Kirche neue Wege über digitale Medien in der Öffentlichkeit aufzutreten, auch ein wichtiges Thema für uns, noch mehr bei Facebook, Instagram oder Twitter aufzutauchen“, so Pastor Marcus Buchholz, der für die Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis zuständig ist.

Neben einem kleinen Zuschuss des Kirchenkreises haben die Teilnehmer die Reise zum Großteil selbst finanziert. Die Vertretung für Beerdigungen und Gottesdienste waren im Vorfeld geregelt. 

Pastoren des Kirchenkreises in Brasilien

Neustadt. „Früher als erwartet blüht hier schon alles in Brasilien“, sagt Superintendent Michael Hagen. Mit fünf weiteren Pastorinnen und Pastoren aus dem Evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf besucht er zurzeit die Christinnen und Christen des dortigen Partnerkirchenkreises Sinodo Uruguai im Süden des Landes. Das besondere: Diese Reise findet im Rahmen der landeskirchlichen Weiterbildung statt – insgesamt sind 17 Geistliche der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers für 14 Tage dort unterwegs.

„Nach einer rund 24 stündigen Reise ist die Gruppe des Pastoralkollegs (Fortbildungseinrichtung) unter meiner Leitung - übrigens einen Tag eher als geplant - wohlbehalten in Sao Leopoldo angekommen“, berichtet Hagen per Email.  Auf dem Programm standen bisher ein Besuch bei den Vertretern der theologischen Falkultät und der kirchlichen Organisation „Comin“, die sich für die Rechte der Indianer einsetzt. Ziel dieser Fortbildung sei der Perspektivwechsel: zu erleben wie eine lutherische Kirche in einem ganz anderen Kontext arbeitet und dadurch Anregungen für die eigene pastorale Praxis zu erhalten.

Pastor Friedrich Kanjahn für ehrenamtliches Engagement bei der Notfallseelsorge geehrt

Kürzlich wurden auf dem Tag der Ehrenamtlichen in Hildesheim knapp 70 ehrenamtlich engagierte Männer und Frauen geehrt. Unter ihnen war auch Friedrich Kanjahn. Er wurde für knapp 20 Jahre Engagement in der Notfallseelsorge ausgezeichnet. Davon war er von 1999 bis 2012 Koordinator der Notfallseelsorge in der Region Hannover und seit 2000 in der Technischen Einsatzleitung der Region Hannover als Fachberater  PSNV (Psychosoziale Notfallfallversorgung) tätig. Daneben ist er seit 1997 aktives Mitglied in der Freiwiligen Feuerwehr und Feuerwehrseelsorger. Dazu koordiniert er die Notfallseelsorge auf dem Flughafen Hannover. Die Ehrung im Beisein des Ministerpräsidenten Stephan Weil nahm die Ministerin für Soziales, Frauen und Famulie, Frau Cornelia Rundt vor. Friedrich Kanjahn ist Pastor in Schneeren und gehört dem Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf an.

Pastor Brusermann geht in den Ruhestand

Neustadt. In den Ruhestand verabschiedet – das wird Pastor Ele Brusermann am kommenden Sonntag, 8. Dezember, um 15 Uhr bei einem Gottesdienst in der Liebfrauenkirche in Neustadt. Stifts- uund Kreiskantorin Claudia Wortmann und der Flötenchor Mandelsloh unter Leitung von Frau Tanja Helberg begleiten den Gottesdienst musikalisch. Nach dem Verabschiedungsgottesdienst am 2. Advent findet im Haus der Kirche an Liebfraen ein Empfang statt. Wer daran teilnehmen möchte, melde sich bitte in der Superintendentur an: Mail: sup.neustadt@evlka.de oder unter Telefon: 05032 5993.

Seit 1. Oktober 2013 war Pastor Brusermann als erster „Springer-Pastor“ im Kirchenkreis tätig. „Überall, wo eine längere Vertretung einer Pastorin bzw. Pastoren erforderlich war, sprang er ein“, sagt Superintendent Michael Hagen. Kolleginnen und Kollegen konnten so nach längerer Zeit Gebrauch von einem Studiensemester machen, ohne dass dies zulasten der Nachbarn ging, die sonst hätten einspringen müssen, so Hagen weiter.

Auch in Vakanzen, wie es jüngst in der Kirchengemeinde Niedernstöcken und ihrer Kapellengemeinde Esperke der Fall war, übernahm Brusermann den pastoralen Dienst. Insgesamt war er so er in den zurückliegenden Jahren in zehn verschiedenen Kirchengemeinden kreuz und quer im Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf tätig. Viele Gemeindeglieder schätzten seinen Einsatz sehr, so dass Superintendent Hagen immer wieder einmal gefragt wurde, ob Pastor Brusermann nicht ganz in dieser Gemeinde bleiben könne. „Doch diesem Wunsch konnte nicht entsprochen werden, weil er schon am nächsten Ort dringend erwartet wurde“, sagt Hagen.

Neben seinem Dienst als Springer nahm Pastor Brusermann auch die Seelsorge in der Jugendarrestanstalt wahr und engagierte sich verantwortlich in der Brasilienpartnerschaftsarbeit des Kirchenkreises. Ordiniert wurde Pastor Brusermann am 14. September 1986 von Landesuperintendent Spreckelsen in Leeste, einem Ortsteil in Weyhe, in der Nähe von Bremen.

Kirchenkreis und Landeskirche danken ihm für seinen unermüdlichen Dienst!

Marcus Buchholz

Partnerschaft auf Augenhöhe

Tausende Kilometer entfernt - und doch hält die Freundschaft: brasilianische und deutsche Christinnen und Christen auf ständiger Stippvisite

 

Endlich waren sie da! Nach fast zwei Tagen mit Bus und Flugzeug spazierte die zehnköpfige Delegation aus Brasilien durch die Pforten des Flughafens Hannover. Noch ziemlich verschlafen sollte es direkt zur Begrüßung weiter nach Kohlenfeld gehen.

Für diejenigen, die zum ersten Mal dabei waren, erfüllte sich ein großer Traum, welcher anfangs noch nicht ganz realisiert werden konnte: „Ich kann es noch gar nicht glauben, endlich in Deutschland zu sein“ hörte man von mehreren Gästen. Die meisten sprechen seit ihrer Kindheit Deutsch.

Ihre Vorfahren waren nach Brasilien ausgewandert und hatten die deutsche Sprache und Kultur weiter gegeben - Zwei, vier, manchmal sechs Generationen lang. Dann entstand im Jahr 1990 eine Partnerschaft zwischen der brasilianischen Sínodo Urugai und dem Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf.

Seitdem besuchen sich immer wieder Delegationen beider Länder und tauschen sich drei Wochen lang über Kultur und Glaube aus.

Auf dem Terminplan stand vieles: Stadtführungen, Besuche beim Bürgermeister, bei der Tafel, auf den Dörfern und natürlich in ganz vielen Kirchen, sogar in Wittenberg.

Dort verfolgten sie nicht nur Luthers spuren, sondern pflanzten auch zum 25. Jubiläum der Partnerschaft einen Baum in den Luthergarten – für viele Besucher und Gastgeber einer der Höhepunkte.

Genauso wie die Fahrt nach Berlin. Fast alle hatten schon von der Mauer gehört, einige Deutschland sogar in Zeiten der Teilung besucht. Jetzt wollten sie sehen wie Berlin und die übrigen Stücke der Mauer heute aussehen. Außerdem besuchten sie das Reichstagsgebäude und die Bundestagsabgeordnete Caren Marks (SPD). Abends ging es mit dem Zug wieder zurück nach Neustadt. Auch das etwas Besonderes, denn in Brasilien gibt es so gut wie kein Schienennetz.

An ausruhen war nur selten zu denken. Einigen gefiel das sehr gut, denn schlafen könnten sie ja auch in Brasilien noch. Anderen hingegen kam die Zeit des Austausches und der Wahrnehmung ein bisschen zu kurz. Immerhin wollten sie auch den deutschen Alltag kennen lernen.

Über die Jahre entwickelten sich nicht nur die Sprachen auf eine andere Weise, sondern nahmen auch die Kulturen verschiedene Einflüsse auf. Während früher noch viele Deutsche in Brasilien unter sich blieben und zunächst Deutsch statt Portugiesisch lernten, integrieren sie sich heute ganz normal in die brasilianische Bevölkerung. Dennoch werden sie immer noch als Deutsche stigmatisiert, was in einem Gespräch für einen örtlichen Gemeindebrief deutlich wurde.

So lernten sie nicht nur die Öffentlichkeitsarbeit der Kirche in Deutschland, sondern auch die vielen anderen Bestandteile kennen: Die Konfirmandenarbeit, Freizeitgruppen, aber auch Beratungsstellen und andere Soziale Angebote.

Am Ende war der Besuch in Deutschland kein Traum mehr, sondern Wirklichkeit geworden. Wie bei vorherigen Besuchen entstanden viele neue Freundschaften, während alte wieder aufgefrischt werden konnten. Da passt es doch ganz gut, das der Setzling Wittenberg schon etwas größer war, erklärte einer der Gäste. Denn auch die Partnerschaft habe nun nach 25 Jahren stabile Wurzeln und hoffentlich noch ganz viel Zeit um weiter zu wachsen.

 

Text: Benno Wage

Bilder: Benno Wage

Orgelkonzert in der Wunstorfer Stadtkirche

Die Konzertsaison 2019 der Stiftskirchengemeinde beginnt mit einem Konzert in der Stadtkirche. Am Freitag, den 22. Fabruar 2019 spielt Stifts-und Kreiskantorin Claudia Wortmann um 19.30 Uhr ein Orgelkonzert an dem mitteltönigen Instrument der Orgelbaufirma Jörg Bente. Auf dem Programm stehen Kompositionen von Meistern des 16. und 17. Jahrhunderts aus Italien Deutschland und den Niederlanden. Die Musik dieser Zeit kann auf der Orgel in der Stadtkirche - durch ihre, in der Entstehungszeit der Musik gebräuchliche Temperierung - besonders authentisch mit Spannungen und Entspannungen im Klang dargestellt werden. Zu Gehör kommen Werke von von Marcantonio Cavazzoni, Andrea und Giovanni Gabrieli, Hans Leo Hassler, Girolamo Frescobaldi, Heinrich Scheidemann und Jan Pietrszoon Sweelinck. 

Die Konzertreihe wird Ende März mit einem weiteren Konzert in der Stadtkirche fortgestzt mit einer Besetzung von Instrumentalisten und Vokalsolisten. Ab Karfreitag finden dann alle folgenden Konzerte in der Stiftskirche statt. Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer „Musik in der Stiftskirche“ und der Tagespresse.

Der Eintritt zu dem Orgelonzert am 22. Februar 2019 um 19.30 Uhr in der Stadtkirche ist frei. Um eine Spende für die Kirchenmusik wird am Ausgang gebeten.

Orgelentdeckertage zu Gast an der Eduard-Meyer-Orgel in der Stiftskirche zu Wunstorf

Vom 23. September bis zum 3. Oktober laden VISION KIRCHENMUSIK und die Orgelakademie Stade wieder junge Besucherinnen und Besucher aus ganz Niedersachsen zu den Orgelentdeckertagen ein, die in diesem Jahr zum vierten Mal stattfinden. Über 2.000 Kinder werden bei den knapp 100 Einzelveranstaltungen in mehr als 30 Kirchengemeinden zu Orgelführungen, Workshops mit Orgelbauern, Konzerten und Kindergottesdiensten erwartet.

In diesem Jahr ist auch wieder die Stifts-Kirchengemeinde zu Wunstorf bei den Orgelentdeckertagen dabei: vom 23. 9. - 1. 10 2019 erwartet die Kinder ein spannendes Erkunden und Kennenlernen der Orgel, ihrer Geschichte, ihrer Klangfarben, wie sie funktioniert, aus welchen Materialien sie gemacht wird und wie es sich anfühlt, dem Instrument Töne zu entlocken. Stifs- und Kreriskantorin Claudia Wortmann entdeckt mit 14 Schulklassen, Kindergarten- und Hortgruppen, Musikschulschüler*innen die historische Eduard-Meyer-Orgel von 1859 in der Stiftskirche.

„Die Orgelentdeckertage sind landesweit in vielen Kirchengemeinden und mittlerweile auch in Schulen ein fester Termin und das freut uns sehr. Es ist in jedem Jahr großartig zu erleben, mit wie viel Freude die Kinder mitmachen und wie kreativ und engagiert die Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker den Kindern die Orgel nahebringen“, sagt Silke Lindenschmidt von VISION KIRCHENMUSIK.

In den letzten drei Jahren waren während der Orgelentdeckertage insgesamt mehr als 7.000 Kinder bei der “Königin der Instrumente” zu Besuch. Orgeln haben mit ihren meist mehr als tausend Pfeifen ganz verschiedene Klangfarben.  Sie bilden die Klangvielfalt eines ganzen Orchesters ab, können leise und zart, aber auch klangvoll und laut gespielt werden und finden zu den unterschiedlichsten Anlässen den passenden Ton. „Gerade in der Klangvielfalt liegt der Reiz für die Kinder. Im Kindergarten- und Grundschulalter nähern sie sich spielerisch dem Instrument an und haben so eine positive Erstbegegnung mit einem Instrument, das in der Lebenswelt vieler Kinder und Jugendlicher kaum noch vorkommt“, erklärt Silke Lindenschmidt die Intention der Orgelentdeckertage.

Veranstaltungshinweis: Am Sonntag, den 29.9. 2019 sind neben den Kindern auch Jugendliche auch Erwachsene zu den Orgelentdeckertagen herzlich willkommen. Nach dem Gottesdienst ab 11.15 macht Stifts-und Kreiskantorin eine Orgelführung für Interessierte. Im Anschluss findet dann die „Offene Orgelbank“ statt. Bis 13 Uhr hat jeder, der einmal Klavierunterricht oder Orgelunterricht hatte , die Möglichkeit ein Musikstück auf der Eduard-Meyer-Orgel zu spielen.

Am Nachmittag findet dann ab 17 Uhr ein Gesprächskonzert in der Stiftskirche statt. Stifts- und Kreiskantorin Wortmann spielt einige Orgelstücke und gibt dazu Erläuterungen. Ebenso können Fragen von den Zuhörern gestellt werden unter dem Motto „was ich schon immer einmal über die Orgel wissen wollte“. Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist frei.

Weltkulturerbe Orgel
2017 wurden der deutsche Orgelbau und die Orgelmusik zum Weltkulturerbe ernannt. Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers verfügt über eine Orgellandschaft von international herausragender Bedeutung. So finden sich z.B. im Norden und Nordwesten der Landeskirche Instrumente des weltweit bekannten Orgelbaumeisters Arp Schnitger (1648-1719). Vom Harz bis ans Meer gibt es insgesamt über 2.000 Orgeln. Etwa die Hälfte ist älter als 100 Jahre und gilt damit als „Denkmalorgel“.

 

Zeitplan Orgerlentdeckertage 2019, Stiftskirche Wunstorf

Stifts- und Kreiskantorin Claudia Wortmann

Di, 17. 9. 09.30 – 10.15 Uhr 6. Klasse Evang. IGS

Mi, 18.9. 08.45 – 09.45 Uhr 6. Klasse Evang. IGS

Mo, 23. 9. 08.30 - 9.30Uhr 7. Klasse Hölty-Gymnasium

  • 11 00 -12.00 Uhr Hölty-Gymnasium

Mi, 25.9. 09.30 – 10.00 Uhr 3 Gruppen Stifts-Kita

  • 10.00 -10.30 Uhr

  • 10.30 –11.00 Uhr

  • 14.00 – 14.30 Uhr 2 Hortgruppen Stifts-Kita

  • 14.30 -15.00 Uhr

Do, 26.9. 08.45 – 09.30 Uhr 3. Klassen Stadtschule Wunstorf

  • 09.30 -10.15 Uhr 3. Klasse Stadtschule Wunstorf
  • 10.30 -11.15 Uhr 4. Klasse Stadtschule Wunstorf

  • 11.15 – 12.00 Uhr 3. Klasse Stadtschule Wunstorf

Fr, 27. 9. 09.30 – 10.15 Uhr 3 Klassen Grundschule Klein Heidorn

  • 10.15 - 11.00 Uhr

  • 11.00 -11.45 Uhr

Sa, 28. 9. 11.15 -12.15 Uhr Schüler Musikschule Wunstorf

So, 29.9. 11.15 -13.00 Uhr Orgelführung mit anschließender Offener Orgelbank

  • 17.00 Uhr Gesprächskonzert

Di, 1. 10. 12.15 -13.15 5. Klasse Hölty-Gymnasium

Organisten D-Prüfung mit sehr gut plus bestanden

Am Freitag, den 17. Juli 2015 hat der Neustädter Brian Radins (17) seine nebenamtliche Organisten D-Prüfung abgelegt und mit der Endnote sehr gut plus bestanden. Radins ist Stipendiat sowohl der Landeskirche für den Sprengel Hannover als auch des KK Neustadt-Wunstorf. Die Prüfung wurde an der Eduard-Meyer-Orgel von 1859 in der Stiftskirche zu Wunstorf abgenommen von KMD Lothar Mohn aus Hannover (Neustädter Stadt- und Hofkirche) und Stifts-und Kreiskantorin Claudia Wortmann (Wunstorf), die auch gleichzeitig Brians Orgellehrerin ist. Brian bereitet sich jetzt auf sein Abitur im kommenden Jahr vor und wird dann die Aufnahmeprüfung für das Fach Kirchenmusik machen, um diesen Studiengang einzuschlagen. Wie schön, wenn ein junger Mensch für die Kirchenmusik brennt und sich für diesen wunderbaren Beruf entschieden hat. Wünschen wir Brian für die Zukunft alles Gute und Gottes Segen!

Ordination von Julia Krohmer in Groß Munzel

Landessuperintendentin Dr. Petra Bahr ordiniert Julia Krohmer am Sonntag, 2. Juni 2019, zur Pastorin. Der festliche Gottesdienst findet um 18 Uhr in der St.-Michaelis-Kirche in Groß Munzel (Am Steinhof 2, 30890 Barsinghausen) statt. Mit dem Antritt ihrer ersten Pfarrstelle ist die angehende Pastorin fortan für die rund 1.300 Mitglieder in der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Munzel-Landringhausen zuständig sowie mit einem zusätzlichen Stellenanteil zur Mitarbeit im Kirchengemeindeverband Südland beauftragt.

Nach ihrem Abitur im Jahr 2006 studierte Julia Krohmer zunächst Religion in Virginia (USA) sowie in Hannover, bevor sie 2008 für das Studium der Evangelischen Theologie an die Georg-August-Universität in Göttingen wechselte. 2009 und 2010 erhielt sie den Studienpreis des Klosters Loccum für hervorragende Studienleistungen. In den vergangenen zwei Jahren absolvierte die in Krasnodar (Russland) geborene Theologin ihr Vikariat, die praktische Ausbildungszeit bis zum 2. theologischen Examen, in der Ev.-luth. Ludwig-Harms-Kirchengemeinde in Fuhrberg.

„Der Kontakt zu den Menschen vor Ort ist mir wichtig. Er ist Ausdruck meiner Grundhaltung – dem Dienst am Menschen. Daher möchte ich den diakonischen Auftrag von Kirche stärken und den Glauben auch dort ins Gespräch bringen, wo Erwartungen an Kirche verloren gegangen sind.“, sagt die angehende Pastorin mit Blick auf ihre neue Tätigkeit.

Die Ordination ist die feierliche Ernennung zum Pastor bzw. zur Pastorin. Mit der Einsegnung erhalten die Ordinierten das lebenslange Recht, öffentlich zu predigen und die Sakramente zu verwalten. Der evangelisch-lutherische Sprengel Hannover ist die Kirchenregion in und um die Landeshauptstadt Hannover mit mehr als 510.000 Kirchenmitgliedern. Landessuperintendentin Dr. Petra Bahr steht dem Sprengel als Regionalbischöfin vor.

Offizielle Einführung von Fundraiserin Christina Günther

Neustadt/Wunstorf. Mit einem Schoko-Handy und einem Schokolaptop beschenkt ist Christina Günther am Freitagabend in der Idenser Kirche in ihr Amt als Fundraiserin durch Superintendent Andreas Kühne-Glaser eingeführt worden. Stets erreichbar und immer kreativ im Schreiben eines Spendenbriefes – da passten die beiden symbolischen Schokogeschenke gut.

Seit dem 1. Februar 2016 ist Günther in den Evangelisch-lutherischen Kirchenkreisen Grafschaft Schaumburg und Neustadt-Wunstorf als Fundraising-Managerin tätig. Sie begleitet, berät und unterstützt insgesamt 46 Kirchengemeinden, sechs Stiftungen sowie verschiedene Einrichtungen und Arbeitsbereiche der beiden Kirchenkreise, wie etwa einen ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienst, die Flüchtlingshilfe, die Kinder- und Jugendarbeit oder die Kindertagesstätten.

„Besonders begeistert hat mich in meinem ersten Jahr das Engagement der vielen ehrenamtlich tätigen Menschen in den beiden Kirchenkreisen“, sagt Günther. Mit welcher Begeisterung und welchem Einsatz sich diese Menschen dafür einsetzen, die Welt ein Stückchen besser zu machen, berühre die Fundraiserin immer wieder neu. „All diese Ehrenamtlichen spenden mit Freude ihre Zeit und es ist mir sehr wichtig, ihnen dafür mit Dank und Anerkennung zu begegnen“, ergänzt Günther. Ihrer Meinung bedeute Fundraising, Unterstützer zu finden, die sich für andere Menschen, für die christliche Gemeinschaft einsetzen. Das könne finanzielle Unterstützung, aber auch eine Zeitspende sein.

Nach dem Abschluss des Studiums der Sozialwissenschaften an der Universität Göttingen hat sie ein Aufbaustudium an der Fundraising-Akademie in Frankfurt als Fundraising-Managerin abgeschlossen. Geboren und aufgewachsen ist Christina Günther in der Grafschaft Schaumburg, genau gesagt in Haste. Nach der Grundschule in Haste hat sie das Hölty-Gymnasium in Wunstorf besucht. Christina Günther ist verheiratet und hat mit ihrem Mann zusammen eine 14-jährige Tochter.

Marcus Buchholz

Neuer Kurs: Sich verwurzeln - Glauben heute

Unter dem Titel „Sich verwurzeln – glauben heute“ bietet der Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf im Jahr 2018/2019 einen theologischen Kurs für Erwachsene an, die sich intensiv mit Themen aus Kirche und Theologie beschäftigen wollen. Der Kurs, der sich über sechs Wochenenden zwischen September 2018 und Mai 2019 erstreckt, findet bereits zum fünften Mal in Zusammenarbeit mit der Heimvolkshochschule Loccum statt. Entwickelt wurde er in Anlehnung an den Theologischen Laienkurs, mit dem die Partnerkirche des Kirchenkreises in Brasilien gute Erfahrungen macht. Themen wie der Umgang mit der Bibel oder die Strukturen der Institution Kirche werden ebenso behandelt wie ethische Fragen.

Sie werden in diesem Kurs

  • den Reichtum unserer evangelisch-lutherischen Tradition neu entdecken
  • theologisches Grundwissen erwerben
  • Ihren Glauben hinterfragen und sich tiefer in ihm verwurzeln
  • sprach- und argumentationsfähig werden
  • mit anderen Menschen ins Gespräch kommen und
  • als Christinnen und Christen persönlich wachsen und „Gemeinde auf Zeit“ erleben

Themen des Kurses

  • Modul 1: 14.09. – 16.09.2018  -  Wie wir die Bibel verstehen können
  • Modul 2: 20.10. - 21.10.2018  -  Wie wir von und mit Gott reden können
  • Modul 3: 17.11. – 18.11.2018  -  Woran wir uns orientieren können
  • Modul 4: 19.01. – 20.01.2019  -  Wie Glaube Gestalt annehmen kann
  • Modul 5: 09.03. - 10.03.2019  -  Was es bedeuten kann, evangelisch-lutherisch zu sein
  • Modul 6: 10.05. - 12.05.2019  -  Wie wir Glaube leben und feiern können

Weitere Informationen und Anmeldungen bei Diakonin Claudina Baron-Turbanisch,

An der Liebfrauenkirche 5-6 in 31535 Neustadt,  05032 956472, c.baron@turbanisch.eu

Der Eigenbeitrag für die Teilnehmenden beträgt 40 € für Menschen aus dem Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf und für alle anderen 60 € pro Wochenende.

Der Kurs kann nur als Ganzes gebucht werden.

Anmeldeschluss: 24.06.2018

Neuer Kurs: Sich verwurzeln - Glauben heute

Unter dem Titel „Sich verwurzeln – glauben heute“ bietet der Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf im Jahr 2016 einen theologischen Kurs für Erwachsene an, die sich intensiv mit Themen aus Kirche und Theologie beschäftigen wollen. Der Kurs, der sich über sechs Wochenenden zwischen Februar und November 2016 erstreckt, findet bereits zum vierten Mal in Zusammenarbeit mit der Heimvolkshochschule Loccum statt. Entwickelt wurde er in Anlehnung an den Theologischen Laienkurs, mit dem die Partnerkirche des Kirchenkreises in Brasilien gute Erfahrungen macht. Themen wie der Umgang mit der Bibel oder die Strukturen der Institution Kirche werden ebenso behandelt wie ethische Fragen.

Der ersten Durchgänge haben die Teilnehmenden nachhaltig beeindruckt. Vor allem wegen der interessanten Denkanstöße, der guten Gespräche und der Gemeinschaft untereinander empfehlen viele von ihnen den Kurs weiter. Die Leitung für den neuen Kurs haben Diakonin Claudina Baron-Turbanisch, die im Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf für Erwachsenenbildung zuständig und Carina Hausmann, Theologische Mitarbeiterin der Heimvolkshochschule in Loccum.

Anmeldungen nimmt die Superintendentur des Kirchenkreises in Neustadt noch bis zum 15 Dezember entgegen. (Silbernkamp 3, 31535 Neustadt;  Telefon: 05032-5993;  FAX 05032-66907) Weitere Informationen und ein Vordruck für die Anmeldung liegen in der Kirche aus (?). Der Eigenbeitrag für die Teilnehmenden beträgt 40 € pro Wochenende.

Neue ehrenamtliche Mitarbeiter bei DASEIN

Nach Beendigung des Kurses „Sterbende begleiten lernen“, möchten acht Teillnehmer in Zukunft Ihr ehrenamtliches Engagement  dem ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienst DASEIN zur Verfügung stellen. In einer feierlichen Stunde wurden sie am 21. Juni 2017 von der stellvertretenden Superintendentin Frau Schimmelpfeng begrüßt und von  MitarbeiterInnen  mit Blumen und einem kleinen Präsent  in ihr Ehrenamt eingeführt.

Bei köstlichen Leckereien vom Buffet konnten dann erste Kontakte geknüpft werden. Ehrenamtliche Mitarbeiter gaben danach  Einblicke in  ihre  Trauer- und Sterbebegleitungen, so dass sich für die „Neuen“ ein buntes Bild dieser vielschichtigen Arbeit bot .

Der nächste Vorbereitungskurs „Sterbende begleiten lernen“ startet im Herbst. Ein erster Informationsabend dazu findet qam 31. August 2017 um 19.00 im Gemeindehaus der Stiftskirche statt.

Wer sich eine Mitarbeit bei DASEIN  vorstellen kann oder sich bereits zum Kurs anmelden möchte, meldet sich bitte unter 05032- 91 45 07 im Büro

Neue Pastorin in Munzel-Landringhausen

Neustadt. Die Pfarrstelle in Munzel-Landringhausen wird neu besetzt: Die Pastorin auf Probe, Julia Krohmer tritt die Stelle zum 1. Juni an. Ihre Ordination durch Landessuperintendentin Dr. Petra Bahr findet am 2. Juni um 18 Uhr in der St. Michaeliskirche in Groß Munzel statt.

Die 32-Jährige hat nach eigenen Angaben in den USA, Hannover und Göttingen studiert. Als Stadtkind ist sie in Garbsen aufgewachsen. Während des Vikariats in Fuhrberg habe sie die Vorzüge des Dorflebens kennen- und schätzen gelernt: „Ich erlebe die Menschen im Dorf als interessiert und aufgeschlossen. Um Kontakt aufzubauen und zu pflegen, den Ort und die Gemeinde unmittelbar kennenzulernen, freue ich mich, wenn ich auch in der Gemeinde oder in der Region wohnen kann“, sagt die Theologin.

Zusammen mit ihrem Partner, der in Hannover arbeitet, und einer französischen Bulldogge namens „Fräulein Nietzsche“ sucht die junge Pastorin zurzeit eine Wohnung oder ein Haus mit mindestens vier Zimmern und mindestens 90 Quadratmetern Wohnfläche. Die Möglichkeit einen Garten zu nutzen, wäre „eine Herzenssache, ein offener Balkon für Kreativzeiten wäre auch in Ordnung“, sagt sie. Auch ein Carport oder eine Garage seien wünschenswert.

Marcus Buchholz

Neue Pastorin in Luthe

Marit Ritzenhoff folgt auf Susanne Briese

Luthe. Marit Ritzenhoff wird am 1. Februar als Pastorin in Luthe beginnen. Die Theologin übernimmt die Pastorenstelle von Susanne Briese, die Superintendentin in Rothenburg wird. Frau Ritzenhoff, für die es die erste Stelle nach ihrer Ausbildung ist, wird am 14. Februar 2015 um 14 Uhr in der Luther Kirche ordiniert und damit in ihren Dienst als Pastorin eingesegnet.

In den vergangenen zwei Jahre war Frau Ritzenhoff im Vikariat, der praktischen Ausbildung zur Pastorin, in Gifhorn und Loccum. Sie stammt aus Munster bei Soltau und studierte evangelische Theologie in Göttingen. „Ich mag lebendige Gottesdienste und finde es wichtig, dass Ehrenamtliche zum Beispiel bei den Lesungen oder durch Chor, Posaunen und Band beteiligt sind“, sagt die angehende Pastorin, die eine besondere Aufgabe in der Förderung von Ehrenamtlichen sieht.

Neue Pastorin in Bokeloh

Bokeloh. Susanne von Stemm beginnt am 1. November als Pastorin in der Kirchengemeinde Bokeloh. „Nach fast einem Jahr Vakanzzeit in der Gemeinde ist mit der 48-Jährigen Theologin eine engagierte Pastorin gefunden worden“, freut sich Angelika Schmitt vom Kirchenvorstand. Die Begrüßung von Pastorin Susanne von Stemm findet im Gottesdienst am 11. November um 10 Uhr statt. Gleichzeitig verabschiedet die Gemeinde die Vakanzvertreterin Pastorin Gudrun Gerloff-Kingreen, die sich mehr als acht Monate um die Gemeinde gekümmert hat. 

Zusammen mit drei Kindern und ihrem Mann lebt Susanne von Stemm im Pfarrhaus in Münchehagen. Daher werde sie nicht in Bokeloh wohnen, aber unter der Woche werde sie zu verlässlichen Zeiten im Gemeindezentrum von Heilig Kreuz und im Dorf unterwegs sein. „Ich möchte in Bokeloh zusammen mit den vielen Ehrenamtlichen das Gemeindeleben gestalten. Mir ist eine einladende Gemeinde wichtig, die ökumenisch offen ist und auch für Andersdenkende gesprächsbereit bleibt“, sagt von Stemm. Schwerpunkte möchte von Stemm bei der Arbeit mit Jugendlichen setzen, die Kindergottesdienste stärken und auch Menschen ansprechen, die mit Kirche „nicht viel am Hut haben".

In den vergangenen neun Jahren hat sie als Schulpastorin am Höltygymnasium in Wunstorf gearbeitet. Die Stationen, die davor lagen, waren die Kirchengemeinden Groß Escherde bei Hildesheim und Handorf/Berkum bei Peine. Neben der Arbeit macht von Stemme gerne Musik, so singt sie etwa im Loccumer Stiftschor mit und lernt das Posaunenspiel. Außerdem macht sie gerne Sport und freut sich auf die nächste Saison im Bokeloher Freibad.

Neue Leitung in der Diakoniestation Neustadt

Neustadt. Petra Rose hat die Diakoniestation Neustadt vor sieben Jahren als Leitung in wirtschaftlich schwierigen Zeiten übernommen. Sie wechselt nun in die Zentrale der Diakoniestation nach Hannover. Die Neustädterin Damaris Stolz,36, wird ab dem 1.8 die Leitung übernehmen, bisher war sie stellvertretende Leiterin in der Diakoniestation in Garbsen. Ihre Ausbildung zur Krankenpflegerin hat sie bereits in Neustadt gemacht. „ Als Neustädterin freue ich mich, zusammen mit dem gesamten Team der Diakoniestation in Neustadt Menschen, die Unterstützung brauchen, beizustehen,“ so Damaris Stolz.

Die Diakoniestation Neustadt hat 160 Mitarbeitende und wird zusammen von den Diakoniestationen Hannover und dem Kirchenkreis Neustadt- Wunstorf verantwortet.

Neue Gesichter in der Kirchengemeinde Helstorf

Gerade mal einen Monat ist es her, dass Pastorin Wendebourg in den Ruhestand verabschiedet wurde. Normalerweise folgt dann eine Zeit ohne geistlichen Beistand. Umso erfreulicher ist es, dass es ab sofort eine gute Vertretungsregelung gibt.

Pastor Rake übernimmt in unserer Kirchen- und Kapellengemeinde die seelsorgerlichen Aufgaben und pro Monat etwa zwei Gottesdienste. Pastor Mondorf aus Basse begleitet den Kirchenvorstand in seiner Arbeit.

Die Gemeinde muss also nicht auf Gewohntes verzichten.

Die beiden Pastoren werden der Gemeinde am Sonntag, 10. Februar ab 11 Uhr im Gottesdienst vorgestellt. Superintendent Michael Hagen leitet den Gottesdienst mit einem Begrüßungswort ein. Anschließend gestalten die Pastoren Mondorf und Rake den Gottesdienst, in dem auch ein Abendmahl angeboten wird.

Im Anschluss an diesen Gottesdienst lädt der Kirchenvorstand zu einem kleinen Empfang in der Kirche ein.

Petra Seide-Matthies, stv. KV-Vorsitzende

Nach 17 Jahren verlässt Pastor Elmar Orths den Kirchenkreis

17 Jahre hat Pastor Elmar Orths im Evangelisch-lutherischen Kirchenkreis gewirkt: als Gemeindepastor in Idensen und Groß Munzel/Landringhausen, als Kirchenkreisjugendpastor und als stellvertretender Superintendent. Nun wechselt er als Pastor in die Kirchengemeinde Twistringen bei Diepholz. 

Vor allem in der Jugendarbeit war Elmar Orths prägend. So hat er im Konfirmanden-Unterricht ein zweiwöchiges Seminar eingeführt oder Jugendbands gegründet. Unter seiner Leitung sind die Kirchengemeinden Groß Munzel und Landringhausen fusioniert. In der Kirchengemeinde hat er viele Ideen umgesetzt: ein Frauenfrühstück, die Evangelische Männerrunde, Singen am Lagerfeuer und ein Bibel-Gesprächskreis sind entstanden.

„Ich bin sehr froh, in Groß Munzel und Landringhausen gewesen zu sein. Gemeinsam mit dem Kirchenvorstand konnten wir viel erreichen. Es sind inspirierende und kreative Beziehungen entstanden. Das hat viel Spaß gemacht, und es gäbe viele Gründe, die Gemeinde hier weiterzuentwickeln und hier zu bleiben“, sagt Orths. 

Multireligiöses Gedenkgebet in der Marktkirche

Multireligiöses Gedenkgebet in der Marktkirche
Bei Anschlägen durch die Terrormiliz IS sind gestern in Paris  mindestens 128 Menschen gestorben. Diese Terroranschläge lösen weltweit starke Betroffenheit aus.

In tiefer Trauer um die Opfer und mit Abscheu gegenüber den Tätern wollen wir ein Zeichen der Solidarität setzen. Es ist unfassbar, welche sinnlose Gewalt hier an Menschen verübt worden ist.

Die Kirchen und Religionen in Hannover laden deshalb zu einem multireligiösen Gedenkgebet am Sonntag, 15.November 2015 um 18 Uhr in die Marktkirche Hannover ein, um der Trauer und

Fassungslosigkeit Ausdruck zu verleihen und der Opfer zu gedenken.

Es wirken mit:

  • Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann,
  • Propst Martin Tenge, Regionaldechant der Katholischen Kirche in der Region Hannover, Sprecher des Rates der Religionen,
  • Marktkirchenpastorin Hanna Kreisel-Liebermann,
  • Hamideh Mohagheghi, Islamisch-Afghanische Gemeinde Payame Nour, Sprecherin des Rates des Religionnen in Hannover,
  • Ali Faridi, Bahá'í in Hannover.
  • An dem Gedenkgebet nimmt auch Oberbürgermeister Stefan Schostok teil.

Für Rückfragen steht Ihnen gern zur Verfügung:
Insa Becker-Wook
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
0172/5147448

Evangelisch-lutherischer Stadtkirchenverband Hannover

Mittelmeertour unserer Jugend

Tagebucheintrag von der Mittelmeertour unserer Jugend im Kirchenkreis:

„Am vorletzten Tag unserer Reise waren wir bei der deutschen evangelischen Gemeinde in Venedig zu Gast. Der dortige Pastor Bernd S. Prigge führte uns durch die Kirche und gab uns einen Einblick in das Leben dieser Gemeinde in einem überwiegend katholischen Ausland. Wir sind mit 28 jungen Leuten zwischen 16 und 26 unterwegs. Wir haben die Karwoche und die Ostertage intensiv gemeinsam erlebt mit Andachten und spannenden Gesprächen über den Glauben. Die Besichtigung einiger Städte, Cannes, Nizza, Florenz, Pisa und Venedig stand auf dem Programm. Gemeinsamer Spaß, die fremde Kultur und eine immer mehr wachsende Gemeinschaft untereinander haben die Reise mit geprägt.“

Pastor Uwe Rumberg via Mail, 8. April 2015

Mitarbeitervertretung im Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf gewinnt bundesweiten Preis

Neustadt/Eichstätt. Die Mitarbeitervertretung (MAV) des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Neustadt-Wunstorf gewinnt den ersten Preis für exzellente Mitarbeitervertretungs-Arbeit. Die Zeitschrift „ZMV – DIE MITARBEITERVERTRETUNG“ vergibt erstmals – in Zusammenarbeit mit der KETTELER-Verlag GmbH – diesen Preis. Die Preisverleihung vor 540 Teilnehmenden fand im Rahmen der 20. Fachtagung zum kirchlichen Arbeitsrecht am 6. und 7. März 2017 im bayrischen Eichstätt statt. Bewerben konnte sich jede Mitarbeitervertretung (MAV), sowohl aus der Evangelischen Kirche als auch aus der Katholischen Kirche in Deutschland.

Die Mitarbeitervertretung aus dem Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf hatte sich mit einer neu entwickelten Dienstvereinbarung zu Arbeitszeit, Urlaub und Krankheit für die rund 180 Beschäftigten in den 10 Kindertagesstätten in Trägerschaft des Kirchenkreises beworben. „Im Zuge der Erstellung der Dienstvereinbarung war es das Ziel, für alle Beschäftigten transparente und „in einem Papier“ zusammengestellte verbindliche und verständliche Regelungen aufzusetzen, die für alle Beschäftigten und den Anstellungsträger gültig sind und auch allen zugänglich gemacht werden“, sagt Klaus-Dieter Coring-Weidner, Vorsitzender der MAV. Zusammen mit der 2. Vorsitzenden Michaela Reinke, Küsterin an der Liebfrauenkirche in Neustadt, nahm Coring-Weidner den Preis in Eichstätt entgegen und freut sich zusammen mit allen anderen Beteiligten darüber, dass diese Vereinbarung eine bundesweite Würdigung erfährt.

Eine kirchliche Mitarbeitervertretung entspricht dem Personalrat im öffentlichen Dienst. Sie wird alle vier Jahre von den Beschäftigten gewählt. Die MAV im Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf, wurde 2016 gewählt und besteht aus neun Mitarbeitervertretern. Grundlage der Arbeit ist das gemeinsame Mitarbeitervertretungsgesetz (MVG) der Konföderation Evangelischer Kirchen in Niedersachsen. Die MAV vertritt im Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf rund 415 Beschäftigte aus den verschiedenen Berufsfeldern wie Küsterinnen, Pfarrsekretärinnen, Diakone, Friedhofsmitarbeiter, Kirchenmusiker, Sozialpädagoginnen, oder Pädagogische- und Reinigungskräfte in den Kitas und Beschäftigte in der Verwaltung. Die MAV ist bei allen sozialen, organisatorischen und personellen Angelegenheiten zu beteiligen. Aktuelle Informationen und die Dienstvereinbarung sind auf der Homepage unter www.mav-neustadt-wunstorf.de zu erhalten.

Im Sprengel Hannover gibt es insgesamt 21 Mitarbeitervertretungen, in der gesamten Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers 72.

Michaelisstiftung fördert Impulse in den Gemeinden

Familienunterstützende Angebote, Konfirmandenarbeit oder die Angebote für Senioren  – die Michaelisstiftung unterstützt in diesem Jahr viele Projekte in den Kirchengemeinden. „Wir sind für die Gemeinden da“, sagt Fred Norra, Vorsitzender der Stiftung im Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf. Die Kirchengemeinden sollten rechtzeitig Anträge für ihre Projekte stellen. Die Einrichtung arbeite mit dem Ziel, „die lebendige Gemeinschaft von Jung und Alt zu fördern,“ sagt Vorstandsmitglied Klaus Zimmermann. Zum Dank der Stifter und Spender lädt die Michaelisstiftung immer wieder zu besonderen Konzerten oder Veranstaltungen ein – so wie Ende Januar in die Johanneskirche Neustadt. Drei bekannte Musiker aus Neustadt - Pia Claudia Hagemann mit Flöte, Karin Lübbert mit Klarinette und Andreas Hagemann an der Gitarre führten die Konzertbesucher musikalisch von Irland über Skandinavien, Spanien und Italien nach Deutschland.

Ein Kirchenkreis, drei Stiftungen: Neben der Michaelisstiftung gibt es im „Zukunft mit Kirche“ und „Lichter Im Norden“. Die Stiftung „Zukunft mit Kirche“ unterstützt die Gemeinden im Süden des Kirchenkreises, „Lichter im Norden“ die des Nordens und die Michaelisstiftung ist zuständig für die Kirchengemeinden Liebfrauen und Johannes in Neustadt, für Bordenau, Poggenhagen, Mardorf und Schneeren. Vor zehn Jahren gegründet, erhielten die Stiftungen jeweils eine Satzung und wurden mit Startkapital ausgestattet. Es werden nur die Zinsen für Projekte eingesetzt.

Michaelisempfang des Kirchenkreises

Neustadt/Wunstorf. „Der Weg zum Glück führt durchs Gehirn“ – bei Werner Tiki Küstenmacher heißt dieser Vorgang „Limbi“. Küstenmacher stellte das mit seinen mit zum Teil live vor den Zuhörern gezeichneten Karikaturen dar.

Die mehr als 150 Gäste des diesjährigen Michaelisempfanges haben die Show mit dem Theologen, Redner und Schriftsteller genossen. Superintendent Michael Hagen und der Vorsitzende des Kirchenkreises, Fred Norra, begrüßten die Gäste aus Politik, Wirtschaft und den Kirchengemeinden des Kirchenkreises am gestrigen Dienstabend (28.9.). Thema des Abends im Schloss Landestrost war „Reformation und Bild“.

Da passten die Karikaturen Küstenmachers gut zum Thema. In Windeseile zeichnete er die Reformation auf: eine „95“ für die 95 Thesen, ein Männchen namens Luther und die Tür der Wittenberger Schlosskirche. Eigens für den Empfang komponierte Kreiskantorin Birgit Pape ein Lied zum Thema „Bilder“, das die Jugendkantorei vortrug.

Marcus Buchholz

 

 

Michaelisempfang 2019 zum 20. Jubiläum des KFS

Alt und Jung treffen aufeinander: Beim Michaelisempfang des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Neustadt-Wunstorf 2019 drehte sich alles um das 20. Jubiläum des Konfirmanden-Ferien-Seminars, kurz KFS. Erfahrungsaustausch, Erlebnisse, Glaubenszeugnisse – all das teilten aktuelle Teamer, aber auch Gründer des KFS mit dem Publikum in der Liebfrauenkirche.  Das Programm startete mit einem Chor der 83 Teamer. Die Journalistin Katharina Hagen moderierte und ging den Wurzeln des KFS auf den Grund, indem sie Christel Albrecht und Martin Quandt über das KFS befragte. Die Teamer und Gäste konnten so von den Gründern des KFS über die Geschichte und Entstehung  des KFS mehr erfahren.

Das Model Konfirmandenferienseminar stammt  aus Finnland, wurde jedoch von den beiden hier in die Regionen getragen. Denn Martin Quandt wollte, dass die Konfirmandenzeit das Herz der Konfis erreicht, und er hat im KFS die Chance gesehen, für die Konfis eine unvergessliche Zeit mit Gott zu erleben. Teamer wurden ebenso in der Talkrunde zum KFS interviewt: Für jeden Teamer hat sich das Leben nach dem KFS prägend verändert. Bestimmt schön zu hören, dass das KFS nicht nur ins Herz der Konfis geht, sondern auch in das der Teamer.

Der Empfang wurde zudem auch von einem Figurentheater begleitet, welches zwei Gleichnisse erzählt hat, die die Gäste selber erraten konnten, wenn sie denn vor Lachen denken konnten. Musikalisch wurde der Abend von der Band Hugo begleitet. Mit einer der schönsten Momente an dem Abend war als die Teamer mit der Band Hugo bei dem Lied „10.000 Reasons“ einstimmte und die rund 240 Gäste aufstanden zum Mitsingen. Großen Eindruck hat auch Jana Langreder mit einem selbstgeschriebenem Poetry Slam Gedicht hinterlassen. Zum Ende wurde das widerbelebte Projekt der Patenschaften vorgestellt, bei dem Jeder und Jede ein Pate des KFS durch eine Geldsumme werden kann und somit das KFS unterstützt. Damit können auch Konfis und Teamer weiterhin das Gefühl des KFS erleben.

Nach so einem vollen und bewegenden Programm gab es erstmal eine Stärkung mit Fingerfood und Getränken. Eine Fotobox mit Sachen zum Verkleiden, sowie ein Kaffeestand wurde vom Projekt „Kurze Wege“ zur Verfügung gestellt. Danach war man gestärkt und man konnte schöne Erinnerungen sammeln. Junge neuere Teamer konnten sich mit Alteingesessenen  austauschen, man hat neue Leute kennengelernt und auch bei den Gründern des KFS konnte man nochmal danke sagen, für diese wunderbare Idee, die auch heute noch ein wichtiger Teil meines Lebens ist.

Von Merit Breier

Mehr Seelsorge und sichere Stellensituation

Kirchenkreistag beschließt personelle Zukunft bis 2022

Neustadt/Wunstorf. Der Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf steuert in eine sichere Zukunft: Bis zum Jahr 2022 muss nur wenig Personal gekürzt werden. Angesichts der sinkenden Kirchenmitgliederzahlen werde bis 2022 lediglich eine volle Pfarrstelle im Kirchenkreis wegfallen, die zum Teil durch Eigenmittel des Kirchenkreises für die nächsten sechs Jahre gehalten werden kann. „Das ist ein gutes Zeichen für die Zukunft“, sagt  Superintendent Michael Hagen.

In dieser Woche haben sich die Mitglieder des Kirchenkreistages, das Parlament des Kirchenkreises, im Diakonisch-Kirchlichen Zentrum St. Johannes in Wunstorf zum Thema „Stellen- und Finanzplanung“ getroffen. Neben der Stellensituation der Pastoren und Diakone ging auch um konkrete Ziele für die Zukunft: So sollen etwa attraktivere Pfarrstellen geschaffen werden „angesichts des geringen Pastorennachwuchses,“ so Hagen. Zudem sollen die Pastoren und Pastorinnen zukünftig mehr Zeit für Beerdigungen oder Hochzeiten haben, damit die Seelsorge auch gewährleistet bleibt. „Darum werde auch eine volle Pastorenstelle für die Krankenhausseelsorge eingeplant“, so Hagen. Die musikalische Bildung und Kulturarbeit im Kirchenkreis werde gestärkt. Mehr Stunden seien zukünftig auch für die Gemeindesekretärinnen eingeplant, damit soll eine noch bessere Erreichbarkeit vor Ort in Neustadt und Wunstorf oder den Dörfern gewährleistet sein.

Außerdem hat der Kirchenkreistag seinen Vorstand bestätigt. Mit überwältigender Mehrheit bestätigten die Mitglieder Fred Norra als Vorsitzenden und Ina Wolf als stellvertretende Vorsitzende des Kirchenkreistages. Auch die weiteren Stellvertreter im Vorstand wurden wieder gewählt. Der Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf zählt 42.582 Mitglieder.

Marcus Buchholz

Meer Radio bringt die Kirche ins Wohnzimmer

Kirchenmagazin „Angedacht“ am Sonntag um 10 bei Meer Radio

(Neustadt am Rübenberge) In den Kirchengemeinden der Steinhuder Meer Region bleiben am Sonntag die Kirchen leer. Die Landeskirchen kündigten an, wegen der Corona-Pandemie ihre Gottesdienste abzusagen. So auch in Neustadt und Wunstorf. Wenn die Gläubigen aufgrund der Isolation nicht in die Kirche gehen können, bringt Meer Radio die Kirche in die Wohnzimmer.
 
Ab dem kommenden Sonntag, 22. März 2020 um 10 Uhr sendet Meer Radio eine Stunde lang das Kirchenmagazin „Angedacht“ mit Pastor Marcus Buchholz.
 
Pastor Buchholz ist seit November 2012 für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenkreises zuständig und bekleidet parallel das Amt des Stellvertretenden Superintendenten. „Ich freue mich in dieser schwierigen Corona-Zeit den Hörern von Meer Radio die Möglichkeit zu bieten, mit uns – dem Evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf – in Kontakt zu kommen. Gerade jetzt wollen wir die Verbindung zu unserer Gemeinde halten. Die Zusammenarbeit mit Meer Radio ist daher sehr wertvoll und freue mich, dass wir bereits am kommenden Sonntag auf Sendung gehen.“
 
In der Sendung „Angedacht“ wird Buchholz zum Beispiel in einem Interview mit der Kolenfelder Pastorin Christa Hafermann beleuchten, wie sich die Corona-Krise in ihrer Gemeinde bemerkbar macht oder es wie die Kirche in der Steinhuder Meer Region die Seelsorge ab sofort auch in digitaler Form anbietet. Natürlich wird es in einer Sendestunde noch mehr Themen geben. Bei Meer Radio: in der Region in Ihrem Radio auf der UKW-Frequenz 88.0, oder auch weltweit per Stream über www.meerradio.de, bei TuneIn oder Radio.de.  
 
Neustadt, 19. März 2020
Kontakt:  
André Gottschalk / Redaktions- und Programmleitung
Tel.: 05032 955 150
Mail: andre.gottschalk@meerradio.de

Mama-Café öffnet am 24. Februar 2015

Neues Angebot des Diakonieverbandes Hannover-Land

Am Dienstag, 24. Februar um 10 Uhr öffnet das Mama-Café für Schwangere und Mütter mit Kindern bis zum Kindergartenalter in den Räumlichkeiten der Begegnungsstätte Silbernkamp das erste Mal.

Sich in gemütlicher Runde austauschen, gemeinsam frühstücken und Informationen rund ums Kind erhalten – das Mama-Café ist ein gemeinsames Angebot der Schwangeren­be­ratung, der Projekte wellcome & Familien stärken und der Begegnungsstätte Silbernkamp. Kinder dürfen sich auf ein buntes Programm in der Spielecke, begleitet von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen, freuen und frühstücken kostenfrei mit. Von Erwachsenen ist ein Kosten­beitrag von 2 € erwünscht.

Informationen aus verschiedenen Themenbereichen rund ums Kind werden angeboten und für Fragen steht immer eine Ansprechpartnerin des Diakonieverbandes Hannover-Land zur Verfügung.

Weitere Termine: 24. März, 28. April jeweils 10 bis 11.30 Uhr

Kontakt:
Diakonieverband Hannover-Land
Anne-Marei Stamme, Annette Holaschke, Janet Breier
An der Liebfrauenkirche 5 – 6
31535 Neustadt a. Rbge.
Telefon 0 50 32 – 6 59 04

und

Begegnungsstätte Silbernkamp (Eingang Albert-Schweitzer-Straße)
31535 Neustadt a. Rbge.
Telefon 0 50 32 – 80 17 88 7

Luthermobil fährt durchs Calenberger Land

Musical wird in vielen Schulen aufgeführt

Neustadt. Das Luthermobil geht auf Reisen: Seit Anfang der Woche fährt der Kulturmanager Feliks Oldewage mit einem VW-Lupo durch das Calenberger Land. Seine Mission: Das Musicalprojekt „Luther macht Schule“ in die Schulen bringen. „Ich werde das Projekt präsentieren und dafür von Rinteln bis Nienburg und von Bückeburg bis Wunstorf werben“, sagt Oldewage. Die Firma Temps aus Neustadt hat das Fahrzeug extra frisch lackiert und mit dem Graffitilogo von „Luther macht Schule” sowie den Logos der Sponsoren und Förderer versehen.

Das neue „Luthermobil” ermöglicht die Organisation der Serie von Musical-aufführungen im Herbst 2017. Im Rahmen der Aufführungen zum Reformationsjubiläum werden die Schülerinnen und Schüler der teilnehmenden Schulen in einem großen Chor gemeinsam mit den Ensembles der Kreiskantorinnen und -kantoren die Anfänge der Reformation und Episoden aus dem Leben Martin Luthers mitreißend auf die Bühne bringen.

In Kooperation mit den Kirchenkreisen Nienburg, Grafschaft Schaumburg und der Schaumburg-Lippischen Landeskirche, veranstaltet der Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf das Schülermusicalprojekt „Luther macht Schule“. Birgit Pape, Kreiskantorin im Evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf, hat das Musical getextet, komponiert und auf der Bühne arrangiert. Im Frühjahr gab es eine  Uraufführung in der Liebfrauenkirche in Neustadt am Rübenberge.

Das Musical zeigt die klassischen Szenen des Reformators: die Jugendzeit in Erfurt mit seinen Freunden, die Studienzeit mit Kollegen wie Philipp Melanchthon in Wittenberg, den Reichstag zu Worms sowie das Leben auf der Wartburg als Junker Jörg. Besonders plakativ ist eine Szene in einer Wittenberger Schenke: Die Gäste diskutieren bei Bier und Wein theologische Themen und kommen zu dem ironisch-gesungenen Schluss: „Ablasshandel ist eine gute Sache mit dem ich richtig Kohle mache.“ Der ernsthafte lutherische Gedanke dahinter: „Frei sein, um anderen Menschen zu dienen“ oder „Liebe üben, die Gott schenkt.“

Am Schulprojekt interessierte Lehrerinnen und Lehrer können sich bei Feliks Oldewage, dem Kulturmanager des Projekts, unter kontakt@luther-macht-schule.de und der Telefonnummer 05037 - 97 95 32 melden.

Das Projekt wird gefördert von: Ev.-luth. Landeskirche Hannovers, Niedersächsische Sparkassenstiftung (Sparkasse Hannover, Sparkasse Schaumburg, Sparkasse Nienburg und Stadtsparkasse Wunstorf), Klosterkammer Hannover, Evangelische Bank, Firma Temps, Die Malereibetriebe, CalenbergGrubenhagensche Landschaft, Schaumburger Landschaft, Hoya-Diepholz’sche Landschaft, Neuhoff-Fricke-Stiftung.

http://www.luther-macht-schule.de/

Text und Fotos: Marcus Buchholz

Luther live erlebbar – Evangelische Bank unterstützt Reformationsmusical mit 5000 Euro

Neustadt/Wunstorf. Für ein überregional angelegtes musikalisches Großprojekt zum Thema Reformation stellt die Evangelische Bank 5.000 Euro zur Verfügung.  In der fast zweijährigen Projektphase geht es um lebendige Gemeinschaft, zentrale Inhalte protestantischer Glaubensüberzeugungen - und viel Musik. „Ein wunderbares Beispiel zeitgemäßer musisch-kultureller Bildungsarbeit“, sind sich Martin Knöpke, Regionalbetreuer der Evangelischen Bank in Hannover und Superintendent Michael Hagen einig.

Das überregional angelegte musikalische Projekt beansprucht für seine fast zweijährige Projektzeit Kosten in Höhe von mehr als 100.000 Euro. Die Hälfte wird durch die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers, die beteiligten Kirchenkreise und Eintrittsgelder finanziert. „Der Rest muss durch Spendengelder und Sponsoren aufgebracht werden“, sagt Michael Hagen, der sich über weitere Sponsoren freut.

Zwischen Januar 2016 und November 2017 (Musical-Aufführungen) werden sich Kinder und Jugendliche aus den Kirchenkreisen unter professioneller Anleitung musikalisch-künstlerisch mit der Reformation und dem Leben zu damaliger Zeit auseinandersetzen. Ziel ist, das Anliegen des Reformationsgedenkens so auf musikalischem Wege einem großen Kreis junger Menschen bekannt zu machen. So, wie einst Luthers Ideen sich durch seine Choräle in Windeseile in allen deutschen Landen verbreiteten.  Vor den Herbstferien 2017 sollen in allen teilnehmenden Kirchenkreisen Aufführungen des Musicals stattfinden, professionelle Musiker unterstützen sie. Der Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf feiert das Reformationsjubiläum in Kooperation mit den Kirchenkreisen Grafschaft Schaumburg, Nienburg. Gespräche mit weiteren Kooperationspartnern finden zur Zeit statt.

Am 31. Oktober 2017 jährt sich zum 500. Mal die Veröffentlichung der 95 Thesen Martin Luthers. 2017 feiert der Protestantismus nicht nur 500 Jahre Reformation, sondern erinnert auch daran, welche Rolle sie bei der Entstehung der Moderne gespielt hat. So rücken jene Impulse der Reformation in den Fokus, deren Auswirkungen bis in unsere Zeit reichen.

Leuchtpunkte‘ – ein Projekt der Kirchengemeinden im Norden zum Auftakt des Reformationsgedenkens vom 31.10.16 bis 20. 11.

Neustadt/Wunstorf. Am 31. Oktober 2017 jährt sich der Thesenanschlag durch Martin Luther an die Schlosskirche in Wittenberg zum 500. Mal. Mit 95 Thesen wollte Luther im Jahr 1517 einen öffentlichen Diskussionsprozess über die Reform der Kirche in Gang setzen. In der Folge kam es zur Entstehung der evangelischen Kirche.

Zum Auftakt veranstalten die Kirchengemeinden im Norden des Kirchenkreises Neustadt-Wunstorf die gemeinsame Aktion ‚Leuchtpunkte‘. Vom Reformationstag, 31. 10. 2016, bis zum Ewigkeitssonntag, 20. 11. 2016, werden die Kirchen und Kapellen im ländlichen Raum täglich von 18 bis 24 Uhr angestrahlt. Auf diese Weise stehen sie als Zeuginnen einer langen Geschichte hier vor Ort  wie ‚Leuchtpunkte‘ in der Landschaft und können in der Dunkelheit schon von Weitem gesehen werden. Es sind die Kirchen und Kapellen in Niedernstöcken, Esperke, Mandelsloh, Lutter, Laderholz (?), Helstorf, Abbensen, Otternhagen, Metel, Suttorf, Basse, Empede, Mariensee, Büren, Eilvese, Hagen, Dudensen – insgesamt 17 Stück. Davon sind die Kirchen in Niedernstöcken, Mandelsloh, Helstorf, Abbensen und Otternhagen dauerhaftangestrahlt, alle anderen ‚nur‘ für diese drei Wochen.

Das Projekt wird realisiert durch die regionale Arbeitsgemeinschaft der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden im Norden des Kirchenkreises Neustadt-Wunstorf in Zusammenarbeit mit Matthias Müller von Buderus Services GmbH.

Text: Christina Norzel-Weiß, Vorsitzende der regionalen Arbeitsgemeinschaft Nord

 

Fotos: Ursula Klobasa

Leitung des Kirchenkreises komplett

Die Leitung des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Neustadt-Wunstorf ist nun komplett: Nachdem Fred Norra als Vorsitzender des Kirchenkreistages sowie Holger Butenschön als stellvertretender Vorsitzender des Kirchenkreisvorstandes bestätigt wurden, stehen nun auch die stellvertretenden Superintendenten fest: Pastorin Ulrike Schimmelpfeng wird Superintendent Michael Hagen als erste Stellvertreterin vertreten. Pastor Elmar Orths aus Idensen ist zweiter Stellvertreter. Die Geistlichen wurden durch den Pastorenkonvent im Kirchenkreis in diese Ämter gewählt.

Pastorin Ulrike Schimmelpfeng übernimmt ihre Aufgabe im Rahmen einer Viertel-Pastorenstelle. „Damit kann ich den Superintendenten bei Jahresgesprächen und Strukturplanungen professionell unterstützen“, sagt die Berufsschulpastorin. Elmar Orths ist gleichzeitig Jugendpastor im Kirchenkreis und hat somit auf Leitungsebene auch die Belange der jüngeren Generation im Blick. Holger Butenschön und Fred Norra, die sich seit Jahren ehrenamtlich in der Leitung des Kirchenkreises engagieren, freuen sich darüber, dass „Ehrenamtliche so viel Verantwortung übertragen bekommen. mbu

Laufen für Wagrain

Neustadt. Beim Sponsorenlauf (KFS) haben 153 Läufer 7200 Euro für das Konfirmandenferienseminar erlaufen. Mehr als 600 Zuschauer haben die jungen Konfirmanden und Teamer, aber auch die älteren Pastoren in der Neustädter Innenstadt am vergangenen Sonnabend angefeuert. Der ausdauernsde Läufer ist 70 Runden gelaufen, ein 19-Jähriger Teamer. Neun Pastoren nahmen am Lauf teil. Pastor Marcus Buchholz von der Neustädter Liebfrauenkirche schaffte 63 Runden - das sind etwa 24 Kilometer.

Viele Grüße, „Bis ganz nach Wag-rain“ – so lautet das Motto des Sponsorenlaufs. Die Jugendlichen haben sich vorgenommen, mit Runden durch die Innenstadt mindestens 736 Kilometer zurückzulegen. So weit ist es bis zum Ort des Ferienseminars in Österreich.

Pro Runde machten die Konfirmanden, Teamer, Pastoren und weitere Unterstützer 400 Meter gut. Für jede Runde gab es neben einem Gummiband. Jede gelaufene Runde finanzierten Sponsoren wie Eltern, Großeltern, Firmen oder Einrichtungen aus der Region Mitte und Nord des Kirchenkreises.

Das Geld dient zur Finanzierung des nächsten Seminars – etwa, um davon mal eine Extrabelohnung für die Jugendlichen zu kaufen oder diejenigen zu unterstützen, die sonst aus finanziellen Gründen nicht mitfahren könnten. Seit 1999 fahren die Konfirmanden aus Neustadt die 736 Kilometer. Kirchenkreis-Spendenbeauftragte Christina Günther hat nachgerechnet. „Inzwischen müssten 6300 Neustädter in Wagrain gewesen sein, statistisch gesehen ist das jeder Siebte“, sagte sie mit einem Augenzwinkern.

Langzeitfortbildung macht Frauen „Lust zum Leiten“

Sabine Berusch-Adolf und Ina Wolf aus Wunstorf haben sich rund ein Jahr lang mit ihrer „Lust zum Leiten“ im Rahmen der gleichnamigen Fortbildung für Frauen in kirchlichen Ehrenämtern beschäftigt. Das praktische Handwerkszeug fand schnell Einzug in die eigene Praxis. „Meine Sprachfähigkeit in Gremien hat sich deutlich verbessert. Ich habe bringe jetzt auch stärker meine Themen in die Diskussionen ein“, beschreibt Ina Wolf, stellvertretende Vorsitzende des Kirchenkreistages Neustadt-Wunstorf ihren Gewinn aus dem Erlernten. Insgesamt vierzehn Frauen haben am Samstag ihr Zertifikat in der Heimvolkshochschule Loccum e.V. für den erfolgreichen Abschluss erhalten. Die Langzeitfortbildung war ein Pilotprojekt für die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers im Sprengel Hannover, zu dem auch der Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf gehört. Zukünftig wird das Angebot auch in anderen Sprengeln der Landeskirche durchgeführt. „Aus meiner Sicht, aber auch aus Sicht der Teilnehmerinnen, wie die Auswertung zeigt, ist die Fortbildung sehr erfolgreich verlaufen. Es ist deutlich geworden, dass ein solches Angebot speziell für Frauen wichtig ist“, so Schirmherrin Landessuperintendentin Dr. Ingrid Spieckermann. „Innerhalb unserer Kirche übernehmen viele Frauen ehrenamtlich Verantwortung in Gremien, Gruppen und Konferenzen. Die eigenen Kompetenzen zu reflektieren und weiterzuentwickeln braucht Zeit und Raum, den wir mit dieser Fortbildung geschaffen haben.“

Acht Module umfassten Inhalte und Methoden zur kompetenten Wahrnehmung von Leitungsaufgaben, zur Wahrnehmung und Entwicklung von Stärken sowie zur Vertiefung der eigenen Kompetenzen, Leitung zu gestalten. Die Netzwerkarbeit und der Austausch mit anderen Frauen wurden in der Fortbildung ebenfalls initiiert und gepflegt.

Pastor Gerald Petzold aus Dedensen freut sich über die neuen Kompetenzen der Kirchenvorstandsvorsitzenden Sabine Berusch-Adolf in seiner Gemeinde: „Wir werden viel gemeinsam umsetzen. Ich selbst habe zeitgleich eine ähnliche Fortbildung für Pastoren besucht. Wir waren bisher ein gutes Team und werden zukünftig noch ein besseres sein. Mit dem gemeinsamen fachlichen Austausch über die Arbeit im Kirchenvorstand sind wir noch dichter dran. Da wird sich vieles gut entwickeln.“ Petzold war wie andere Gemeindepastoren zum Abschluss angereist, bei der die Frauen ihre Lernerfolge präsentierten. Neben ihm kamen unter anderem die Gleichstellungsbeauftragte der Landeskirche Hella Mahler und der Präsident der Landessynode Dr. Matthias Kannengießer zur Feierstunde in die Evangelische Heimvolkshochschule Loccum, um die Leistungen der Teilnehmerinnen zu würdigen.

„Die humorvollen und nachdrücklichen Präsentationen haben deutlich gemacht, wie gut die Atmosphäre war und was die Referentin Sigrid Lieberum alles vermittelt hat,“ freuen sich die Direktorin Berbel Unruh und Pastorin Dr. Vera Christina Pabst, theologische Mitarbeiterin der Ev. Heimvolkshochschule, auf ein Wiedersehen mit den Teilnehmerinnen im November zur Reflexionsrunde.

Pastorin Dr. Vera Christina Pabst

Landessuperintendentin Dr. Petra Bahr: „Musical ist Reformation zum Anfassen“

Michaelisempfang des Kirchenkreises Neustadt-Wunstorf: „Luther macht Schule“ wird gefeiert

Neustadt. „In aller Munde war und ist Martin Luther“, mit diesen Worten eröffnet Superintendent Michael Hagen den diesjährigen Michaelisempfang des Kirchenkreises Neustadt-Wunstorf in der Neustädter Johanneskirche. Dabei trägt er ein buntes T´Shirt mit der Aufschrift „Luther macht Schule“. Denn das ist das Thema des Abends: eine Revue des Schülermusicals, das mehr als 3000 Schülerinnen und Schüler aus 44 verschiedenen Schulen  bei 19 Aufführungen in Theatern auf die Bühne gebracht haben.

Das Musical hat Kreiskantorin Birgit Pape extra für das gleichnamige Schulprojekt konzipiert, getextet und komponiert. In sieben Szenen und 13 Liedern werden dabei die wichtigsten Lebensstationen Martin Luthers und die zentralen Gedanken der Reformation lebendig. Ob in den Grundschulen Mandelsloh-Helstorf, in Steinhude oder in Wunstorf – etliche Notenhefte, Cds, Kostüme hat das Team um Musikern Pape an die Schulen im Vorfeld geschickt, „damit Lehrer und Schüler dann üben, üben und üben konnten“, sagt Pape.

Ein kurzweiliger Film zeigt beim Michaelisempfang die vielen Aufführungen in den Theatern und Schulen. Mit großer Aufmerksamkeit nehmen die rund 200 Gäste aus Kirche und Politik diese filmische Rezension wahr. Die beteiligten Superintendenten aus den Kirchenkreisen Grafschaft Schaumburg und Nienburg Andreas Kühne-Glaser und Martin Lechler  und auch Vertreter der Landeskirche Schaumburg Lippe sind begeistert: „Die Botschaft Gottes zu den Menschen bringen – das hat Luther immer gewollt, und nicht dass sich Kirche selbst zu wichtig nimmt“, sagt Kühne-Glaser. „Luther stellte die Autoritäten damals in Frage, Stoff für großes Kino, er zeigte dem Papst und Kaiser die Stirn“, ergänzt Superintendent Michael Hagen.

Birgit Pape hat damit ein Projekt auf die Beine gestellt, das Kindern wie Eltern anspricht. Schirmherrin des Projektes Landessuperintendent Dr. Petra Bahr unterstützt das und sagt: „Das Projekt ist nicht nur Geschichtsunterricht, sondern es ist Reformation zum Anfassen und Reformation für heute“.

Fotos und Text: Marcus Buchholz

Landesbischof Meister besucht Ausstellung in Neustadt

„Tischgespräche mit Martin Luther“ – Ralf Meister diskutiert in der Liebfrauenkirche

Neustadt. Der Landesbischof Ralf Meister wird am Dienstag, 7. November, 19 Uhr, in der Liebfrauenkirche über die Thesen von Martin Luther diskutieren. Anlässlich der Wanderausstellung „Tischgespräche mit Martin Luther“ besucht er die Liebfrauenkirche.

Die Wanderausstellung wird erstmals vom 31. Oktober bis zum 17. November in der Liebfrauenkirche gezeigt. „Was bin ich wert?“, „Wird mir vergeben?“, „Was kann ich glauben?“ – mit diesen existentiellen Fragen können sich Besucher der Ausstellung interaktiv beschäftigen. An 10 Stationen werden existenzielle Fragen von Menschen unserer Zeit an Martin Luther gerichtet, die dieser mit originalen Zitaten und Bibelversen beantwortet. Interaktive Angebote laden jeweils zur vertiefenden Auseinandersetzung ein und ermöglichen Zugänge zu eigenen Lebensfragen.

Die Öffnungszeiten der Ausstellung: Mo-Fr: 10:00 – 18:00 Uhr, Sa: 10:00 – 14:00 Uhr So: im Anschluss an den Gottesdienst. Der Besuch ist möglich bis zum Freitag, den 17.11.17.

Weitere Informationen finden Sie unter www.liebfrauen-johannes.de Dort finden sich auch umfangreiche Materialien für den Einsatz im Religionsunterricht ab Klasse 7, die auch im KU genutzt werden können.

Kleinbusfahrsicherheits-Training für Ehrenamtliche und Hauptberufliche

Der Arbeits- und Gesundheitsschutzkreis des Kirchenkreises Neustadt-Wunstorf hat am 08.06.19 ein Kleinbusfahrsicherheits-Training durchgeführt.

Insgesamt 12 Ehrenamtliche und Hauptberufliche aus dem Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf haben an diesem Training auf dem Gelände des ADAC Fahrsicherheitszentrums in Hannover/Laatzen teilgenommen.

Zielgruppe waren die FahrzeugführerInnen, die in diesem Jahr einen Kleinbus im Rahmen von verschiedenen Maßnahmen (Konfirmandenferienseminar, Sommerfreizeiten usw.) fahren werden.

Das Training umfasste u.a. Rangierübungen, Ladungssicherung, Bremsen in Kurven, Ausweichen und Unter- und Übersteuern auf glattem und griffigem Belag.

Besonderer Dank gilt den Firmen Temps und Geisler aus Neustadt am Rübenberge, den Stadtjugendpflegen Neustadt und Wunstorf und dem Autohaus Trebeljahr aus Wunstorf, die Kleinbusse zur Verfügung gestellt haben.

„Ich finde es richtig gut, dass Ehrenamtliche und Hauptberufliche sich hier freiwillig qualifizieren und dass der Kirchenkreis Geld in die Hand genommen hat, um hier präventiv tätig zu werden,“ sagte der Organisator Klaus-Dieter Coring-Weidner, der Mitglied im Arbeits- und Gesundheitsschutzkreis des Kirchenkreises Neustadt-Wunstorf ist.

Kleinbusfahrsicherheits-Training für Ehrenamtliche und Hauptberufliche

In Zusammenarbeit mit dem Kirchenkreisjugenddienst hat der Arbeits- und Gesundheitsschutzkreis des Kirchenkreises Neustadt-Wunstorf ein Kleinbusfahrsicherheits-Training durchgeführt.

Insgesamt 20 Ehrenamtliche und Hauptberufliche aus dem Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf haben an diesem Training auf dem Gelände des ADAC Fahrsicherheitszentrums in Hannover/Laatzen teilgenommen. Zielgruppe waren die FahrzeugführerInnen, die in diesem Jahr einen Kleinbus im Rahmen von verschiedenen Maßnahmen (Konfirmandenferienseminar, Sommerfreizeiten usw. ) fahren werden.

Das Training umfasste u.a. Rangierübungen, Ladungssicherung, Bremsen in Kurven, Ausweichen und Unter- und Übersteuern auf glattem und griffigem Belag. Besonderer Dank gilt der Firma Temps aus Neustadt am Rübenberge und dem Autohaus Trebeljahr aus Wunstorf, die Kleinbusse zur Verfügung gestellt haben. „Ich finde es richtig gut, dass Ehrenamtliche und Hauptberufliche sich hier freiwillig qualifizieren und dass der Kirchenkreis Geld in die Hand genommen hat, um hier präventiv tätig zu werden,“ sagte der Organisator Klaus-Dieter Coring-Weidner, der Mitglied im Arbeits- und Gesundheitsschutzkreis des Kirchenkreises Neustadt-Wunstorf ist.

Kirchenvorstandswahlen: Selfmailer wirbt für Wahl am 11. März

Neustadt/Wunstorf. 36.800 Wählerinnen und Wähler sind am 11. März 2018 dazu aufgerufen, im Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf neue Kirchenvorstände zu wählen. Dazu verschicken die Mitarbeiter des Kirchenamtes in Wunstorf in der kommenden Woche einen so genannten Selfmailer: Jung, modern und emotional – so wirbt die neue Wahlbenachrichtigung für die Kirchenvorstandswahlen und ersetzt damit die bisher üblichen Wahlbenachrichtigungskarten.

„Unsere Gottesdienste und unser Kirchencafé sind zum Treffpunkt für viele Menschen geworden. Ich möchte, dass diese Gemeinschaft noch  weiter wächst. Deswegen  kandidiere ich wieder.“ Mit Zitaten wie diesen und Fotos von aktiven Kirchenvorständen und Kandidaten aus Niedersachsen erinnert die Landeskirche Hannovers Gemeindeglieder dieses Jahr an die Wahl der Leitungsgremien 2018. 

„Die Arbeit im Kirchenvorstand ist geprägt von Leidenschaft“, sagt Pastor Marcus Buchholz von der Liebfrauenkirche in Neustadt. „Es gibt so viele Menschen, die Großartiges in den Gemeinden leisten. Sie machen das ehrenamtlich, aus reiner Überzeugung und mit vollem Einsatz.“ Der Selfmailer sei eine tolle Chance, die Gemeindemitglieder auch auf einer sehr emotionalen Ebene für die Arbeit und Ziele des Kirchenvorstands zu sensibilisieren und diese auch mit der eigenen Stimme bei der Wahl zu unterstützen, so der Sprecher Kirchenkreises, Marcus Buchholz.

Kirchenkreistag nimmt seine Arbeit auf

Fred Norra bleibt Vorsitzender

 Neustadt/Wunstorf. Eine ansprechende Personalpolitik für Pastoren, ein guter Plan für den Umgang mit Gemeindehäusern und Kirchen und der in drei Jahren anstehende Wechsel des Superintendenten: auf die rund 60 Mitglieder des neu gebildeten Kirchenkreistages im Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf warten in den kommenden sechs Jahren viele Aufgaben.

Fred Norra bleibt Vorsitzender

 Neustadt/Wunstorf. Eine ansprechende Personalpolitik für Pastoren, ein guter Plan für den Umgang mit Gemeindehäusern und Kirchen und der in drei Jahren anstehende Wechsel des Superintendenten: auf die rund 60 Mitglieder des neu gebildeten Kirchenkreistages im Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf warten in den kommenden sechs Jahren viele Aufgaben.

Bei seiner Sitzung am vergangenen Mittwochabend im Haus der Kirche an Liebfrauen in Neustadt haben die Delegierten der Kirchengemeinden vor allem personelle Entscheidungen getroffen: Als Vorsitzender des Kirchenkreistages wurde erneut Fred Norra gewählt, auch seine Stellvertreterin Ina Wolf wurde im Amt bestätigt.  

Zum Kirchentagsvorstand inklusive Beisitzer gehören: v.l.: Gerlinde Hornig, Torsten Dannenbring, Ina Wolf, Fred Norra und Nils Thöldtau.Neu formieren musste sich auch der Kirchenkreisvorstand (KKV), dem von Amts wegen Superintendent Michael Hagen vorsteht. Das Gremium ist für alle Entscheidungen verantwortlich, die zwischen den Sitzungen des Kirchenkreistags anstehen. Nach der Wahl gehören zu diesem monatlich tagenden Gremium die Pastoren Christoph Bruns aus Neustadt, Thomas Gleitz aus Wunstorf und Christina Norzel-Weiß aus Mariensee an. Als Ehrenamtliche wurden Janet Breier, Anke Wortmann, Holger Butenschön, Gudrun Rohe-Kettwich, Günther Röbbeln, und Justus Jeep gewählt.

Ebenfalls wurden die Mitglieder zahlreicher Fachausschüsse gewählt. Dazu zählen etwa der Finanz- und Planungsausschuss oder ein Ausschuss, der sich um Gottesdienste und Seelsorge kümmert.

Marcus Buchholz

Bei seiner Sitzung am vergangenen Mittwochabend im Haus der Kirche an Liebfrauen in Neustadt haben die Delegierten der Kirchengemeinden vor allem personelle Entscheidungen getroffen: Als Vorsitzender des Kirchenkreistages wurde erneut Fred Norra gewählt, auch seine Stellvertreterin Ina Wolf wurde im Amt bestätigt.  

Neu formieren musste sich auch der Kirchenkreisvorstand (KKV), dem von Amts wegen Superintendent Michael Hagen vorsteht. Das Gremium ist für alle Entscheidungen verantwortlich, die zwischen den Sitzungen des Kirchenkreistags anstehen. Nach der Wahl gehören zu diesem monatlich tagenden Gremium die Pastoren Christoph Bruns aus Neustadt, Thomas Gleitz aus Wunstorf und Christina Norzel-Weiß aus Mariensee an. Als Ehrenamtliche wurden Janet Breier, Anke Wortmann, Holger Butenschön, Gudrun Rohe-Kettwich, Günther Röbbeln, und Justus Jeep gewählt.

Ebenfalls wurden die Mitglieder zahlreicher Fachausschüsse gewählt. Dazu zählen etwa der Finanz- und Planungsausschuss oder ein Ausschuss, der sich um Gottesdienste und Seelsorge kümmert.

Marcus Buchholz

Kirchenkreistag beschließt Haushaltplan bis 2021

Sekretärinnen bekommen mehr Stunden

Niedernstöcken. Der Evangelische-lutherische Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf rüstet sich trotz sinkender Kirchenmitgliedszahlen für die Zukunft: Für den nächsten Haushaltsplan bis zum Jahr 2021 werden jährlich 515.000 Euro für die Gehälter der Küster und Sekretärinnen eingestellt. Das besondere: 50.000 Euro werden mehr für die Sekretärinnen aufgestockt, „um vor Ort in den 26 Gemeinden des Kirchenkreises noch besser für die Menschen erreichbar zu sein“, sagt Superintendent Michael Hagen vor den rund 50 Delegierten in der Niedernstöckener Kirche.

Ebenso beschließt der Kirchenkreistag die finanziellen Zuweisungen für die Küsterstunden im Kirchenkreis. Die gute Nachricht: „Wir können den Level der vergangenen Jahre halten, auch wenn der Kirchenkreis in den vergangenen drei Jahren mehr als 2500 Gemeindeglieder verloren hat“, sagt Michael Hagen.

Der Bauausschuss berichtet darüber, dass das Gemeindehaus der Johannesgemeinde in Neustadt stark sanierungsbedürftig ist. In Zukunft müsse hier überlegt werden, ob das jetzige Gemeindehaus saniert oder ein Neues gebaut werde. Auch die Nutzung des Gemeindehauses der Bordenauer Kirchengemeinde müsse zukünftig neu überlegt werden, sagt der Vorsitzende des Bauausschusses Architekt Klaus Haake.         

Auch das Reformationsjubiläum 2017 ist Thema im Kirchenkreistag: Superintendent Michael Hagen verweist in seinem Bericht auf das Musical „Luther macht Schule“. Im kommenden Jahr wird das von Kreiskantorin Birgit Pape komponierte Musical in vielen Schulen des Kirchenkreises aufgeführt.

Text: Marcus Buchholz

Kirchenkreis stärkt sozialpädagogische Fachkräfte

Freiraum, um sich den Rücken stärken zu lassen – dies bot der Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf sozialpädagogischen Fachkräften seiner evangelischen Kitas auf Spiekeroog an.

14 Fachkräfte verbrachten die Tage vom 28.9.-2.10. auf der Insel.

Obwohl das Wetter durchaus viele Wünsche offen ließ – einige wurden sogar gleich dreimal bis auf die Haut durchnässt, und der Sturm presste den Regen durch die geschlossenen Fenster des Evangelischen Jugendhofes – haben alle die Zeit für sich genutzt und genossen:

Gerahmt von Morgen- und Abendandachten gab es Zeit für Körperübungen für den Rücken, eine biblische Geschichte zum Rücken stärken wurde tagtäglich bibliodramatisch vertieft, wer wollte, konnte Formen der Meditation ausprobieren, und trotz Regen und Sturm wurde die Insel in alle Richtungen erwandert: Dünen, Strand, Naturzentrum und auch kleine Inselcafés. Pastorin Lissy Weidner war dabei zuständig für die religionspädagogischen Angebote, Klaus-Dieter Coring-Weidner von der Mitarbeitervertretung ergänzte erlebnispädagogische Angebote und Organisation. So wurde sogar eine überzeugte Stubenhockerin zur begeisterten Geocacherin, die fortan ihre Kilometer und Schritte zählte ...

Den runden Abschluss der Maßnahme bildete ein Gottesdienst in der alten Inselkirche mit Arend de Vries zum Erzengel Michael.

Das Wichtigste jedoch, da waren sich alle einig, war die Gruppe. „Ich konnte mich so geben, wie ich bin – kein Verstellen, keine Verbiegung“ und: „Die Herzlichkeit der Gruppe war genau das, was ich brauchte“ waren zwei der Rückmeldungen, die wohl am Ende der Freizeit alle teilten.

Kirchenkreis steuert in sichere Zukunft

Trotz sinkender Mitgliederzahlen nur wenig Stellenkürzung

Neustadt/Wunstorf. Der Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf macht seine Zukunftspläne: „Bis 2022 muss weniger an Personal gekürzt werden als in den vergangenen Jahren“, sagt  Superintendent Michael Hagen. Angesichts der sinkenden Kirchenmitgliederzahlen werde bis 2022 lediglich eine volle Pfarrstelle im Kirchenkreis wegfallen.

In dieser Woche haben sich die Mitglieder des Kirchenkreistages, das Parlament des Kirchenkreises, in Idensen zu Thema „Stellen- und Finanzplanung“ getroffen. „Die Landeskirche Hannovers erwartet einen Finanz- und Stellenplan für die kommenden Jahre“, sagt Superintendent Michael Hagen, „darauf müssen wir reagieren, um in eine sichere Zukunft zu steuern.“ Konkret sollen in Zukunft 19 Gemeindepfarrstellen erhalten bleiben und weitere Stellen für Bildung Schularbeit geschaffen werden. Außerdem sollen die Sekretärinnen in den Pfarrämtern mehr Stunden bekommen, „da sie zunehmende erste Ansprechtpartnerinnen vor Ort sind“, sagt Hagen.

In den vergangenen vier Jahren hat der Kirchenkreis 2953 Mitglieder verloren. Nun gehören 42,582 Menschen zur evangelisch-lutherischen Kirche. „Das ist ein Rückgang von 6,4 Prozent, hier macht sich der demographische Wandel bemerkbar“, sagt Eckhard Müller, Vorsitzender des Finanz- und Planungsauschusses im Kirchenkreis. Allerdings profitiere der Kirchenkreis davon, dass zwei Mittelzentren im Kirchenkreis liegen: Neustadt und Wunstorf. „Aufgrund dieser Tatsache bekommen wir relativ hohe Zuweisungen pro Jahr von der Landeskirche – hier zählen die Einwohner und nicht die Kirchenmitglieder“, erklärt Müller. Die Mitglieder des Kirchenkreistages entscheiden in der Herbstsitzung über diese Vorschläge zur personellen und finanziellen Zukunft des Kirchenkreises.

Am Ende des Kirchenkreistages hat sich Pastor Carlos Ulrich  verabschiedet. Nach fünf Jahren im Kirchenkreis kehrt der Brasilianer in seine Heimat zurück. Zusammen mit seiner Frau Dr. Claudete Beise Ulrich wird er am kommenden Sonntag um 15 Uhr im Diakonisch-Kirchlichen-Zentrum St. Johannis, Albrecht-Dürer-Str. 3, Wunstorf, verabschiedet.

Foto: v.l.: Die stellvertretende Superintendentin Ulrike Schimmelpfeng, Eckhard Müller, Vorsitzender vom Finanz- und Planungsausschuss und Superintendent Michael Hagen stellen die Vorschläge vor.

Marcus Buchholz

Kirchenkreis fördert Erzieher im Rahmen von Integration und Inklusion

Neustadt/Wunstorf. Das ist bislang einmalig in der Landeskirche Hannovers: Erzieherinnen und Erzieher können eine berufsbegleitende Langzeitfortbildung zur „FACHKRAFT für Gemeinsame  Erziehung und Bildung behinderter und nicht behinderter Kinder in der Kindertagesstätte" absolvieren. „Das ganze ist als so genannte „inhouse-Schulung“ angelegt“, sagt Evelin Brückner, Pädagogische Leitung in der Geschäftsführung Kindertagesstätten im Kirchenkreis. Bei der Schulung lernen die Erzieherinnen verhaltensauffällige Kinder zu betreuen.

„Das ist ein neuer zusätzlicher Schritt der Qualitätsoffensive bei unseren Erzieherinnen“, sagt Superintendent Michael Hagen.  Mit dieser Maßnahme ist der Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf der erste in der Landeskirche Hannovers. Die Fortbildung wird in Zusammenarbeit mit dem diakonischen Werk in Niedersachsen angeboten. Dieses Qualifizierungsangebot soll dem steigenden Bedarf für Kinder mit Förderbedarf gerecht werden. Insgesamt nehmen an diesem Fortbildungsangebot 20 Erzieherinnen teil und werden von 15 Referenten in zwölf Blöcken an je drei Tage begleitet

Daran soll exemplarisch deutlich werden, wie der Kirchenkreis in seine pädagogischen Fachkräfte (Erzieher/in), die in den Einrichtungen als Erst- und Zweitkräfte tätig sind, investiert, um den steigenden Herausforderungen in der Elementarförderung gerecht zu werden. Eine pädagogische Arbeit nach Kassenlage ist hier in keiner Weise zukunftsfähig.

Pastor Marcus Buchholz / Kontakt: Evelin Brückner, Tel.; 0172-4015544

Kirchenkreis beschäftigt sich mit Kitas

Fünf Jahre Trägerschaft für zehn Kindertagesstätten / Pastorin Hafermann zur stellvertretenden Superintendentin gewählt

Neustadt/Wunstorf. Keine Verantwortung mehr fürs Personal, kein Verhandlungen mehr über Finanzen – zehn der zwölf Kindertagesstätten im Evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf gehören seit 2011 der Trägerschaft für Kindertagesstätten an: Der Kirchenkreis übernimmt für die Gemeinden vor Ort viele Aufgaben. In den Kitas arbeiten 148 Fachkräfte, es werden mehr als 1000 Kinder betreut.

„Damit werden vor allem die Kirchengemeinden in Verwaltungs- und Personalfragen entlastet, die bisher diese Aufgaben für ihre Kindertagesstätten wahrgenommen haben“, sagt Superintendent Michael Hagen. Somit können sich die Kirchengemeinden auf die inhaltlichen und religionspädagogischen Aufgaben konzentrieren. Außerdem ermögliche der neue Verbund sehr viel flexiblere und sichere Möglichkeiten im Personaleinsatz.

Herausforderungen sind jedoch, „der Sanierungsstau in vielen Kindertagesstätten“, sagt Harm Schütte als Geschäftsführer des Dachverbandes. Gebäudemanagement hieße dann konkret: Hausmeistertätigkeiten sollen zentral gesteuert, der Sanierungsstau soll zentral von der Trägerschaft abgebaut werden.  

Die pädagogische Leiterin der Trägerschaft, Evelyn Brückner, ergänzt: „Das Anwerben von neuem Personal in der Betreuung gestaltet sich als äußerst schwierig.“ Ihre Aufgabe für die Zukunft: Mitarbeiterbindung und Mitarbeitergewinnung in Zeiten des Fachkräftemangels. Konkret heißt das: unbefristete Verträge, Gesundheitsmanagement ausbauen, Fortbildungen für die Mitarbeiterinnen anbieten und finanzieren, den Kirchenkreis als attraktiven Arbeitgeber zu präsentieren.

Zudem wählten die 46 stimmberechtigten des Kirchenkreistages Pastorin Christa Hafermann aus Kolenfeld zur 1. Stellvertretenden Superintendentin. Mit einer 25-Prozent-Stelle füllt die 54-jährige Theologin  diese Aufgabe in Zukunft aus. In der Kirchengemeinde arbeitet sie mit einer dreiviertel Stelle.

Kirchenkreis auf dem Prüfstand

Neun Ausschüsse berichten über die Arbeit in den Kirchengemeinden

Neustadt/Wunstorf. Der Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf stellt sich selbst auf den Prüfstand: mit mehr als zehn Berichten aus den einzelnen Ausschüssen informierten sich die Mitglieder des Kirchenkreistages über die Arbeit in den Kirchengemeinden und Einrichtungen. Dazu zählten Themen wie etwa: Umstellung des Buchführungssystems im Kirchenamt, mehr Werbung für die Klinikseelsorge im Krankenhaus, Nachwuchsmangel bei Pastoren. Ziel ist es, dass der zukünftige Kirchenkreistag sich um diese Arbeitsfelder intensiv kümmert.

Bei dem Kirchenkreistag, das Parlament des Kirchenkreises, in der Stiftskirchengemeinde berichtete Andrea Furche, Leiterin des Kirchenamtes Wunstorf, dass vor allem die Umstellung auf ein neues Buchführungssystem namens Doppik viel Zeit und Kraft koste „und eine echte Herausforderung für alle Mitarbeitenden ist“. Um so besser sei deshalb: Mit nunmehr 61 Mitarbeitenden ist das Kirchenamt personell gut ausgestattet, insbesondere freut sich Furche über neue Auszubildende zu Verwaltungsfachangestellten. Dazu zählt Ralph, Clemens, 22 Jahre, der im zweiten Ausbildungsjahr alles rund um Haushalt, Bau, Liegenschaften, Friedhof oder Kindergärten lernt. Er stammt aus der Liebfrauen-Kirchengemeinde in Neustadt und hatte schon immer eine Affinität zu  Gesetzen. Auch seine Kollegin Emily Heidorn, 19 Jahre, befindet sich in der dreijährigen Ausbildung im Kirchenamt: „Büro war schon immer meins, da hat sich Kirche angeboten“, sagt die Teamerin aus der  Johannes-Kirchengemeinde in Neustadt.

Im Ausschuss berichtete Schulpastorin Franziska Oberheide über die schulkooperative Jugendarbeit. Diese sei ein wichtiges Arbeitsfeld, berichtet die Wunstorfer IGS-Schulpastorin: Hier lägen die Chancen Kindern und Jugendliche, die zu Hause keine christlichen Traditionen kennen lernen, für den christlichen Glauben zu interessieren.

Superintendent Michael Hagen weist in seinem Bericht zur Leitung des Kirchenkreises noch einmal darauf hin, dass zukünftig attraktive Pfarrstellen geschaffen werden sollten, „die junge Pastoren anlocken“. Denn auch in der Evangelisch-lutherischen Kirche bahnt sich ein Nachwuchsmangel von Pastorinnen und Pastoren an.

Fotos und Text: Marcus Buchholz

Kirche – Geld – Finanzen: Finanzchef Krämer beim Kirchenkreistag

Neustadt. Kirchensteuerflüchtlinge, Limburg-Effekt, schrumpfendes Personal bei stabilen Finanzen. Mit Vorurteilen zum kirchlichen Umgang mit Geld hat der Finanzdezernent der evangelischen Landeskirche, Dr. Rolf Krämer, in einem Vortrag beim Kirchenkreistag in Neustadt aufgeräumt. Seine Kernaussage: „Die Kirchensteuer ist sozial und gut angelegt.“ Rund 20 Millionen Euro staatliche Leistungen verbucht die Landeskirche jährlich. „Doch wenn Sie nur die wichtigsten öffentlichen Aufgaben betrachten, die die Kirche leistet, geben wir mindestens die doppelte Summe zurück“, sagte Krämer. Er meint damit Einrichtungen zu Kinderbetreuung und Altenpflege, außerdem Jugendhilfe, Denkmalpflege und anderes. Geplant und abgerechnet werde demokratisch und transparent, betont Krämer.  In seiner Sitzung haben die 61 Mitglieder des Kirchenkreistages in der Johanneskirche in Neustadt auch einen Bericht einer Delegationsreise nach Brasilien gehört und sich mit der Finanzierung des diakonisch-kirchlichen Zentrums St. Johannes in Wunstorf beschäftigt, das gebaut wird.

Kirche trifft Militär

Superintendenten aus dem Sprengel Hannover besuchen Fliegerhorst

„Wer zu spät kommt, muss 20 Liegestütze machen“, hört man es aus der Gruppe scherzen, die am Maschendrahtzaun wartet, um geschlossen den Bus besteigen können. Die Stimmung ist heiter, wohl auch, um manch eigene Vorbehalte gegenüber der Bundeswehr zu überspielen. Die Situation ist nicht alltäglich. Der Stacheldraht markiert messerscharf, dass hier nicht jeder einfach mal vorbeischauen kann. Hinter dem Zaun liegt der Fliegerhorst Wunstorf. Von dort fliegen derzeit 20 militärische Transportflugzeuge vom Typ A400M in Einsatzgebiete in der ganzen Welt.

Martin Buschhorn von der Pressestelle des Lufttransportgeschwader 62 begrüßt die Superintendenten und Superintendentinnen des Sprengels Hannover ausgesprochen freundlich. „Mein Dienstgrad lautet Regierungsobersekretär, aber ich bin Zivilist wie Sie.“, sagt er, fast schon beruhigend. Die Anwesenheitskontrolle erledigt er ganz beiläufig, fast unauffällig, aber nicht weniger genau. Erst wenn hinter jedem Namen ein Haken steht, startet der Bus. Die Liste dient sozusagen als Eintrittskarte bei der Einfahrt auf das Truppengelände. Am Wunstorfer Standort sind rund 2.450 Personen beschäftigt. Die Bundeswehr ist der größte Arbeitgeber in der Region.

„Bundeswehr und Kirche – das sind zwei ganz eigene Welten. Und meine Kirchenleitungskollegen und ich wollten diese besondere Welt vor unserer Haustür ein wenig besser kennenlernen“, begründet Landessuperintendentin Dr. Petra Bahr den Besuch beim Militär. „Bestenfalls entdecken wir Schnittmengen, wo wir uns ähnlich sind.“

Eine solche, zentrale Schnittmenge ist die Evangelische Militärseelsorge. Pastorin Dr. Alexandra Dierks ist die Militärpfarrerin des Fliegerhorstes. Sie ist die erste Gesprächspartnerin des Tages und vermittelt einen anschaulichen Eindruck vom Truppenalltag: „Die Bundeswehr ist mittlerweile eine Pendlerarmee. Ganz viele wohnen nicht in der Umgebung. Neben Tagespendlern fahren manche nur zum Wochenende zu ihren Familien.“ Die allermeisten, der in Wunstorf stationierten Bundeswehrangehörigen sind nach Auskunft der Seelsorgerin hochqualifizierte Fachkräfte, wie Piloten, Ingenieure, Fluggerätemechaniker, Avioniker - mit einem hohen Identifikationsgrad für ihren Job und mit hoher Belastung.

„Soldaten sind Menschen und Menschen haben manchmal Probleme.“, sagt Dierks. „Und das sind dieselben, die überall vorkommen: Sterbefälle in der Familie, ein krankes Kind oder Schwierigkeiten in der Ehe.“ Natürlich gebe es auch dienstliche Konflikte, etwa mit Kameraden oder Vorgesetzen.

„Ich bin die unterste Eskalationsstufe. Bei mir darf jeder erstmal erzählen und dann wird gemeinsam überlegt, wie man tätig wird oder ob überhaupt.“, so Dierks. Manchmal reiche es schon, einfach etwas loswerden zu können. „Oft bin ich Vermittlerin, denn ich bin neutral und kann daher einen vertrauensvollen Rahmen für ein Gespräch zu ermöglichen. Das ist gerade in einem hierarchischen System wichtig.“ Pastorin Dirks nennt das ein Privileg der Position: „Ich gehöre voll dazu, aber eben doch nicht ganz.“

Diese besondere Stellung innerhalb der Bundeswehr ist im Militärseelsorgevertrag von 1957 festgehalten. Danach sind Militärseelsorger „rangneutral“, anders etwa als in anderen Ländern, wo sie z.T. sogar Waffen tragen. Sie gehören nicht zur militärischen Hierarchie und sind nicht an den militärischen Dienstweg gebunden. Militärpfarrerinnen sind den Kommandeuren auf Zusammenarbeit zugeordnet. „Ich kann grundsätzlich mit jeder Person unabhängig vom Dienstgrad sprechen und mich so direkt um Hilfe kümmern.“, hebt Pastorin Dierks hervor. Neben der Seelsorge und der Moderation bei Konflikten kümmert sie die Theologin um Gottesdienste, Andachten, Lebenskundlichen Unterricht und Rüstzeiten. Letzteres sei so etwas wie Konfirmandenfreizeit für Erwachsene, aber mit ernstem geistlichen Anspruch.

Für die Organisation ihrer Arbeit kann Pastorin Dierks auf die Hilfe von Ute Ebner setzen. Sie ist Pfarrhelferin. „Das ist eine großartige Erfindung, die das Leben leichter macht.“, sagt Dierks. Pfarrhelfer kümmern sich um alles, was mit Geld, Verwaltung, Papier und Planung zu tun hat. „So kann ich mich ganz auf Unterricht, Seelsorge und Gottesdienste konzentrieren.“ Die Superintendenten geben neidisch zu: „Solche Administratoren wären auch in unseren Kirchengemeinden Gold wert.“ Neben der organisatorischen Hilfe sei auch der Draht zur Geschwaderführung für die Arbeit als Militärseelsorgerin entscheidend. „Ich werde vom Kommodore in meiner Arbeit sehr unterstützt“, stellt Dierks zufrieden fest.

Gemeint ist Oberst Bette, der seit 2014 Kommodore und damit Leiter des Fliegerhorstes ist. Die grauen Haare des 56-jährigen tun seiner sportlich-schlanken Erscheinung keinen Abbruch, eher lassen sie ihn kernig wirken. Der Kommodore empfängt den kirchlichen Besuch im dunkelgrünen Flieger-Overall. Er müsse gleich noch in den Flugsimulator. Ein riesiger weißer Kasten, in dem Piloten einen Großteil ihrer Ausbildung absolvieren und Zeit ihres Berufslebens weiter trainieren.

Wenn Oberst Bette spricht, merkt man schnell, dass sich seine natürliche Autorität nicht den Abzeichen auf seiner Schulter verdankt, sondern auf Sachverstand, Klarheit in der Sprache und politischer Weitsicht beruht. „Nie wieder Krieg, heißt auch nie wieder allein.“, sagt der erfahrene Pilot. Eine wirksame Sicherheits- und Verteidigungspolitik könne nur gemeinsam mit den europäischen Partnern erreicht werden. Das sei ein Dauerthema in Eindhoven, wo das Europäische Lufttransportkommando multinationale Einsätze koordiniert und beauftragt. Auch die Ausbildung sei mittlerweile multinational aufgestellt, Frankreich und Großbritannien sind beispielsweise wichtige Partner. 

Als Oberst Bette auf die Auslandseinsätze und deren Gefahren zu sprechen kommt, enden seine Sätze oft mit „dann hat man gute Chancen wieder heil nach Hause zu kommen“. Ob man auch Gedanken zulasse, dass es möglicherweise anders kommen könne, will jemand aus der Runde wissen. „Wenn Sie eine A400M in einem Bedrohungsgebiet bei völliger Dunkelheit landen, sind Sie allein darauf konzentriert.“, antwortet Bette. Umso wichtiger sei eine Unterstützung der Soldatinnen und Soldaten im Anschluss. Die Militärseelsorge ist ein wichtiges Angebot im Psychosozialen Netzwerk der Bundeswehr. Truppenärzte arbeiten hier mit Sozialarbeitern, Seelsorgern und Psychologen zusammen. „Ich sehe, dass es auch ein Bedürfnis gibt, an Gottesdiensten teilzunehmen, um über Leib und Leben nachzudenken.“, stellt der Oberst fest. Für ihn sei die persönliche Überzeugung wichtig, dass das eigene Handeln auf Grundlage christlicher Werte geschehe, bekennt Bette.

Nach der eindrücklichen Begegnung mit dem Kommodore führt Martin Buschhorn die Superintendentinnen und Superintendenten auf das Flugfeld, um eine A400M zu besichtigen und mit Technikern ins Gespräch zu kommen. Obwohl das Flugzeug am Boden steht, ist es ziemlich laut im Cockpit und im Laderaum. „Das ist die Lüftung der Computertechnik“, stellt Buschhorn fest. Zurück im Bus, der vom Truppengelände führt, fasst Landessuperintendentin Dr. Petra Bahr das Erlebte zusammen: „Mich beeindruckt, wie professionell und entschieden die Soldatinnen und Soldaten ihren Aufgaben nachgehen. Hier zeigt sich, dass in jedem Beruf eine Berufung stecken kann.“

Text: Fabian Gartmann, Öffentlichkeitsarbeit im Sprengel Hannover

Kindermusical „Arche Noah"

In der Liebfrauenkirche in Neustadt wird die Arche gebaut: am Samstag, den 22.Juni um 16.30 Uhr und am Sonntag, den 23.Juni um 15.00Uhr führt die Singschule des Kirchenkreises in Neustadt das Kindermusical “NOAH”
(Musik Michael Schmoll, Text Brigitte Robers-Schmoll) in der Liebfrauenkirche unter der Leitung von Kantorin Miyoung Jeon auf. Der Eintritt kostet 5 Euro ermäßigt 3 Euro. Karten sind im Haus der Kirche an Liebfrauen, An der Liebfrauenkirche 5-6 in Neustadt, erhältlich.

Keine Hände, keine Langeweile

Kabarettist Rainer Schmidt füllt das Thema Inklusion mit Leben

Wunstorf. Rainer Schmidt spricht allen aus der Seele: „Es ist die Kunst des gemeinsamen Lernens, Verstehens oder Musizierens - das ist Inklusion.“  Mehr als 60 Menschen haben sich am Montagnachmittag in der Evangelischen IGS Wunstorf zum Thema „Inklusion“ getroffen. Anlass war der Michaelisempfang des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Neustadt-Wunstorf, zu dem Superintendent Michael Hagen eingeladen hat. Hauptreferent war der Pastor und Kabarettist Rainer Schmidt, der selbst eine Behinderung hat. Der Rheinländer ist ohne Hände zur Welt gekommen.

„Menschen mit Behinderungen sollten da wohnen, wo alle wohnen, arbeiten, wo alle arbeiten, lernen wo alle lernen“, sagte Schmidt während seiner Vorstellung am Abend und machte damit deutlich, was Inklusion bedeutet. Die 200 geladenen Gäste freuten sich vor allem über die ehrlichen Sketche des evangelischen Pfarrers, der von seiner eigenen Geburt als „Totalschaden“ erzählt.

Bereits beim Fachnachmittag diskutierten mehr als 60 Schüler, Lehrer, Pastoren und Erzieherinnen darüber, wie Menschen mit Behinderungen in Schulklassen, Kindergartengruppen oder kirchlichen Gruppen gleichgestellt werden können. Viele Teilnehmer waren sich darin einig, dass die Rahmenbedingungen noch nicht stimmen, Personal fehle, es seien nicht ausreichend Förderlehrer da. „Die Politik müsse noch viel mehr aktiv werden“, sagte eine Lehrerin der IGS Wunstorf.

Laut Schmidt bedeute Inklusion, dass behinderte Kinder das Gefühl haben, zur Gemeinschaft in der Klasse oder im Kindergarten zu gehören, und ebenso lernen können wir die anderen. Von den 789 Schülerinnen und Schüler an der IGS gibt es mehr als 50 Kinder, die unterstützungsbedarf haben. „130 Wochenstunden für Förderlehrer gibt es darum an unserer Schule“, sagt Schulleiterin Elke Helma Rothämel und betont: „Ziel ist es, dass jedes Kind diese Schule mit einem Abschluss verlässt.“

 

Marcus Buchholz 

Rainer Schmidt auf YouTube

Rainer Schmidt beim Tischtennis

Jugendliche der Stifts-Kirchengemeinde zurück von abenteuerlicher Kanufahrt

Traumwetter begrüßte 14 Jugendliche, die mit der Stifts-Kirchengemeinde zu einer Kanufreizeit nach Schweden aufgebrochen waren. In den ersten Tagen war es nicht nur sonnig und warm, auch der Wind hatte sich zur Ruhe gelegt. Auf einem Rundkurs über insgesamt rund 160 Kilometer gab es viel zu erleben. Schon am ersten Tag wurden alle richtig nass: Pastor Thomas Gleitz und die Mitarbeiterinnen Manuela Böhm und Lina Schulze bestanden auf Kenter- und Bergeübungen mit den Booten. Schon in Ufernähe war das Wasser recht kühl. Ein längeres Schwimmen, noch dazu mit Kleidung mochte sich niemand vorstellen. Mit der gewonnenen Sicherheit ging es dann in die ersten Schleusen des Dalsland-Kanalsystems. Allerdings waren Ende August schon nicht mehr alle Schleusen in Betrieb, so dass schon am ersten Tag auch umgetragen werden musste. Mit den Lebensmitteln für die gesamte Zeit eine echte Herausforderung. Die Jugendlichen spürten, dass hier wirklich alle „in einem Boot“ sitzen und die Aufgaben nur gemeinsam zu bewältigen waren. Schnell entstand aus der bunt zusammen gewürfelten Gruppe eine enge Gemeinschaft.

Jeden Abend wurden neue Lagerplätze am Ufer entdeckt. Ein Plumpsklo im Wald und die Wasserversorgung aus dem See stellten die einzigen sanitären Einrichtungen dar. Die Abende bekamen durch Morgen- und Abendandachten einen festen Rahmen, der half, sich mit den schnell wechselnden Bedingungen zu arrangieren. Eine abendliche Bibersafari ermöglichte den Teilnehmenden eine intensive Beobachtung der Tiere am Ufer und im Wasser. Trotz aller Herausforderungen blieb genügend Zeit, um miteinander Spaß zu haben, zu baden, miteinander zu singen oder zu spielen. Auf der Rückfahrt waren sich die meisten einig, im nächsten Jahr wieder mitfahren zu wollen.

Irland - eine spirituelle Reise

Gemeinsam unterwegs sein in einem (un-) bekanntem Land. Neun Tage bieten Raum, das Kennenlernen der grünen Insel mit ihren Menschen und ihrer Musik mit eigenen „Lebensmelodien“ und Erfahrungen zu verbinden. Wir entdecken schöne Orte und dabei vielleicht auch neue Perspektiven.

So laden wir ein:

  • Spüren Sie die wohltuende Wirkung der Begegnung mit irischer Landschaft und Kultur; mit wunderbaren Orten und freundlichen Menschen
  • Lernen Sie Antworten kennen, die die Menschen hier gefunden haben im Blick auf die großen und kleinen Fragen des Lebens
  • Genießen Sie weite Blicke über sattes Grün und blaues Meer – erleben Sie mit uns den Augenblick
  • Freuen Sie sich auf gemeinsame Andachten, Gesprächseinheiten und Gottesdienste

 
Der Schwerpunkt unserer Reise wird im Nordwesten Irlands liegen – wir durchqueren Orte, die durch ihr raues Klima und ihren Reichtum an landschaftlichen Reizen und Kulturdenkmälern zu den lohnendsten Reisezielen der Insel zählen. Wir entdecken u.a. mit Dublin eine Stadt, die auch bei wiederholtem Besuch noch neue Impulse bietet.
Die folgende Auflistung beschreibt die einzelnen Reisetage – bei aller Vorläufigkeit, die für von Menschen erdachte Pläne gilt.

Das Programm (Änderungen vorbehalten) 

Tag 1: Freitag, 3.4.2020: 

Flug von Hannover über Amsterdam nach Dublin und Weiterfahrt  nach  Belfast.  Unterwegs  Besuch  eines  neolithischen Ganggrabs, sowie der frühchristlichen Klosteranlage von Monasterboice. 2 Übernachtungen in/bei Belfast

Tag 2: Samstag, 4.4.2020: 

Einen ganzen Tag lang erkunden wir Nordirlands Hauptstadt Belfast, u.a. mit einer Stadtrundfahrt und dem Besuch des nordirischen Parlaments (Stormont).  

Tag 3: Sonntag, 5.4.2020:  

Aufbruch an die nordirische Antrimküste. Besuch der ökumenischen Friedens- und Lebensgemeinschaft Corrymeela Community  mit  Gesprächen  und  Begegnungen  dort.  Weiterfahrt zur Carrick-a-Rede Hängebrücke, die das Festland mit  einer  kleinen  Insel  verbindet,  sowie  zur  Weltkulturerbstätte Giant’s Causeway. 1 Übernachtung in der Region Portrush/Derry

Tag 4: Montag, 6.4.2020: 

Eine ungeöhnliche Annäherung an die einstmals konfliktgeladene  Stadt  (London)Derry  erfolgt  durch  einen  spannenden  Spaziergang.    Vorgesehen  ist  zudem  eine  Begegnung mit dem katholischen Bischof von Derry. Nachmittags Weiterfahrt  zum  Geburtsort  des  heiligen  Columba  d.Ä.  (Columcille) und in den Glenveagh National Park.  3 Übernachtungen in der Grafschaft Donegal

Tag 5: Dienstag, 7.4.2020: 

Fahrt  an  den  Fuß  des  höchsten  Berges  in  Donegal,  den Mount Errigal. Mutige wandern ein Stück hinauf, die anderen lassen sich im Dunlewy Lakeside Centre in ein Stück lokaler Gemeinde-Entwicklunggeschichte einführen, z.B. mit Einblicken in irische Webkunst. Alternativ  und  wetterabhängig  (daher  optional,  also  noch
nicht im Reisepreis enthalten) wird es die Gelegenheit zur einer Ausfahrt auf die Insel Tory Island geben.

Tag 6: Mittwoch, 8.4.2020: 

Mit  den  Slieve  League  Klippen  werden  wir  die  höchsten Meeresklippen Europas, gut 600 m abfallend, erleben! Und in Glencolumcille erwartet uns nicht nur das sog. „Folk Village“, Wir werden auch einige Stationen des uralten Pilgerwegs sehen sowie eine kleine Einführung in die irische Sprache durch den Gründer von Oideas Gael, einer Sprachschule für irisch, erhalten.  

Tag 7: Donnerstag, 9.4.2020: 

Unsere Rückfahrt nach Dublin unterbrechen wir bei einem sehr eindrucksvollen, ca. 4.000 Jahre alten Steinkreis, dem Beltany  Stone  Circle,  in  der  Klosteranlage  von  Kells  sowie dem einstigen keltischen Königshügel, dem Hill of Tara. 2 Übernachtungen in/bei Dublin

Tag 8: Freitag, 10.4.2020: 

Heute steht Irlands Hauptstadt Dublin auf dem Programm, wobei  das  konkrete  Programm  von  den  Vorerfahrungen und  Kenntnissen  der  Teilnehmer/innen  ist  und  eventuelle Eintritte nicht inklusive sind. Ein Highlight könnte zweifellos der Besuch des von Königin Elisabeth I. gegründeten Trinity College sein. In der beeindruckenden Atmosphäre des Long Room findet sich mit dem berühmten Book of Kells einer der größten kulturellen Schätze Irlands. Christ Church Cathedral (Dublins  älteste  Kathedrale,  in  die  Wikingerzeit  zurückreichend),    St.  Patrick’s  Cathedral  und  GPO  (General  Post Office) können weitere Ziele sein. Am späten Nachmittag treffen wir den Vertreter der Lutheran Church im Teacher's Club, einem der großartigsten Räume im Dubliner Zentrum, zum lockeren Austausch und Gespräch.

Tag 9: Samstag, 11.4.2020:

Transfer zum Flughafen und Rückflug

 

Ein Infoabend mit dem Reiseleiter in Irland findet am 25.11.2019, 19:30 Uhr im Gemeindehaus der Liebfrauenkirche in Neustadt statt.
 
Anmeldeschluss: 05.12.2019
 
Einen ausführlichen Prospekt finden Sie hier.
Hier gibts ein Anmeldeformular.

Interreligiöses Gebet mit der Moscheegemeinde

Muslime und Christen halten auf Schulhof Friedensgebet

Neustadt. Auf dem Schulhof ein multireligiöses Gebet: Ein Imam, ein katholischer Priester, ein evangelischer Pastor Superintendent – nacheinander haben sie für Frieden gebetet. Rund 150 Neustädter Christen und Muslime kamen in der vergangenen Woche zum Gebet vor der Stockhausenschule in der Kernstadt Neustadts zusammen – in Sichtweite der Moschee. Etwa zwei Wochen zuvor hatte dort ein Stein eine Fensterscheibe zertrümmert. „Wir wollten ein Zeichen für Solidarität und friedliches Miteinander setzen“, sagte Superintendent Michael Hagen. Imam Haci Davud Toklu rezitierte die erste Sure des Korans – als er sie übersetzte, hörten die Christen die Worte von Liebe, Trost und Verständnis. Die christlichen Vertreter rezitierten Franz von Assisi in seinem Friedensgebet, das Pastor Tim Kröger und Pfarrer Matthias Ziemens gemeinsam verlasen – im Anschluss gab es Gespräche im Schulhaus bei Tee und Gebäck.

Nach dem Gebet vor der Schule hatten Moslems und Christen zum Zusammenkommen in die Aula eingeladen. Mit einem Stück Kuchen in der Hand – von den Frauen der muslimischen Gemeinde gebacken – kamen die Besucher ins Gespräch, über Glaubensfragen oder auch über die aktuelle Nachrichtenlage, die viele beunruhigt. Viele wollten vor allem ein Zeichen für Toleranz setzen. Ein 18-Jähriger Teilnehmer sagte: „Ich finde es wichtig, dass gerade in unserer kleinen Stadt alle Konfessionen zusammenhalten.“ Er hielt ein Plakat hoch, auf dem ein Davidsstern, ein Kreuz und eine Mondsichel mit Stern gezeichnet waren.

Viele andere Teilnehmer beschäftigten vor allem die jüngsten Geschehnisse rund um Isis-Terror, Pegida-Demonstrationen und die Attentate von Paris. Claus Crone, Diakon der katholischen St.-Peter-und-Paul-Gemeinde, sammelte Adressen von Interessenten für einen Gesprächskreis zwischen Christen und Muslimen. Bei diesem sollen Vorurteile abgebaut werden, über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Religionen gesprochen werden. Wer daran noch teilnehmen möchte, kann sich bei Claus Crone unter Telefon (05032) 9015001 anmelden.

Marcus Buchholz

Hilfsangebote der Kirche geplant

Für Isolierte und zur Risikogruppe Zugehörige besteht die Möglichkeit, sich in den Pfarrämtern, der Superintendentur (Tel.: 05032 5993) oder dem Kirchenkreissozialarbeiter Herrn Reiner Roth (Tel.: 05031 3907) mit dem Wunsch nach einer Einkaufshilfe zu melden.

In der Zeit bis zum 19. April 2020 finden in unserer Kirchengemeinden keine Gottesdienste und Veranstaltungen statt. Die Fürsorge für die Menschen, die durch das Corona-Virus besonders gefährdet sind, steht an erster Stelle: Für sie muss das Risiko möglichst gering gehalten und die Ausbreitung des Virus verlangsamt werden. 

So schließt auch das Kirchenamt in Wunstorf. Dringende Aufgaben werden von einer Kernbesetzung fortgeführt. Viele Mitarbeitende des Amtes sind über die bekannten Telefonnummern und E-Mail-Adressen im Home-Office zu erreichen. Ebenfalls stehen die Mitarbeitenden in den Beratungsstellen, Gemeindebüros und Pfarrämtern für Kontakte per Telefon oder E-Mail zur Verfügung. Falls sie nicht direkt erreichbar sind, rufen sie zurück. So ist es möglich, Sorgen, Nöte aber auch Ideen anzusprechen.

Zahlreich sind inzwischen auch die Angebote, die die Menschen im Internet in dieser schwierigen Situation ermutigen. (z.B.: www.kirchevonzuhause.de)

Gottesdienste und Aktionen an Ostern

Neustadt/Wunstorf. „Herzklopfen“ – beim ersten Kuss oder bei einer Prüfung; meistens dann, wenn etwas Neues anfängt. Zu diesem Thema sendet der Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf am Ostersonntag, 12. April, zwischen 10 und 11 Uhr, auf  Meer Radio (UKW 88.0) einen Radiogottesdienst mit Pastor Marcus Buchholz, der auch das sonntägliche Kirchenmagazin „angedacht“ im Meer Radio verantwortet.

Darüberhinaus gibt es eine Vielzahl von Aktionen zu Ostern im Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf:

  • Mariensee: Die Kirchengemeinde gibt zu Ostern eine Sonderausgabe des Gemeindebriefes heraus und verteilt sie als Ostergruß mit einer Osterkerze in jedes Haus.
  • Johannes/Liebfrauen: Kirche to go am Ostersonntag, Live-Gottesdienst aus der Liebfrauenkirche, Andachten und vieles mehr auf: www.region-mitte-neustadt.de
  • Luthe: Karfreitag und Ostersonntag gibt es Gottesdienste zum Mitnehmen, die vor der Kirche hängen. An Ostersonntag werden auch Osterkerzen zum Mitnehmen ausliegen. Am Ostersonntag gibt es einen Ostergottesdienst über die Gemeindewebseite: https://luthe.wir-e.de. 
  • St Johannes/Wunstorf: Online-Gottesdienste, Gründonnerstag: ab 19 Uhr Gründonnerstaggottesdienst, Karfreitag: ab 10 Uhr, Ostersonntag: ab 4 Uhr morgens, Ostersonntag: ab 15 Uhr Spanischsprachiger Gottesdienst, Ostermontag: ab 10 Uhr Ostermontaggottesdienst auf der Website: st-johannes-wunstorf.de. Auf Anfrage sendet die Gemeinde St. Johannes täglich einen geistlichen Impuls/"Futter für die Seele". Bitte wenden Sie sich dazu an Herrn Mirko Neuhaus und Pastor Möller, Mailadresse: St. Johannes_Wunstorf@gmx.net
  • Kurze Wege/Wunstorf: Bietet  ein Videoformat an, das auf YouTube, Instagram und Facebook unter dem Accountnamen „Nachtsinn“ zu finden ist: Nach(t)sinn besteht aus Text, Musik und Bild, aber auch Gebet und Segen. 
  • Corvinus/Wunstorf bietet Internet-Gottesdienste, geistliches Impulse zur Woche, Playmobil®-Videos für Kinder zur Ostererzählung, Nachbarschaftshilfe und „Corvinus für Dich: Osterbriefe“ auf der Website an: corvinuswunstorf.wir-e.de
  • Schloß-Ricklingen: Aktion: Bemalte Ostersteine rund um die Kirche verstecken und suchen. Außerdem: Gottesdienste to go.
  • Basse/Niedernstöcken: „Sonderblättchen" mit dem Titel „Kirche frei Haus", welches in einem Prospektkasten in den verschiedenen Ortschaften, aber auch bei den Kirchenvorsteher*innen zu bekommen ist.
  • Stifskirche/Wunstorf: Freitag, 15 Uhr, Musikalische Andacht zur Todesstunde Jesu mit Kantorin Claudia Wortmann und Pastor Volker Milkowski Sonnabend, 21 Uhr, Ökumenischer Osternachtsgottesdienst mit Pfarrer Andreas Körner und Pastor Thomas Gleitz, Sonntag, 10 Uhr, Festgottesdienst mit Pastor Volker Milkowski. Alle Angebote sind abrufbar über die Homepage: www.stiftskirche-wunstorf.de, Facebook oder Youtube.
  • Helstorf: So wird Karfreitag in Helstorf und Abbensen um 15 Uhr für 5 Minuten die Totenglocke läuten. Auf einem Transparent werden Kreuzworte Jesu zu lesen sein (nur in Helstorf). Vor der Kirche wird ein großes Holzkreuz und die erloschene Osterkerze aufgestellt. Dazu wird eine Karfreitagsmeditation ausgelegt, die Menschen sich mitnehmen können (Kirche to go). In der Osternacht werden rund um die Kirchen große Kerzen aufgestellt und angezündet. Am Ostermorgen wird bei Sonnenaufgang in einem Feuerkorb ein kleines Osterfeuer angezündet. Es gibt eine Ostermeditation zum Mitnehmen. Ebenso zum Mitnehmen wird es kleine Osterkerzen geben. Und nicht fehlen darf natürlich ein Korb mit gefärbten Eiern. Um 10 Uhr schließlich sollen noch die Glocken läuten.
  • Kolenfeld: „Gottesdienst to go“ – ab Karsamstag liegen kleine Tüten an der Kirche aus, die mitgenommen werden dürfen. Am Ostersonntag werden sowohl um 6 Uhr als auch um 10.30 Uhr die Glocken läuten.
  • Hagen/Dudensen: Sonderausgabe des Gemeindebriefes als Ostergruß, der an alle Haushalte verteilt wird. Posaunenchores (bestehend aus Personen, die alle in einem Familienhaushalt leben) wird vor dem Pflegeheim Nöpke Choräle spielen, während im Pflegeheim mit Hilfe einiger Mitarbeiter eine Andacht gefeiert wird.
  • Für Jugendliche im ganzen ganzen Kirchenkreis: News, Andachten und mehr auf Instagram: @evju.neustadtwunstorf

Gottesdienst für Lehrkräfte

Pünktlich zu Beginn des zweiten Schulhalbjahres lud der Bildungs- und Schulausschuss am Montag, dem 3. Februar 2014 Lehrerinnen und Lehrer in die Johanneskirche nach Neustadt ein. Die zweite Halbzeit werde angepfiffen, so das Motto des Gottesdienstes – diesmal sei schon klar, dass es eine Verlängerung geben werde, meinte die Vorsitzende Petra Kreter in Anspielung auf das besonders lange Schuljahr. Die Zeugnisferien seien so etwas wie die Pause in einem Fußballspiel, man geht in die Kabine um einen Moment auszuruhen und mit dem Trainer die weitere Strategie zu besprechen.

Martin Küsell, der Sprengelbeauftragte für Kirche und Schule, verglich in seiner Predigt Gott mit einem Trainer, der in die Kabine kommt: Gott hat den Gesamtüberblick, den wir im Alltagstrubel schon mal aus dem Blick verlieren. Doch auch in solchen Zeiten, sind Menschen nicht verloren, so Küsell. Gott habe den Überblick, weshalb wir ihm unser Leben anvertrauen und uns getrost den Aufgaben stellen können, die auf uns warten.

Neben der Predigt sorgte auch die Musik von Ricardo Valdez, Lehrer an der Evangelischen IGS Wunstorf, sowie der anschließende Imbiss mit der Gelegenheit zu Gesprächen für ein Aufatmen zum Start in die zweite „Halbzeit“.

Glauben lernen. Wie geht das? - Netzwerktreffen

Glauben lernen. Wie geht das? - Netzwerktreffen

Am 27.8.19 im Haus der Kirche Liebfrauen,
Neustadt am Rübenberge

Evangelische Bildungslandschaft

Eine  Evangelische  Bildungslandschaft  ermöglicht  einen lebenslangen Entwicklungsprozess. Sie orientiert sich am Lebenslauf und so sollen entlang  der  Biographie  von  Menschen  nachhaltig  evangelische  Bildungsangebote  eröffnet werden.  Die  evangelische  Bildungslandschaft fördert geistige und lebenspraktische Fähigkeiten zur persönlichen Entfaltung und der gesellschaftlichen sowie beruflichen Teilhabe.  

Das  Projekt  „Aufbau  einer  Evangelische  Bildungslandschaft im Kirchenkreis   Neustadt-Wunstorf“ möchte die verschie denen Bildungsangebote  vernetzen,  um  Ressourcen  zu  bündeln und attraktive Angebote zu entwickeln.

Die   Evangelische   Bildungslandschaft   im Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf ist geprägt von einer großen Vielfalt an Institutionen sowie von regelmäßigen Angeboten und besonderen Projekten vor Ort. Diese  verbinden  uns  Menschen,  in  dem  wir durch  die  Gemeinschaft  und  dem  Glauben andere begleiten und begeistern wollen.  

Das wirft Fragen auf:

  • Ist mir eigentlich bewusst, dass ich wichtige Bildungsarbeit leiste?
  • Wie schaffe ich Gemeinschaft und Begeisterung für die christliche Kirche?
  • Würde ich mich über theoretischen Input für meine Arbeit freuen?
  • Möchte  ich  mich  über  Ideen  und  Konzepte austauschen,  um  selbst  neue  Anregungen zu bekommen?

Einladung

Die  „ Evangelische Bildungslandschaft “  möchte mit Ihnen und Euch auf die Suche nach Antworten zu diesen Fragen gehen und lädt herzlichst zum Netzwerktreffen ein.

Vorstellung der Workshops
 
Workshop A: „Klein, aber oho – sich in eine Kraftgeschichte der Bibel hineinstellen“

Eine  davon  wird  als  „Stellgeschichte“  vorgestellt:  Im  Erzählen  wird  eine  Erzähllandschaft aufgebaut, in der wir uns mit Hilfe kleiner Figuren  immer  wieder  selbst  neu  verorten.   Tipps für  die  Umsetzung  in  Kita,  Kinderkirche  oder mit Konfis werden gegeben.

Workshop B: „Bindungserfahrungen gehören zum Leben“

Unsere  frühesten   Bindungserfahrungen  machen wir mit den Eltern und engen Bezugspersonen.  Das  sind  grundlegende  Erfahrungen, die im weiteren Leben aktualisiert und wachgerufen  werden,  sei  es  in  der  Kita,  Schule,  Jugendarbeit  und  in  Paarbeziehungen.  Wir  wollen dem Bindungsthema auf die Spur kommen: Welche  Bindungstypen  gibt  es,  wie  begegnen uns diese? Welcher Bindungstyp bin ich? Welche Erfahrungen mache ich damit?

Workshop C: „Inspritaionsbuffet“

Sie  möchten  neue  Ideen  entwickeln  für  ihre praktische  Arbeit?  Sie  haben  Lust,  anderen von Ihren eigenen Aktivitäten zu erzählen? Sie wollen  hören,  was  andere  so  machen?  Beim Inspirationsbuffet dreht sich alles um Ihre Aktivitäten  –   die,  die  Sie  schon  machen  und  die, die Sie gerne einmal machen würden. 

Programm und Anmeldung

Koordinatorin: 

Wiebke Nolte
An der Liebfrauenkirche 5-6
31535 Neustadt am Rübenberge
E-Mail: Wiebke.Nolte@evlka.de
Mobil:   0151 2539 2694 

Gerechte Verteilung, abgeben und teilen – „Brot für die Welt“ feiert 60. Geburtstag

Schon von weitem hörte man es: es knatterte und brummte und kam mit 45 km/h und Geräuschen wie ein Rasenmäher um die Ecke gesaust und den Wunstorfer Stiftshügel hoch.

Drinnen saßen etwas beengt zwei fröhlich winkende Menschen. So etwas hatte noch nie vor der Stiftskirche gestanden.

Der gut besuchte Gottesdienst in Wunstorf am Sonntag, 18. August 2019 in der Stiftskirche stand ganz im Zeichen von „Brot für die Welt“.

Danke sagen wollte das evangelische Hilfswerk und kam mit einem italienische Kleinlieferwagen, einer sogenannten Ape, zum runden Geburtstag von „Brot für die Welt“ nach Wunstorf. Gemeinsam wollte „Brot für die Welt“ mit seinen Unterstützerinnen und Unterstützern vor Ort den 60. Geburtstag feiern. Dabei steht das Wort „Brot“ nicht nur für Brot, sondern für all das, was zum Leben notwendig ist und gerecht verteilt sein sollte.

Nach dem Gottesdienst schauten sich die Menschen das Brot-Dreirad an, mit dem auf das anhaltende Engagement von „Brot für die Welt“ für die Hilfe für Menschen in Hungersnot und mehr Gerechtigkeit hingewiesen wird.  Das Team aus Hannover tourt vom 25. Juni bis 23. August durch die 48 Kirchenkreise der Landeskirche Hannovers. Uwe Becker, Beauftragter der Landeskirche Hannovers für „Brot für die Welt“ erzählte, dass sie bisher „viel Unterstützung auf ihrer Tour bekommen haben“ und „die Menschen sich über die Aktion mit der Ape freuen“.

Hans-Joachim Lenke, Vorstand des Diakonischen Werkes in Niedersachsen, wies in seiner Predigt darauf hin, dass „wir alle für mehr Gerechtigkeit teilen und abgeben können und sollen“.

Zum 60. Mal wurde am 1. Advent 2018 auch in unserem Ev.-luth. Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf in allen Gottesdiensten zum Sammeln von Kollekten für „Brot für die Welt“ aufgerufen. 103.461,68 Euro Spenden und Kollekten für Brot für die Welt wurden von den Menschen in unserem Kirchenkreis gegeben.

Allen Spendenden sei auch an dieser Stelle herzlich dafür gedankt!

Die 61. Aktion von „Brot für die Welt“ startet am 1. Advent diesen Jahres.

Gemeinsame Erklärung der Evangelisch-lutherischen und Katholischen Kirche in Region und Sprengel Hannover zur aktuellen Flüchtlingsdebatte

Die  Vertreter  der  Evangelisch-lutherischen  und  der  Katholischen  Kirche  in  Region  und  Sprengel Hannover  fordern  in  einer  Gemeinsamen  Erklärung  zur  aktuellen  Flüchtlingsdebatte  alle  Seiten  zur Besonnenheit  und  Achtung  der  Würde  jedes  Einzelnen  auf.  Dr.  Ingrid  Spieckermann  für  den Evangelisch-lutherischen  Sprengel  Hannover  und  Propst  Martin  Tenge  für  die  Katholische Kirche  in der Region Hannover sehen dabei die Kirchen und ihre Mitglieder in der besonderen Verantwortung, angesichts des Ausmaßes der Aufgabe zum langen Atem und zur Nüchternheit in der gemeinsamen Aufgabe der Integration der Flüchtlinge beizutragen: 

In den vergangenen Wochen wurde vermehrt darüber berichtet, dass sich die Stimmung in unserem Land gegenüber Flüchtlingen verändert hat. Es ist die Rede von Straftaten, die sie begehen. Es ist die Rede von der Missachtung unserer Werte durch sie. Vorschläge, wie die als bedrohlich empfundene Situation unter Kontrolle gebracht werden sollte, überschlagen sich. Gleichzeitig wird Großartiges in der Zusammenarbeit mit den Flüchtlingen geleistet. Dies darf in der aktuellen Debatte nicht klein gemacht werden. Die Bereitschaft, sich einzubringen und zu engagieren, ist in der Bevölkerung nach wie vor hoch. Diese Bereitschaft muss noch stärker gestützt und wahrgenommen werden von Kirchen, Politik und Gesellschaft, damit sie nicht zerstört wird durch diejenigen, die Ängste schüren und eigennützige politische Interessen verfolgen.  Nur wenn wir in der jetzt aufkommenden Diskussion über Flüchtlinge differenziert das Individuum in den Blick nehmen und nicht pauschalieren, wird die Würde des einzelnen Menschen gewahrt. Es darf nicht vergessen werden, dass die meisten Flüchtlinge aus Not und Leid heraus den lebensgefährlichen Weg zu uns auf sich nehmen und Deutschland selbst auf vielfältige Weise in die Konflikte im Nahen Osten verstrickt ist. Die zu uns kommenden Menschen erhoffen sich hier nicht eine bessere Zukunft. Sie erhoffen sich, überhaupt eine Zukunft zu haben. Dass es unter ihnen auch Menschen mit kriminellen Absichten gibt, kann nicht bestritten werden. Allerdings diskreditiert dies nicht die Flüchtlinge, die hier in Deutschland nach Sicherheit suchen.  
Auf die hohe Zahl an Flüchtlingen war unser Land nicht vorbereitet – es fehlt an Kapazitäten in der Unterbringung, der Verwaltung, bei der Polizei und im sozialen Bereich. Viele der heutigen Probleme wurzeln in dieser Tatsache. Daher dürfen die Probleme nicht allein den Flüchtlingen angelastet werden. Es ist die Aufgabe des Staates, das in Deutschland geltende Recht flächendeckend durchzusetzen. Als Teil der Gesellschaft erwarten wir von der Polizei und den Gerichten, dass sie
entsprechend ausgestattet sind, um Regelverletzungen zu verhindern und strafrechtlich zu verfolgen.
Und als Teil der Gesellschaft dürfen wir von den Flüchtlingen erwarten, dass sie sich an die hier geltenden Regeln halten.   Die Integration der Flüchtlinge ist nicht nur aufgrund der Quantität eine große Herausforderung für unsere Gesellschaft, sie ist es auch qualitativ. Die Werte und Regeln unseres Grundgesetzes werden nicht automatisch von den Flüchtlingen übernommen, wenn sie Deutschland betreten. Sie müssen die Achtung vor der Würde jedes Menschen – egal welchen Geschlechts, egal welcher Religion und Hautfarbe – intensiv vermittelt bekommen, damit die kulturelle Verschiedenheit von ihnen verstanden wird und wir ein versöhntes Miteinander in unserer Gesellschaft leben können.
Als Kirchen ist es unsere Aufgabe und liegt in unserer Verantwortung, den zu uns geflohenen Menschen ebendiese Würde und Achtung entgegen zu bringen und ihnen Möglichkeiten zu geben, unsere Gesellschaft positiv mit zu gestalten. Die Integration der Flüchtlinge wird ein Langzeitprojekt werden, an dem wir uns als Kirchen mit unseren Wohlfahrtsverbänden und Gemeinden aktiv beteiligen. Wir sind uns aufgrund der großen Herausforderungen bewusst, dass es auch von unserer Seite aus Versäumnisse und Fehler geben kann. Diese Probleme nüchtern und ohne Pathos zu analysieren und zu lösen, ist ein Teil der christlichen Nächstenliebe und unser ureigener Auftrag.  
Religion kann oftmals Auslöser von Konflikten sein oder dazu missbraucht werden. Aber Religion kann auch eine stabilisierende und integrationsfördernde Kraft sein. Die bisher guten und intensiven Erfahrungen des interreligiösen Dialoges in Hannover haben uns gezeigt, dass ein versöhntes Leben in Verschiedenheit möglich ist. Wir als Religionsgemeinschaften müssen den Flüchtlingen in konkreten Begegnungen zeigen, wie wir unser Miteinander in Frieden leben.  
Darum möchten wir unsere Kirchenmitglieder, alle anderen Menschen in Stadt und Region Hannover und auch die Flüchtlinge selbst aufrufen: Nutzen Sie den persönlichen Kontakt als wesentliches Instrument der Integration. Begegnen Sie einander mit Achtung und Würde. Sehen Sie nicht die Masse, sondern den einzelnen Menschen.  

Landessuperintendentin Dr. Ingrid Spieckermann
Landessuperintendentin Dr. Ingrid Spieckermann

 

Regionaldechant Domkapitular Propst Martin Tenge
Regionaldechant Domkapitular Propst Martin Tenge

Gemeindezentrum St. Johannes

Gemeindezentrum wird nun platt gemacht

Neubau voraussichtlich 2015 fertig gestellt

Nun geht es endlich los: Die Ruine des ehemaligen Gemeindezentrum St. Johannes auf dem Barneplatz in Wusntorf wird abgerissen. Anfang Februar 2014 soll hier eine plane Fläche sein, und kein Stein mehr über dem anderen, sagt der zuständige Architekt im Kirchenkreis Klaus Haake.

Die Mitarbeiter des Hamelner Unternehmens Otto zurzeit damit beschäftigt, Stoffe wie Holz und Styropor aus dem Estrich herauszutrennen. Einiges ist schon vorher ausgebaut worden, berichtete Superintendent Michael Hagen. Die neuen Kunststofffenster zum Beispiel, die schon eingebaut waren, als der früher geplante Umbau des Zentrums gestoppt wurde, haben Abnehmer gefunden.

Etwa 5000 Kubikmeter umbauten Raum umfasst das Gebäude. Für Vasen und seine Mitarbeiter ist das machbar. Denn das bereits eine Industrieabbruch, bei dem es um 200.000 Kubikmeter ging, hat das Abrissunternehmen bereits „platt gemacht“.  Ein Großteil des Betons und der Steine werden recycelt.

Architekt Haake bereitet gerade die Ausschreibungen für den Neubau des Zentrums für die Gemeinde vor. Der wird neben dem jetzigen Bau entstehen. Deswegen kann mit dem Neubau erst begonnen werden, wenn das alte Gebäude weg ist, sonst wäre der neue Bauplatz nicht zu erreichen. Im Frühjahr soll es losgehen. Nach etwa einem Jahr Bauzeit soll die Gemeinde wieder eine Heimstatt finden, sagt Pastor Claus-Carsten Möller.

mbu/Fotos: Buchholz

Gemeindebriefpreis 2017

Ob in der Stadt oder auf dem Lande, ob Schwarzweiß oder Farbe – beim Gemeindebriefpreis 2017 ist jeder Gemeindebrief willkommen. Denn es gibt mehrere Kriterien, die die Jury bei der Auswahl berücksichtigt. Grundvoraussetzung für die Teilnahme ist, dass Sie aus dem Bereich der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers kommen.

Wir freuen uns auf Ihre Gemeindebriefe

Haben Sie Mut, uns Ihren Gemeindebrief​ zuzuschicken. Die Vielfalt der Kirchengemeinden spiegelt sich oft in den Gemeindebriefen wieder: das eigene Profil, die alten Traditionen, die neuen Wege. Der Gemeindebrief ist nachwievor der wichtigste Motor für die Öffentlichkeitsarbeit vor Ort. Um diese wertvolle Arbeit zu stärken und zu honorieren, schreibt die Landeskirche Hannovers im Jahr 2017 diesen Gemeindebriefpreis aus. Sie können sich als Gemeindebriefredaktion mit einer Ausgabe bis zum 31. August 2017 bewerben. 

Weiter Informationen findne Sie hier: http://www.gemeindebriefpreis2017.de/

Viele Grüße,

Marcus Buchholz, Pastor und Journalist

Förderkreis der Diakonie feiert erfolgreiches erstes Jahr

Engagement der Diakonie ist wichtig, weil dörfliche Strukturen fehlen

Förderkreis der Diakonie feiert erfolgreiches erstes Jahr

Mit 3.000 Euro wurde kalkuliert. Auf 5.000 Euro wurde gehofft. Über 10.000 Euro sind es geworden: Der Förderkreis Familien unterstützende Angebote im Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf hat am Wochenende ein erfolgreiches erstes Jahr gefeiert. „Das Spendenergebnis hat uns positiv überrascht und es beruhigt“, so Diakoniepastor Harald Gerke. Wenn die Entwicklung so bleibt können durch die Einnahmen langfristig die 26 Wochenstunden von Janet Breier, Koordinatorin der Familienarbeit, gesichert werden.

Am vergangenen Sonnabend sind mehr als 50 Förderer des Förderkreises beim Unternehmen Saxoinia  – selbst ein Unterstützer – in Neustadt zusammengekommen. Gefeiert wurde ein erfolgreiches Jahr. Zu den vielen Gratulanten gehört auch die Bundestagsabgeordnete Caren Marks. In ihrem Grußwort beschriebt sie die Vielfältigkeit von Familie und das auch Hilfen dies aufnehmen müsse. „Eine familienfreundliche Gesellschaft lässt sich nicht verordnen“, stellt sie fest und bedankt sich für das Engagement: „Sie haben sich dies mit dem Förderkreis  zum Ziel genommen, das ist nicht selbstverständlich.“ Der Förderkreis unterstützt mit seinen Einnahmen im Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf die Projekte wellcome und Familien stärken des Diakonieverbandes Hannover-Land. Die Angebote begleiten Familien in den ersten Lebensjahren eines Kindes durch ehrenamtlich Mitarbeitende und helfen, wo familiäre Netzwerke fehlen oder nicht ausreichen. „Weil die dörflichen Strukturen heute vielfach fehlen, hat ihre Arbeit eine große Bedeutung“, unterstreicht mit  der Bundestagsabgeordnete Hendrik Hoppenstedt  die Sinnhaftigkeit des Förderkreises.

Ein Zeichen, dass es weitergeht, setzen die Lions in Neustadt: Der Club hat auf 1.500 Euro aufgerundet - mit den Spendeneinnahmen eines Weihnachtskonzertes.

Fundraiserin Alexandra Socher nimmt Arbeit auf

Wunstorf/Neustadt. Alexandra Socher übernimmt mit einer halben Stelle das Fundraising im Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf. Sie folgt auf Thomas Schlichting, der Geschäftsführer der Heinrich-Dammann-Stiftung in Hildesheim geworden ist.

Die diplomierte Kulturwissenschaftlerin leitete in den vergangenen fünf Jahren die Abteilung Marketing und Kommunikation am Schlosstheater Celle. Dort baute sie  einen eigenen Fundraising- und Sponsoring-Bereich auf, war für die Mitgliederbetreuung des Theatervereins zuständig.

„Ich freue mich auf die neue berufliche Herausforderung und bin schon jetzt gespannt auf die vielen interessanten Begegnungen und Projekte, auf die ich in der kommenden Zeit stoßen werde“, sagt Socher. Sie komplettiert damit wieder das hauptamtliche Team für Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising im Kirchenkreis mit Pastor Marcus Buchholz. Mit einer weiteren halben Stelle ist sie Fundraiserin für den Kirchenkreis Grafschaft Schaumburg.

Beratend, begleitend und unterstützend möchte Socher in Initiativen, Projekten und Stiftungen zur Seite stehen und helfen. „Zukunftsfähige Strukturen ausbauen und Rahmenbedingungen für die Zukunft unseres gesellschaftlichen Miteinanders schaffen – das ist mein Anliegen“, sagt sie.

Fundraiser Schlichting wird Geschäftsführer

Wunstorf. Thomas Schlichting wird Geschäftsführer der Heinrich-Dammann-Stiftung in Hildesheim. Der Wunstorfer Diplom-Religionspädagoge und Fundraising Manager (FA) wechselt Mitte April 2015 in die Geschäftsführung der Heinrich-Dammann-Stiftung nach Hildesheim. „Mit Thomas Schlichting verbinden wir die Absicht, unsere Stiftung zu einem der bedeutendsten Förderer kirchlicher und allgemeiner Jugendarbeit unserer Region zu machen“, sagte der Präsident des Kuratoriums, Landessuperintendent Eckhard Gorka.

Gorka verwies darauf, dass die Stiftung nach dem Tod des Stifterehepaars Heinrich und Ortrud Dammann von fünf auf jetzt über 30 Millionen Euro Kapital angewachsen sei. Das kinderlose Ehepaar Dammann hatte ihre Stiftung 1991 gegründet. Ihnen gehörten die Vereinigten Kreidewerke Dammann mit Sitz in Söhlde, die sie aber noch zu Lebzeiten an einen Schweizer Konzern verkauften und verfügten, den Erlös ihrer Stiftung zugutekommen zu lassen. Laut Satzung sei die Stiftung dazu angehalten, die „kirchliche Arbeit der evangelisch-lutherischen Landeskirche und insbesondere die christliche, aber auch die allgemeine Jugendarbeit“ zu fördern. „Kuratorium und Vorstand der Stiftung zählen auf die profunden Kenntnisse von Herrn Schlichting in der Landeskirche und weit darüber hinaus“, sagte Gorka.

„Ich freue mich sehr auf diese Aufgabe in Hildesheim“, sagte Schlichting. Für ihn sei es eine große Ehre, als alleiniger Geschäftsführer einer so bedeutenden Stiftung tätig zu werden.

Thomas Schlichting leitete fast zehn Jahre die Arbeitsstelle „Fundraising“ in Wunstorf. „Er hat sich in besonderer Weise um den Aufbau der regionalen Stiftungen des Kirchenkreises verdient gemacht“, stellt Superintendent Michael Hagen fest.  Der 53-Jährige hat langjährige Berufserfahrung in der Jugend- und Bildungsarbeit, der Erwachsenenbildung und dem Projekt- und Veranstaltungsmanagement.

Neben Lehraufträgen an der Hochschule Hannover, ist er in der Aus- und Fortbildung im Fundraising- und Stiftungsbereich tätig. Der Kirchenkreisvorstand des Kirchenkreises Neustadt-Wunstorf dankt ihm für seinen hohen Einsatz.

Frau Freyberg erhält für den Arbeitskreis Asyl und Integration Wunstorf den Lukas-Preis des Diakonischen Werkes in Niedersachsen

Frau Gerlinde Freyberg erhält für die Arbeit des Arbeitskreis Asyl und Integration Wunstorf den Lukas-Preis für herausragendes ehrenamtliches Engagement des Diakonischen Werkes evangelischer Kirchen in Niedersachsen e. V.. Mit dem in diesem Jahr zum ersten Mal ausgelobten Lukas-Preis möchten das Diakonische Werk ehrenamtlich engagierte Personen auszeichnen, die sich in herausragender Weise um die Anliegen der Diakonie in Niedersachsen verdient machen. Am Donnerstag, den 6. April 2017 wird Frau Gerlinde Freyberg der Preis feierlich auf der Mitgliederversammlung der Diakonie in Niedersachsen überreicht. Der Preis ist mit 5.000 EUR für diakonische Zwecke dotiert.

Der Arbeitskreis Asyl und Integration gründete sich 1986 im Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf als zahlreiche vietnamesische „Boat People“ in Wunstorf ankamen, damals galt es Unterkünfte und Sachspenden zu organisieren. In den 1990er Jahren fanden viele Menschen auf Grund von Kriegen und Krisen in Wunstorf Zuflucht. Auch zu dieser Zeit unterstütze der Arbeitskreis Asyl und Integration die Menschen beim Zurechtfinden mit Deutschkursen, Hausaufgabenhilfe oder Frauengruppen. Seit 1996 ist Frau Gerlinde Freyberg in dem Arbeitskreis ehrenamtlich aktiv und erkennt schnell aktuelle Bedarfe der Geflüchteten. Zusammen mit knapp 100 Ehrenamtlichen des Arbeitskreises Asyl und Integration versucht Frau Freyberg ein umfangreiches Angebot für Geflüchtete zu gestalten, damit das Ankommen in Wunstorf erleichtert wird. So kann der Arbeitskreis Asyl und Integration zusammen mit Kooperationspartner, wie der Stadt Wunstorf und der Johanniter Unfall Hilfe e.V. Deutschkurse, eine Möbelvermittlung, Hausaufgabenhilfe, das internationale Café und die persönliche Familienbegleitung ermöglichen.

Seit 2005 repräsentiert Gerlinde Freyberg offiziell den Arbeitskreis Asyl und Integration. Gerlinde Freyberg gestaltet den Arbeitskreis maßgeblich mit, sodass er eine gute Schnittstelle zwischen offiziellen Institutionen, Bürgerinnen sowie Bürger als auch Geflüchteten ist. „Als ich von dem Preis erfuhr, war ich ganz überrascht und habe mich natürlich sehr gefreut. Aber ich möchte betonen, dass ich nur stellvertretend für viele Ehrenamtliche den Preis entgegennehme,“ erklärt Frau Freyberg. Besonders wichtig sind die unterschiedlichen Ehrenamtlichen, die sich jede Woche im Arbeitskreis Asyl und Integration für andere Menschen einsetzen. Durch die Arbeit des Arbeitskreises werden Vorurteile abgebaut, aber auch bei ganz konkreten Anliegen geholfen. Viele Ehrenamtliche haben zurzeit den Eindruck, dass die schnelle Hilfe, wie sie vor einem Jahr noch nötig war, langsam abklingt. Viele geflüchteten Menschen können zunehmend besser Deutsch und verstehen die Behördenstrukturen besser. Aber jetzt beginnen die Themen, die mehr Zeit benötigen, wie die Arbeitsmarktintegration, die Förderung der Kinder und das Knüpfen von stabilen sozialen Kontakten. Hierfür ist das ehrenamtliche Engagement des Arbeitskreises nach wie vor sehr wichtig, um Orientierungshilfe zu leisten oder ganz praktisch Nachhilfe für die Deutschprüfungen anzubieten.

Fortbildung für Erwachsene Neuer Kurs: „Sich verwurzeln - Glauben heute“

Unter dem Titel „Sich verwurzeln – glauben heute“ bietet der Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf im Jahr 2020 einen theologischen Kurs für Erwachsene an.

Haben Sie Lust sich intensiv mit Themen aus Kirche und Theologie zu beschäftigen und kommen Sie gerne in einer Gruppe ins Gespräch?

Dann sind Sie hier richtig! Sie können in diesem Kurs:

  • den Reichtum unserer evangelisch-lutherischen Tradition (neu-) entdecken,
  • theologisches Grundwissen erwerben,
  • Ihren Glauben hinterfragen und sich tiefer in ihm verwurzeln,
  • sprach- und argumentationsfähig werden,
  • mit anderen Menschen aus unserem Kirchenkreis ins Gespräch kommen und
  • als Christinnen und Christen persönlich wachsen.

Andachten und Gottesdienste begleiten den Kurs, so dass untereinander eine „Gemeinde auf Zeit“ entsteht.

Der Kostenbeitrag für den gesamten Kurs (3 Wochenendseminare und 2 Seminartage) betragen 120,00 € pro Person. Ermäßigungen sind auf Anfrage möglich.

Da die einzelnen Teile aufeinander aufbauen, kann der Kurs nur als Einheit gebucht werden.

Wir freuen uns auf Sie, Ihre Fragen und Ihr Interesse!

Weitere Informationen und Anmeldungen bei Diakonin Claudina Baron-Turbanisch,

An der Liebfrauenkirche 5-6 in 31535 Neustadt, 05032 956472, c.baron@turbanisch.eu

Evangelische Kirche lädt zum Balkonsingen ein

„Der Mond ist aufgegangen“ auf dem eigenen Balkon oder im Garten

Um 19 Uhr lädt die Evangelische Kirche alle Menschen ein, gemeinsam „Der Mond ist aufgegangen“ zu singen oder zu musizieren – jeder und jede auf seinem Balkon oder im Garten. Denn Singen verbindet und tut gut.

Der Mond ist aufgegangen, die goldnen Sternlein prangen… diesen Text kennen viele auswendig und haben ihn schon als Kind als Abendlied gehört. Man kann geborgen einschlafen, wenn am Ende – wie am Ende der ersten Strophe - alles wunderbar ist. Die letzte ebenfalls sehr bekannte Strophe mit ihrer Anrede So legt euch denn ihr Brüder (gemeint waren schon damals alle Menschenkinder) führt allerdings mitten hinein in unsere Tage. Denn nun ist nicht mehr alles einfach wunderbar, sondern der Abendhauch ist kalt. Es gibt damals noch die Angst vor Strafen Gottes, und die Sorge um den ruhigen Schlaf, die viele heute umtreibt, und ja, um unsern kranken Nachbarn auch.

Link zum Liedtext

Als Matthias Claudius diesen Text 1779 schrieb, waren Krankheit und Tod ganz anders präsent als heute. Vieles, was uns heute als Lappalie erscheint, war für Menschen unbesiegbar, lag also in Gottes Hand. Das Jahrzehnt, in dem der Text entstand, war von Hungerkatastrophen und neuen, tödlichen Infektionskrankheiten in vielen Regionen Deutschlands verbunden. Und da schreibt Matthias Claudius, der selbst viel Krankheit und Tod und Leid in seiner Familie erlebt hat, diesen Text voller Zuversicht und Vertrauen. 

Dieses Gottvertrauen lässt vielleicht diejenigen in diesen Tagen tief durchatmen, die sich nichts sehnlicher wünschen, als die Sorgen um Angehörige, die direkt betroffen sind oder aber im Ausland festsitzen, die Sorgen der Krisenstäbe, eben all des Tages Jammer einmal eine Zeitlang zu verschlafen oder sei es nur für die Dauer dieses Liedes zu vergessen. Wer in die Welt blickt, wird ermutigt dazu, mehr zu sehen als das, was gerade für jeden sichtbar ist. Es gibt Hoffnung. Der Mond ist doch rund und schön. Diese Welt, die guten Seiten des Miteinanders, auch die unfreiwillige Entschleunigung, die Kreativität an vielen Stellen sind und bleiben schön.

Die vierte und fünfte Strophe wurden vielleicht in den letzten Jahren nicht mehr viel gesungen – nicht mehr zeitgemäß. Aber nun lernen wir doch wieder, wie es sich anfühlt, wenn man eine Lage nicht im Griff hat, wenn eine Krankheit auf einmal alle bedroht, nicht nur Einzelne. Wenn Existenzen bedroht sind, wenn Folgen unabsehbar werden. Wenn sich unsichtbar etwas Bedrohliches in unseren scheinbar so lenkbaren Alltag eingeschlichen hat. Können wir es lernen, dabei nicht die Lebensfreude zu verlieren und, wie Kinder, das Leben zu genießen?

Trotzdem verschweigt dieses gesungene Abendgebet den Tod nicht. Unser Leben ist zerbrechlich, angreifbar und endlich. Wir werden jetzt wieder daran erinnert. Und zugleich können wir uns mit diesem Lied daran erinnern lassen, dass der Tod nicht das letzte Wort über uns hat. Auch nicht die Angst vor dem Tod oder seine Realität. Denn das Lied erinnert daran, dass es zugleich das Leben in aller Fülle gibt – jetzt und über den Tod hinaus. Davon können wir gemeinsam ein wunderbares Lied singen und dann hoffentlich in unseren stillen Kammern ruhig schlafen, in dieser Nacht und in allen, die kommen.

Susanne Hasselhoff

Ergebnis der Kirchenvorstandswahlen am 11. März

Neustadt. 36.256 Wählerinnen und Wähler waren am 11. März 2018 dazu aufgerufen, im Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf neue Kirchenvorstände zu wählen. Es stellten sich 224 Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl auf, davon 128 Frauen und 96 Männer. Die Zahl der Wählerinnen und Wähler, die zur Wahlurne schritten, beträgt 7350, daraus ergibt sich eine Wahlbeteiligung von 20,27 Prozent. Insgesamt ist die Zahl der Wähler im Vergleich zur Wahl im Jahr 2012 zurückgegangen (2012: 8816). Gut angenommen wurde in diesem Jahr das Angebot der Briefwahl mit 1445 Stimmabgaben, ein leicht erhöhter Wert im Vergleich zu den Wahlen vor sechs Jahren.

Erstmals durften bei der Kirchenvorstandswahl auch die 14- und 15-jährigen Kirchenmitglieder wählen. Hier betrug die Zahl der Wählerinnen und Wähler 202. Das entspricht einer Wahlbeteiligung in dieser Altersgruppe von 2,75 Prozent.

Die Zahl der wiedergewählten Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher liegt bei 82, das entspricht 63,12 Prozent, die in ihrem Amt bestätigt wurden. Das Durchschnittsalter der Kirchenvorsteher beträgt 51,2 Jahre. Sieben Personen wurden im Alter von 18 bis 24 Jahren gewählt.

„Ich freue mich sehr, dass wir in allen Gemeinden nun neue Kirchenvorstände haben“, sagt Superintendent Michael Hagen.

Bordenhagen gewinnt EKD KonfiCup 2015 in Köln

Konfirmanden aus Bordenau und Poggenhagen holen bundesweiten Titel!

Dieser 1. Mai wird allen Beteiligten sicher noch sehr lange in positiver Erinnerung bleiben. Vor der großartigen Kulisse des Rhein-Energie-Stadions in Köln sicherten sich 12 Jungen und Mädchen aus Bordenau/Poggenhagen den diesjährigen Titel des Konfi Cups der evangelischen Kirche in Deutschland.

Nach drei zuvor gewonnen Qualifikationsturnieren spielte Bordenhagen als Vertreter der Landeskirche Hannover mit insgesamt 10 Mannschaften im Rahmen des DFB-Pokal Endspiels der Frauen um den diesjährigen Titel. Konnte die Vorrunde bei 4 Siegen mit 16:2 souverän gewonnen werden, kam es im Halbfinale gegen Rheydt (Stadtteil von Mönchengladbach) zu einem 1:1 nach 15 Minuten Spielzeit und damit zu einem Elfmeterschießen, das an Dramatik kaum zu überbieten war. Reihenweise konnten die Torhüter auf beiden Seiten Bälle parieren, bis Milo Waldhüter, Torwart aus Bordenhagen, den 6. Elfmeter selber verwandelte und anschließend den seines gegnerischen Pendants hielt. Das Finale war erreicht.

Bevor dieses gespielt werden konnte, war jedoch die physiotherapeutische Abteilung des Teams gefordert. Gleich 4 Spieler mussten von anwesenden Eltern massiert und getapet werden, so dass Betreuer André Waldhüter froh war, überhaupt noch eine spielfähige Mannschaft auf den Kunstrasenplatz schicken zu können.

Dass es am Ende zu einem 1:0 Sieg gegen Ottoschwanden (Nähe Freiburg) reichte, war wie schon in den Spielen zuvor dem tollen Teamgeist, der Leidenschaft aller Jugendlichen und der spielerischen Klasse der Akteure zu verdanken.

Die große Fangemeinde rund um Pastorin Kirsten Kuhlgatz empfing die Spieler mit einer La Ola, und begleitete sie anschließend zur Siegerehrung auf die Bühne vor dem Stadion.

Abgerundet wurde die Turnierteilnahme durch eine Rheinfahrt aller Mannschaften am Vorabend des Turniers, sowie dem Besuch des DFB-Pokal-Endspiels der Frauen. Als persönliche Erinnerung freuten sich alle Aktiven über die von Kirsten Kuhlgatz zuvor verteilten T-Shirts Bordenhagen mit Unterschriften aller SpielerInnen, die während des Turniers dann auch gleich als Mannschaftstrikots herhalten mussten.

v.l.n.r.: Silvana Beck, Teamerin Isabella Bohle, Maja König, Niklas Schönborn, Fynn Aaron Kuhlgatz, Niklas Ciesla, Nico Kiedrowski, Fin Strecker, Milo Waldhüter, Marcel Malbrich, Philip Franke, Lena Scharnhorst, Gianluca Axler, Maximilian Scharnhorst, Jana Langreder, Lukas Schmidt, Fabian Przyklenk, Teamerin Celine Waldhüter, Betreuer André Waldhüter, Pastorin Kirsten Kuhlgatz

Dürre und Hunger in Afrika

Akut

Dürre und Hunger in Afrika

Viele Länder Afrikas gehören nicht nur zu den ärmsten sondern auch den trockensten der Welt. Der fortschreitende Klimawandel verschärft die ohnehin schwierigen Lebensbedingungen in Ländern wie Somalia, Kenia oder Äthiopien. Immer wieder bedrohen lang anhaltende Dürren das Leben der Menschen und führen zu Versorgungskrisen. In Ostafrika breitet sich eine Hungerkatastrophe aus. Besonders im Südsudan und am Horn von Afrika spitzt sich die Lage dramatisch zu. Allein im Südsudan sind nach Angaben der Vereinten Nationen fünf Millionen Menschen dringend auf Nahrungsmittelhilfen angewiesen. Eine Hungersnot wurde offiziell für einen Teil des Landes ausgerufen. Die nun schon seit mehreren Jahren anhaltende Dürreperiode führt auch in anderen Regionen Ostafrikas zu einer Verschärfung der Situation.

Die Diakonie Katastrophenhilfe ist mit ihren lokalen Partnerorganisationen im Südsudan, Somalia, Kenia und Äthiopien vor Ort und versorgt die Menschen mit Lebensmitteln, Saatgut und Zugang zu sauberem Trinkwasser. Neben der Nothilfe werden die Menschen zudem in der Vorsorge unterstützt. Dabei geht es insbesondere darum, Wissen zu vermitteln, wie Landwirtschaft trotz schwierigen klimatischen Bedingungen möglich ist. Im Fokus der Hilfe stehen vielfach intern vertriebene Menschen, die durch berufsbildende Trainings und Einkommen schaffende Maßnahmen auch Perspektiven für eine neue Lebensgrundlage erhalten.

Helfen Sie mit!

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Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden für Corona-Hilfe weltweit

Weltweit aktiv mit Partnern vor Ort

CORONA-Hilfe weltweit

Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden für weltweite Schutzmaßnahmen

Die Pandemie trifft die Ärmsten weltweit besonders hart

Hannover, 20.04.2020. Der neuartige Corona-Virus Sars-CoV-2 breitet sich weltweit immer stärker aus. Mittlerweile sind mehrere tausend Menschen an dem Virus gestorben. Immer mehr Länder versuchen, die Ausbreitung zu verlangsamen. Die gesamte Entwicklung bereitet der Diakonie Katastrophenhilfe aus humanitärer Sicht große Sorgen, denn gerade in den ärmsten Ländern und Krisengebieten haben die Menschen kaum Mittel, um ausreichende Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

Die Gefahr einer ungehemmten Ausbreitung des Virus ist in armen Regionen besonders groß. Die Diakonie Katastrophenhilfe ist deshalb im engen Austausch mit ihren Partnerorganisationen. Diese verstärken die Hilfsangebote und tun ihr Bestes. Außerdem wurde ein weltweiter Hilfsfonds eingerichtet. Ohne internationale Unterstützung wird aus der Corona-Pandemie eine weltweite soziale Katastrophe mit unvorhersehbarem Ausgang.

Menschen in Flüchtlingscamps sind beispielsweise großen Risiken ausgesetzt, da die hygienischen Bedingungen ohnehin schon schlecht sind und die medizinische Versorgung unzureichend ist. Auch die afrikanischen Länder sind besonders bedroht von der Pandemie: Die meisten haben ein schwaches Gesundheitssystem, zu wenig Laborkapazitäten und zu wenig Gesundheitspersonal. Bei mangelhaftem Zugang zu Wasser ist es unmöglich, sich regelmäßig die Hände zu waschen. Menschen in Armut sind außerdem oft mangelernährt, geschwächt und daher besonders anfällig für Krankheiten.

In dieser Krise leistet die Diakonie Katastrophenhilfe akute Nothilfe in den vielen Ländern der Welt. In Haiti stattet sie gemeinsam mit der Partnerorganisation GADEL Häuser mit Wassertanks aus, damit Menschen sich in den abgelegenen Gemeinden regelmäßig die Hände waschen können. Und in der DR Kongo leisten die Partnerorganisationen RACOJ und Groupe Milima Aufklärungsarbeit zu Hygienepraktiken. Ihre Gesundheitsstationen wurden mit Schutzkleidung und Desinfektionsmitteln ausgestattet. 

Im Moment arbeitet die Diakonie Katastrophenhilfe weltweit an weiteren sofortigen Hilfsmaßnahmen, etwa in Indien, Bangladesch, Pakistan, Guatemala.

Für die weitere Hilfe bitten wir um Spenden.

Stichwort: Corona-Hilfe weltweit

IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02 BIC: GENODEF1EK1

Evangelische Bank

oder online www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden

Über den Verlauf des Hilfseinsatzes der Diakonie Katastrophenhilfe informieren wir auf unserer Website:

www.diakonie-katastrophenhilfe.de

Einen stets aktuellen Einblick über die Aktivitäten der DKH können Sie sich unter den Nachrichten aus den Projekten verschaffen:

https://www.diakonie-katastrophenhilfe.de/projekte/corona-virus

Hier gibt es ein Video eines Projektpartners aus der DR Kongo zum direkten Download:

https://www.intern-e.evlka.de/drive/s/rysFBDTo2G1bR93WjOsw

Diakon Heinz Laukamp verlässt den Kirchenkreis

Neustadt/Wunstorf. Diakon Heinz Laukamp hat sich, aufgrund seiner veränderten familiären Situation, auf die freiwerdende Stelle seiner Heimatgemeinde Bad Segeberg beworben. Die Kirchengemeinde hat ihn einstimmig gewählt. 

Am 31. Mai um 11 Uhr im Pfingstgottesdienst wird Laukamp aus der Kirchengemeinde Idensen/Mesmerode verabschiedet. Dort hat er seit dreieinhalb Jahren aus Diakon mit Predigtauftrag gearbeitet. Darüberhinaus war er im Kirchengemeindeverband Süd-Land Jugenddiakon und hat die Konfirmandenarbeit verantwortet.

Insgesamt blickt Laukamp auf eine 15-jährige Tätigkeit im Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf zurück – sein Schwerpunkt in seiner diakonischen Arbeit stets bei der Jugend. „Darum freut es mich um so mehr, dass ich in Bad Segeberg weiterhin die Jugendarbeit verantworten darf“, sagt Laukamp.

Coronavirus: Hannoversche Landeskirche empfiehlt, Konfirmationen zu verschieben

Hannover (epd). Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers empfiehlt ihren mehr als 1.200 Gemeinden, wegen des neuartigen Coronavirus in diesem Jahr die Konfirmationen zu verschieben. Die Gottesdienste zur Konfirmation führten zu einem "signifikant erhöhten Infektionsrisiko", erklärte Deutschlands größte evangelische Landeskirche am Donnerstag in Hannover. Sie seien sehr gut besucht. "Alle Plätze in der Kirche belegt, und es herrscht häufig eine große Enge im Kirchraum", heißt es der aktuell auf der Homepage der Landeskirche veröffentlichten Erklärung "Umgang mit dem Corona-Virus im kirchlichen Leben".

Die Landeskirche empfiehlt daher, die Konfirmationen in den Sommer oder die Zeit nach den Sommerferien zu verlegen. Sie bittet die Pastorinnen und Pastoren vor Ort, sehr bald Kontakt zu den Familien der Konfirmandinnen und Konfirmanden aufzunehmen, um sie an dieser Entscheidung zu beteiligen. "Eine Alternative könnte es sein, die kirchliche Feier nur mit den engsten Familienangehörigen durchzuführen", heißt es in der Erklärung. "Auch in diesem Fall empfiehlt sich eine namentliche Erfassung derer, die am Gottesdienst teilnehmen."

Die Konfirmationen finden in der Regel in der Zeit zwischen Ostern und Ende Mai statt. Konkrete Entscheidungen vor Ort träfen das Pfarramt und der Kirchenvorstand, erklärte die Landeskirche. Die hannoversche Landeskirche umfasst 1.235 Ortsgemeinden zwischen Hann. Münden und der Nordsee mit zusammen rund 2,5 Millionen Mitgliedern. In den vergangenen Jahren wurden jeweils mehr als 20.000 Jugendliche im Alter von 13 bis 15 Jahren konfirmiert. Die Konfirmationen sind in der Regel mit einer Familienfeier verbunden. (2062/12.03.20)

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Brot für die Welt 2016/2017: Bewässerungssysteme für eine bessere Ernährung in Malawi

Es ist wieder soweit: Traditionsgemäß sammeln die evangelischen Kirchengemeinden in ihren Gottesdiensten vom 1. Advent 2016 bis Anfang 2017 Kollekten für die Projektarbeit von Brot für die Welt. Brot für die Welt ist in den Kirchengemeinden verwurzelt. Für 2016/2017 wird im Ev.-luth. Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf vorgeschlagen, das Projekt „Malawi: Das Glück ist mit dem Tüchtigen“ zu unterstützen. „Ein wunderbares Projekt, dass uns sofort angesprochen hat.“, so Superintendent Michael Hagen. „In besonderer Weise wird mit dem Projekt eine nachhaltige Hilfe gefördert, die die Ernährung der Menschen in Malawi deutlich verbessert und auch die Chance auf Bildung vergrößert.“, freut sich Hagen.

Malawi, das kleine Land im Südosten Afrikas zählt zu den ärmsten der Welt. Es ist immer wieder auf internationale Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Die Einführung von Bewässerungstechniken und Schulungen in nachhaltiger Landwirtschaft versetzt Kleinbauernfamilien in die Lage, ihre Erträge nachhaltig zu erhöhen und ihre Lebensumstände zu verbessern. "Bevor wir das Bewässerungssystem hatten war das Leben für uns sehr hart“, erinnert sich John Chimwayi. Er blickt auf seine staubigen Schuhe, deren Nähte an den Spitzen aufgeplatzt sind. „Oft hatten wir nur ein oder zwei Mahlzeiten am Tag, und die bestanden ausschließlich aus unserem Maisbrei "Nsima"." Nur einmal im Jahr konnte John Chimwayi Mais anbauen – und die Ernte war nie sicher.

Seitdem John Chimwayi und rund 80 weitere Bauern im Dorf Samuti an das Bewässerungssystem angeschlossen sind, müssen sie nicht mehr um ihre Ernte fürchten. Im Gegenteil: Sie konnten ihre Produktion ausweiten und damit ihr Lebensniveau verbessern. Bis zu drei Maisernten sind jetzt pro Jahr möglich. Längst bauen sie nicht mehr ausschließlich Mais an. Auf den Feldern wachsen inzwischen auch Tomaten, Bohnen, Erbsen, Chinakohl sowie viele lokale Gemüsesorten. „Wir essen jetzt gesünder.", lacht John und kratzt sich an den grauen Bartstoppeln in seinem hageren Gesicht. Früher war seine Familie häufig krank. John Chimwayi und seine Frau Elinet waren zu schwach für die Feldarbeit, die Kinder hatten Durchfall und fehlten ständig in der Schule. „Jetzt kommt meine Jüngste sehr gut mit“, freut er sich. Die anderen beiden Kinder haben mittlerweile die Schule abgeschlossen.

In 2015/2016 kamen im Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf fast 53.000 Euro an Kollekten für Brot für die Welt zusammen. „Ich freue mich, wenn sich die Menschen in unseren Gemeinden ebenso sehr von diesem nachhaltigen Projekt angesprochen fühlen wie wir bei der Projektauswahl. Mal sehen, ob wir unsere Hilfe noch steigern können.“, so Christina Günther, die Fundraising-Managerin des Kirchenkreises.

Berufsschüler beschäftigen sich mit Demokratie - T-Shirt-Aktion

Der Religionskurs des 12. Jahrgangs des Beruflichen Gymnasiums der Berufsbildenden Schulen Neustadt am Rübenberge hat sich intensiv mit dem Thema Demokratie auseinander gesetzt.

Unter der Leitung von Schulpastor Dirk Heuer nahmen die Schülerinnen und Schüler verschiedene Denkschriften der Evangelischen Kirche zum Thema „Christsein und Demokratie“ durch.

Dabei fanden sie heraus, dass in der Staatsform Demokratie wichtige Werte wie Menschenwürde, Freiheit, Selbstverantwortung und Solidarität am besten von den Bürgerinnen und Bürgern gelebt und verwirklicht werden können.Zudem wurde den Schülerinnen und Schülern klar, dass jeder auch selbst Verantwortung dafür trägt, dass Demokratie gelingt und lebendig bleibt.„Demokratie ohne Demokraten gibt es nicht“, resümierte die Schülerin Lisa-Marie Hubrich.Darum hat sich der Kurs entschlossen, ein T-Shirt zu produzieren, das nach außen sichtbar ein klares Bekenntnis zur Demokratie abgibt.

Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule für Gestaltungstechnische Assistenten haben dann das Layout entworfen und die T-Shirts bedruckt.

Benefiz-Konzert zugunsten der Stiftung Zukunft mit Kirche

Wir haben sie erneut gewonnen, das umjubelte 8-köpfige A-capella-Ensemble. Im vergangenen Jahr haben sie so manchen Zuhörer im Stadttheater Wunstorf verzaubert in der Vorweihnachtszeit mit ihren Stimmen, ihrem Wortwitz und ihrem ganzen Auftritt.

Am 19. Dezember um 19 Uhr (Einlass 18.30 Uhr) findet nun das zweite Konzert der ehemals an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover Studierenden, die zugleich auch Gewinner des Deutschen Chorwettbewerbs 2014 waren.

Zur Einstimmung dient Ihnen gern www.str8voices.com.

Der Eintritt ist frei, um eine Spende für die vielfältige Arbeit der Stiftung „Zukunft mit Kirche“ wird gebeten.

… und es wird Weihnacht werden.

 
Wenn Sie uns etwas für die kirchengemeindliche Arbeit in den Südregionen unseres Kirchenkreises spenden möchten,
dann können Sie auch unser Stiftungskonto nutzen:

Stadtsparkasse Wunstorf

IBAN: DE 97 2515 2490 0000 1163 68        BIC: NOLADE21WST

Stichwort: Zustiftung

Weitere Informationen, auch zur Stiftung, erhalten Sie von den
Vorstands- und Beiratsmitgliedern.

Bach im Kloster am 2. Advent

SingAkademie führt Weihnachtsoratorium auf

Vorverkauf beginnt

Immer wieder erfreut die Menschen die festliche und zugleich anrührende Musik von J.S. Bachs „Weihnachtsoratorium“. Eine Aufführung dieses Werkes gehört zu den Höhepunkten des kulturellen Lebens.

Am Sonntag, den 4. Dezember, 2. Advent, wird das Oratorium nun um 17.00 Uhr in der Klosterkirche Mariensee erklingen. Die SingAkademie Niedersachsen bietet unter der Leitung von Claus-Ulrich Heinke in ihrem traditionellen Konzert zu Advents- und Weihnachtszeit erneut eine Begegnung mit dieser Komposition an. Für die Solo-Aufgaben konnten die Solisten Tonja Schneider, Christiane Heinke, Jan Kristof Schliep und Peter Dasch gewonnen werden. Es singt der Konzertchor der SingAkademie Niedersachsen. Als Orchester wirkt das Kammerorchester der SingAkademie mit.

Bei der Aufführung sind auch Kinder des Kula-Kinderchores Bockenem dabei.

Das Publikum wird im Programmheft neben dem Text des Oratoriums auch die Noten zweier Choräle finden. „An zwei Stellen des Konzertes werde ich zum Mitsingen einladen. Wer mag, kann dann mit Chor und Orchester zusammen die wunderbare Bach-Musik aktiv erleben. Natürlich nur, wenn man Lust dazu hat. Weiteres Zuhören ist natürlich auch erlaubt, “ verrät Dirigent Claus-Ulrich Heinke.

Ermäßigte Vorverkaufskarten (18 € / 16 € ) bei Buchhandlung Biermann, Wunstorfer Straße, Neustadt am Rübenberge, Telefon 05032-94690

sowie per Email: vorverkauf@singakademie-niedersachsen.de

Normalpreis (20 € / 18 €) an der Abendkasse ab 16.00 Uhr.

Aufbruch in Neues – Bisheriges hinter sich lassen

Wunstorf. Unter Leitung von Christine Koch-Brinkmann stellt sich das Team der Lebensberatung für Einzelne, Paare und Familien in einem thematischen Gottesdienst in der Stadtkirche in Wunstorf vor. Am Sonntag, den 24.03.2019 um 10 Uhr wird das Team gemeinsam mit den Superintendenten Michael Hagen und Andreas Kühne-Glaser, dessen Kirchenkreis Grafschaft Schaumburg der Träger der Lebensberatung ist, sich mit Aufbrüchen und damit verbundenen Ängsten beschäftigen. Im Anschluss an den Gottesdienst stehen alle Beteiligten gerne für Gespräche zur Verfügung. Sie freuen sich auf die Begegnung mit allen Gottesdienstbesuchern.

Arabische Familienstrukturen besser verstehen

Eltern überall auf der Welt wollen nur das Beste für ihre Kinder und legen viel Wert auf eine gute Erziehung. Die Vorstellungen davon, wie eine Familie auszusehen hat, sowie die Struktur und die Erziehungsziele sind durch kulturelle Einflüsse geprägt. Diese Tatsache wirft viele Fragen auf, insbesondere bei Menschen, die zurzeit viel im Kontakt zu Familien mit anderen kulturellen Hintergründen stehen.

Der interaktive Impulsvortrag mit Frau Dr. Dunja Sabra geht diesen Fragen nach und soll einen ersten Einblick in arabische Familienstrukturen und Erziehungsstile ermöglichen.

Hierzu lädt der Arbeitskreis Asyl und Integration Wunstorf herzlich ein:

Am Mittwoch, den 20.9.2017 um 19.00 Uhr

In das kirchlich-diakonische Zentrum,  Albrecht-Dürer-Str. 3, Wunstorf

Dr. Dunja Sabra

 

Dr. Dunja Sabra ist Tochter einer Österreicherin und eines Ägypters, hat in Braunschweig in Mikrobiologie promoviert und an der Universität von Alexandria eine Stelle als Assistenzprofessorin.

Kontakt: Arbeitskreis Asyl und Integration Wunstorf

                 Wiebke Nolte

                 E-Mail: info@ak-asyl-wunstorf.de

                 Mobil: 0176 55984620

Adventskonzert in der Liebfrauenkirche

Lustig, bedächtig, stimmgewaltig: Mit einer erfrischenden Mischung aus altbekannten und neuen Weihnachtsliedern ist Birgit Pape auch dieses Jahr die Zusammenstellung und Leitung eines überzeugenden Adventskonzerts gelungen. Mehr als 150 Zuhörer hörten am 1. Adventswochenende in der Liebfrauenkirche klassische Choräle und moderne Kinderlieder – vorgetragen von den Kindern und Jugendlichen der Singschule des Kirchenkreises an Liebfrauen sowie der Kantorei des Kirchenkreises. Gleich zu Beginn sangen alle Sängerinnen und Sänger ein „Hosianna-Lied“ von Wolfgang Carl Briegel.

Danach wechselten sich die jüngeren und älteren Sänger immer mal wieder ab, um „Macht die Tore weit“ oder „Es wird Weihnacht“ zu singen, unterstützt von einem kleinen Orchester. Bemerkenswert dabei, dass auch viele der „Streberchorkinder“ sich in die Kantorei einreihten und kräftig mitsangen. Ein besonderer Höhepunkt des Konzertes war die Interaktivität mit dem Publikum. Birgit Pape hatte dazu das englische Weihnachtlied „I will sing with the spirit“ ausgesucht. Jede Strophe handelt von anderen Tieren wie etwa Schwänen oder Rebhühner, die sich auf Weihnachten vorbereiten. In Gruppen eingeteilt sangen die Besucher die Strophen nacheinander vor, unterstützt von den Chören auf der Bühne.

Mit Transeamus usque Bethlehem von I. Schnabel wurde das Konzert erfolgreich durch die Kantorei abgerundet.

Vielen Dank an Birgit Pape für dieses Konzert, das einen besinnlichen Ruhepunkt in der manchmal doch eher hektischen Vorweihnachtszeit bildete.

Text: Marcus Buchholz, Foto: Ulla Packowski

Abschied und Aufbruch: 28 Jahre in der Corvinuskirchengemeinde

Wunstorf. 28 Jahre war Pastorin Gudrun Gerloff-Kingreen in der Corvinus-Kirchengemeinde tätig. Sie ist damit die dienstälteste Pastorin in der Region Wunstorf Süd-Stadt. Zum 1. Februar wird sie Pastorin im Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf. Ihr Abschiedsgottesdienst findet statt am Sonntag, 5. Januar, um 14 Uhr mit anschließendem Empfang in der Kirche und Kaffeetafel im Gemeindehaus.

„Ich fühle mich den Menschen sehr verbunden. Corvinus war ‚meine‘ Gemeinde. Ich habe hier sehr gern gearbeitet. Der Abschied fällt mir schwer.“ Sie freut sich auf ihre neue Aufgabe. Als Springerpastorin möchte sie sich zukünftig auf die Kernkompetenz ihres Berufes konzentrieren. Gottesdienst und Seelsorge bleiben ihre Schwerpunkte. „Die Begleitung von Menschen an den Wendepunkten ihres Lebens ist mir ein Herzensanliegen.“

Schwerpunkte ihrer bisherigen Arbeit lagen in der religionspädagogischen Begleitung von Kindern und in den regelmäßigen Angeboten von Konzerten in der Reihe „Rund um den Flügel“.

Gudrun Gerloff-Kingreen war fünf Jahre Pastorin in der Braunschweiger Landeskirche, ehe sie 1991 in der Corvinus-Kirchengemeinde zusammen mit ihrem Ehemann das Pfarramt übernahm. Sie will jetzt weitere fünf  Jahre im Kirchenkreis wirken. Nach ihren Vorgängern Pastor Walsemann, Pastor Rodiek und ihrem gemeinsamen Wirken mit ihrem Ehemann Pastor Kingreen schaut Frau Gerloff-Kingreen auf die längste Dienstzeit im Pfarramt  Corvinus zurück.

60 Konfirmandinnen und Konfirmanden aus der Stifts-Kirchengemeinde beim Konficamp in Wittenberg

Eine Gruppe in weißen Schutzanzügen streift über den Platz. Aufmerksam schauen sich die Gestalten um, dann zückt einer eine Greifzange. „Wir sind die Müllmafia“, erklärt der dreizehnjährige Till aus Schaumburg. „Jemand muss sich ja auch um die Natur kümmern.“ Till ist einer von rund 700 Konfirmandinnen und Konfirmanden aus der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers die sich vergangene Woche auf den Weg nach Wittenberg gemacht haben. Seit Ende Mai fahren abwechselnd Konfirmanden aus 18 Landeskirchen auf das Gelände in der Lutherstadt. Zusammen mit rund 500 Teilnehmern aus der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland ist die Gruppe aus der hannoverschen Landeskirche die elfte und letzte. Dann werden die insgesamt 160 Zelte wieder abgebaut und der Platz renaturiert.

Zum Auftakt des Konficamps am Mittwoch hatte der hannoversche Landesbischof Ralf Meister die Jugendlichen in Wittenberg willkommen geheißen. Unter ihnen waren auch Konfirmandinnen und Konfirmanden aus der Stifts-Kirchengemeinde. „Ich bin überwältigt“, sagt Meister beim Blick über das Gelände inmitten der Natur. „Als ehemaliger Pfadfinder habe ich schon unglaublich viele Lager gesehen. Hier merkt man sofort, wie viel Know-How drinnen steckt!“ Nach einem gemeinsamen Essen und dem Auftaktabend war sich der Landesbischof sicher, „dass die Konfirmandinnen und Konfirmanden den Spirit dieses Lagers mitnehmen, sich noch lange an diesen Sommer erinnern und sich dann vielleicht auch selbst in der Kirche engagieren wollen.“

Insgesamt haben seit Ende Mai fast 12000 Jugendliche die Konficamps in Wittenberg besucht. Dazu kommen noch Volunteers und Teamerinnen und Teamer, die zum Teil den ganzen Sommer in Wittenberg mitgeholfen haben. „Von den Helfern kommen mehrere aus unserer Landeskirche“, freut sich Landesjugendpastorin Cornelia Dassler. „Es ist toll zu sehen, dass sie ihre Talente auch hier einsetzen können.“ Eine von ihnen ist Katharina (17) aus Hannover. Fünf Wochen hat die Schülerin insgesamt als Teamerin Workshops betreut und in der Organisation mit angepackt. „Als im Frühjahr nach Helfern gesucht wurde, habe ich mich sofort gemeldet“, erzählt die Schülerin. „Ich finde, das Campfeeling hier ist etwas ganz besonders.“

Auch die Konfirmanden teilen die Begeisterung: "Ich war ja erst skeptisch, aber es ist echt cool hier!" Immer mehr der Stifts-Konfirmanden lassen sich anstecken und spielen am Ende mit Begeisterung das "Schüttelspiel" in der Fußgängerzone von Wittenberg.

„Trust and Try“ ist das Motto der Konficamps. „Es geht um Vertrauen und Handeln“, erklärt Miriam (28). „Vertrauen zu Gott und zu sich selbst. Und Handeln entsprechend der eigenen Werte.“ Die Projektmanagerin aus Berlin koordiniert die 55 Volunteers, die seit April am Projekt mitarbeiten. Ihre größte Herausforderung war es, aus so vielen Einzelpersonen ein Team zu schaffen, das „den Sommer über durchhält“. „Die Arbeit hier ist nicht ohne. Vor allem der Aufbau hat richtig weh getan. Das hat viele von uns körperlich an die Grenze gebracht.“ Doch das habe die Gruppe erst richtig zusammengeschweißt. Auch die Aufteilung in Spezialgruppen und der Verzicht auf hierarchische Strukturen haben geholfen. „Jeder übernimmt hier mal eine Schichtleitung“, erklärt Miriam. „Unsere Volunteers tragen Verantwortung und merken: Hier werde ich gebraucht.“ Je nach Interesse und Talent entscheiden sich die Jugendlichen dann für eine Spezialtruppe, wie etwa die Infrastrukturgruppe „BauTec“, das Infopoint-Team oder das Bühnenteam.

Auch inhaltlich sind die Volunteers gefragt. Viele ihrer Ideen sind in die Programmgestaltung und das Workshopangebot eingeflossen. Jeden Tag können die Konfirmandinnen und Konfirmanden aus 50 sportlichen, kreativen, inhaltlichen oder kulturellen Angeboten wählen: zum Beispiel die Müllmafia aus dem umweltpädagogischen Bereich. Allerdings ist das Tagesprogramm insgesamt sehr dicht. Neben den Workshops am Nachmittag stehen vormittags gemeinsame Arbeitsphasen zu den Themen Vertrauen, Identität und Handeln auf dem Programm. Außerdem fährt jede Gruppe ein Mal in die Innenstadt, um die Originalschauplätze der Reformation zu besuchen. „Den Konfirmanden werden hier viele unterschiedliche Impulse geboten“, erklärt Andreas Behr aus dem Religionspädagogischen Institut in Loccum. Er ist Teil des Leitungsteams. „Das durchgeplante Programm hilft ihnen, sich zurecht zu finden.“

P. Thomas Gleitz: Ich war beeindruckt von der hohen Professionalität der Campleitung und der sprühenden Lebensfreude der Volunteers, die auch nach 14 Wochen noch mit viel Engagement und sprühender Lebensfreude für die Konfis da waren. Im Lager war zu spüren, was christliche Freiheit ausmacht. Unter dem Motto "Trust and Try" - Vertrauen und Ausprobieren konnten unser Konfirmanden Erfahrungen fürs Leben machen. Beim Abschlussabend konnte ich dann Teilnehmer aus Wunstorf auf der großen Bühne erleben, denen ich einen solchen Auftritt vor 1400 Menschen vorher nicht zugetraut hätte. Hier ist Selbstbewusstsein und Lebenssicherheit gewonnen worden.

Eine Weiterführung der Konficamps in den folgenden Jahren schließen die Organisatoren nicht aus. Vor allem Gemeinden mit kleinen Konfirmandengruppen würden von dem Konzept profitieren. Dazu kommt, dass der Festivalcharakter die Jugendlichen sehr anspricht. „Wenn es wieder so cool ist, würde ich auf jeden Fall noch einmal herkommen“, bestätigt Till. Auch die Wunstorfer Konfirmanden, die größte Gruppe einer Einzelgemeinde im Camp, überlegt, wie eine Fortsetzung aussehen kann.

Am Sonntag 18. September wird es im Anschluss an den Jugendgottesdienst in der Stadtkirche einen Bilderabend vom Konficamp geben. Interessierte sind herzlich willkommen!

38 Jahre im Kirchenvorstand: Kirchenkreis lädt alle ausgeschiedene Kirchenvorsteher zum Dank ein

Neustadt/Wunstorf. Rund 50 ehemalige Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher sind in die Liebfrauenkirche gekommen. Superintendent Michael Hagen bedankte sich bei allen für ihre langjährige ehrenamtliche Arbeit. „Manche von Ihnen sind mehr als 30 Jahre im Kirchenvorstand gewesen, das ist nicht mit Gold aufzuwiegen“, so Hagen. Ursula Wiebe aus Schloß-Ricklingen brach den Rekord im Evangelisch-lutherischen Kirchenkreis: 38 Jahre arbeitete sie im Kirchenvorstand mit, dazu engagierte sie sich in der Kreisfrauenarbeit des Kirchenkreises.

Die Ehrenamtlichen bekamen bunte Luftballons, auf dem die Jahreslosung aus dem 34. Psalm steht: „Suche nach Frieden und jage ihm nach“. Eine Aufgabe, die wir jeden Tag zu tun hätten – in der Welt, in der Kirchengemeinde, im Freundes- und Familienkreis, sagte die stellvertretende Superintendentin Christa Hafermann.

Beispielhaft zählte Michael Hagen einzelne Ehrenamtliche namentliche auf: So Werner Nuttelmann, der 36 Jahre die Geschicke der Kirchengemeinde in Eilvese mit verantwortete und am Bau des neuen Gemeindehaus beteiligt war. Oder Anita Böhme aus Gümmer, die sich um die Sanierung der dortigen Kirche kümmerte. Dorothee Warneke setzte sich für die Fusion der Gemeinden Groß Munzel und Landringhausen ein.

Derweil haben die im vergangenen Jahr neu gewählten Kirchenvorstände im Evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf ihre Arbeit aufgenommen.

Text/Foto: Marcus Buchholz

Presse

Kontakt:

Pastor Marcus Buchholz

An der Liebfrauenkirche 5-6

31535 Neustadt

Tel.   + 49 (0) 5032 / 9649995

oeaimkk@kirche-neustadt-wunstorf.de

 

In ihrer Arbeit werden Christina Günther (Fundraising) und Pastor Marcus Buchholz von einem Team unterstützt: Pastor Thomas Gleitz ist für die Erstellung und Betreuung der Internetseiten verantwortlich. Pastor Marcus Buchholz betreut die Region Mitte, Pastor Thomas Gleitz die Region Süd-Stadt und Marit Ritzenhoff die Region Süd-Land in Fragen der Öffentlichkeitsarbeit. Für die Region Nord wird ein Mitarbeiter / eine Mitarbeiterin im Team gesucht.
Gemeinsam veranstalten wir z.B. den Medien-Workshop-Tag für Ehrenamtliche.

Ökumenische Lange Nacht der Kirchen in Wunstorf

Wunstorfer Kirchen feiern „Lange Nacht“

Zehn Kirchen bieten vielfältiges Programm

Wunstorf. Um Punkt 18 Uhr begrüßen Pastoren, Diakone und Prediger in zehn Kirchen gleichzeitig die Besucher: Die „Lange Nacht der Kirchen“ ist eröffnet. Bis 24 Uhr gab es am vergangenen Freitagabend in den Wunstorfer Kirchen Bandauftritte, Theateraufführungen, Lesungen oder Aktionen zum Mitmachen.

„Es ist das erste Mal, dass diese ökumenische Veranstaltung hier stattfindet“, sagt Superintendent Michael Hagen nicht ohne Stolz. Zusammen mit Hinrich Tiunmann von der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde (Baptisten) eröffnete Hagen die „Lange Nacht“ in der Stiftskirche Wunstorf: „Gemeinschaftlich für Gottes Wort arbeiten – das ist sehr gut“, sagte Tiunmann. Einige Schritte weiter begrüßte Schulpastorin Franziska Oberheide Jugendliche in einem umgebauten Bauwagen. Hier wird gefragt: „Was erwarte ich von Kirche?“. Und in der benachbarten Stadtkirche gab Diakon Sebastian Krüger Antworten „wie man glücklich werden könne“. Auf der anderen Seite von Wunstorf las die Lektorin  in der St. Johanniskirche jüdische Geschichten vor, und im Zentrum für Jugendliche „Kurze Wege“ zündeten die Pfadfinderein ein Lagerfeuer an.

Zahlreiche Besucher haben die Lange Nacht der Kirchen genutzt, um im halbstündigen Takt die Orte zu wechseln, dabei gab es Musik, Lesungen, Diskussionen, Workshops, Filme und Andachten. In der Stadtkirche war unter anderem ein Poetry Slam, zudem sang ein Gospelchor. Die methodistische "Gemeinde mittendrin" hatte ein "Forum für Atheisten, Zweifler, Gottsucher und Christen" im Angebot. Und in der Corvinuskirche schilderte der Chor "Voice!" eine "Reise von Martin Luther in das Jahr 2017".

Die evangelische Kirche feiert bis Oktober dieses Jahres 500 Jahre Reformation. 1517 hatte Martin Luther (1483-1546) seine 95 Thesen gegen die Missstände der Kirche seiner Zeit veröffentlicht, die er der Überlieferung nach am 31. Oktober an die Tür der Wittenberger Schlosskirche nagelte. Der Thesenanschlag gilt als Ausgangspunkt der weltweiten Reformation, die die Spaltung in die evangelische und die katholische Kirche zur Folge hatte.

 

Sich verwurzeln – Glauben heute

Im Oktober 2013 hielt ich zum ersten Mal den Flyer für den Kurs „Sich verwurzeln – Glauben heute“, der 2014 in der Heimvolkshochschule Loccum stattfinden sollte in den Händen. Ein Angebot des Kirchenkreises Neustadt-Wunstorf an sechs Wochenenden von Januar bis November 2014 für Menschen, die ihren Horizont erweitern und sich mit Themen aus Kirche und Theologie beschäftigen wollen. Die Idee für diesen Kurs kommt aus unserem Partnerkreis, der  „Sinodo Uruguai“ im südlichen Brasilien, wird aus Mitteln der Ev.-luth. Landeskirche Hannover und des Kirchenkreises Neustadt-Wunstorf unterstützt und richtet sich insbesondere an kirchliche Laien.

Ein interessantes Angebot für mich, der seit 2012 im Kirchenkreistag mitarbeitet und sich im Bereich der Partnerschaftsarbeit engagiert und für meine Frau, die seit zwei Jahren Mitglied des Kirchenvorstandes der Kirchengemeinde Schloß Ricklingen ist. Die Möglichkeit mich fortzubilden und in theologischen Fragen mitreden zu können reizte mich, zumal das letzte Mal, dass ich mich so intensiv mit meinem Glauben beschäftigt habe während der Konfirmandenzeit war, und die liegt schon lange zurück. Andererseits ist meine Zeit eh schon knapp bemessen und es fällt mir schwer, mich für sechs Wochenenden zeitlich zu binden, die ich vielleicht anders oder besser nutzen kann. Dennoch haben sich meine Frau und ich für das Seminar angemeldet. Aber was wird uns erwarten?

Zwanzig Teilnehmer aus verschiedenen Gemeinden des Kirchenkreises, die sich dort engagieren und sehr unterschiedliche Vorkenntnisse und sicherlich auch unterschiedliche Erwartungen haben trafen sich am 24. Januar 2014 das erste Mal in Loccum. Schon nach kurzer Zeit stellte ich fest, dass es mir überhaupt keine Schwierigkeiten machte mit jedem Teilnehmer ins Gespräch zu kommen, weil uns alle ein gemeinsames Interesse, der Glaube, verbindet. Und schon bald merkte ich, dass mir unsere Dozenten, den ich an dieser Stelle herzlich danken möchte, eine Tür für eine Welt öffneten, die für mich bis dahin weitestgehend im Nebel lag. Die Themen, die wir besprochen haben,

  • wie wir die Bibel verstehen können (Entstehung, Aufbau, Kerntexte, Übersetzungen – Auslegungstraditionen – Umgang mit der Bibel heute – Gotteswort und Menschenwort),
  • wie wir von und mit Gott reden können (Gott und Gottesbilder in der Bibel – Gottesvorstellungen heute – Schöpfung und Evolution – Gott und das Leid),
  • woran wir uns orientieren können (Christliche Grundwerte und biblisches Menschenbild: Zehn Gebote, Nächstenliebe, Feindesliebe – Einzelthemen, wie z.B. Sterbehilfe),
  • wie Glaube Gestalt annehmen kann (Die Institution Kirche und ihre Strukturen – Verlautbarungen der Kirche: Vom Credo bis zu den Denkschriften heute – Diakonie – weltweite Kirche),
  • was es bedeuten kann evangelisch-lutherisch zu sein (Martin Luther – Taufe und Abendmahl) und
  • wie wir in unserer Gemeinde Glaube leben und feiern können Gottesdienst verstehen – Die Vielfalt des Gemeindelebens – Möglichkeiten sich zu engagieren – einladende Gemeinde)

waren sehr interessant. Jedes Thema hat meine Neugier geweckt. Die Inhalte wurden gut vermittelt, von den Dozenten und anderen Teilnehmern wurden Antworten gegeben, die für mich aber wiederum neue Fragen aufwarfen, so dass ich mich auch nach dem jeweiligen Seminarabschnitt weiter mit den Themen beschäftigen wollte. Am Ende jeden Wochenendes konnte ich kaum unser nächstes Treffen in zwei Monaten erwarten.

Mittlerweile hatten wir unser letztes Treffen im November und für mich stellt sich Frage, wie es weiter gehen soll. Auf das Treffen mit den anderen Teilnehmern, mit weiteren Einblicken in das Geheimnis der Bibel und der Auseinandersetzung mit Fragen des Glaubens will ich nicht verzichten. Und auch den anderen Teilnehmern geht es offensichtlich genauso, so dass wir unsere nächsten Treffen im Mai und Dezember 2015 bereits geplant haben. Im Mai wollen wir uns intensiv mit dem Johannes-Evangelium im Neuen Testament beschäftigen und im Dezember wollen wir ein Bibliodrama kennenlernen.

Ich freue mich schon das Wiedersehen mit meinen „neuen Freunden“.  

Andreas Mertsch,  Schloß Ricklingen

Wer sich für eine Teilnahme am nächsten Durchgang an sechs Wochenenden im Jahr 2016 interessiert, wende sich bitte an Claudina Baron-Turbanisch - Tel: (05032) 95 64 72 oder an die Superintendentur.

Vom Scheitel bis zur Sohle – so ist ein Protestant

Michaelisempfang 2016 in der Wunstorfer Stiftskirche

180 Gäste beim Kirchenkreisempfang in der Wunstorfer Stiftskirche

„Wir sollen frei sein, um dem Menschen zu dienen“ – zehn Kinder singen Martin Luthers Grundidee in der Stiftskirche. Hinter Ihnen steht eine mannshohe Playmobilfigur, in der linken Hand eine Feder zum Schreiben, in der rechten Hand eine Bibel. Es ist Martin Luther als Spielfigur. Der Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf hat zum Michaelsempfang eingeladen, „eine gute Möglichkeit um sich seines lutherischen Profils zu vergewissern“, sagt Superintendent Michael Hagen.

Und so spielerisch wie die Figur hat Dr. Melanie Beiner von der Evangelischen Erwachsenenbildung den 180 Gästen die reformatorische Grundidee erklärt. Nach und nach zieht sie eine Schaufensterpuppe an: Auf den Kopf setzt Beiner der Puppe einen Hut mit Feder – die Feder als Zeichen dafür, dass Menschen sprachfähig sein sollten durch Bildung. Die Feder ist auch Zeichen der Freiheit: Vernunft statt Macht, Kritik statt Gehorsam, „das ist der protestantische Geist“, sagt die Rednerin.

Als Oberbekleidung wählt Beiner ein leichtes Hemd: Denn Protestanten sollten sich auch verletzlich und ohne dickes Fell zeigen können. „Allein aus der Gnade Gottes sind wir das, was wir sind“, betont die Theologin. Um den Hals legt sie der Puppe eine Kette mit einem Kreuz: solus christus (nur durch Christus) werden wir Freunde Gottes, sagt sie. Zum protestantischen Profil gehört auch immer harte Arbeit: so drückt sie der Schaufensterpuppe ein paar Sonnenblumen in die Hand. Denn jeder Prostestant ist auch ein Gärtner, der sich die Hände schmutzig macht, um  anderen Menschen zu helfen oder radikales Gedankenunkraut auszureißen. Das Schuhwerk ist leicht gewählt – ein Sommerschuh. Denn die Protestantin weiß: aufgrund des Glaubens steht sie auf festem Grund, müsse sich aber stets umschauen in der Welt, um den Glauben weiterzugeben. So wie Martin Luther, der einst vor 500 Jahren sagte: „Man muss dem Volk aufs Maul schauen.“ Durch diese Einstellung wurde die Kirche reformiert – vom Scheitel bis zur Sohle.

Kirchenkreistag mit Bischof Ralf Meister am 12. März 2015

Geistlicher Impuls Kirchenkreistag „Kirche und Kommunalpolitik“

Die Pharisäer, die Oberschlauen der damaligen Zeit, wollen Jesus eine Falle stellen und fragen ihn: Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuern zu zahlen? Sie wollten Jesus damit testen, denn der Kaiser steht ja für die weltliche Macht. Sie wollen die weltliche gegen die göttliche Macht ausspielen. Da nimmt Jesus eine Münze und zeigt ihnen das Bild des Kaisers darauf. Und er sagt: Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört! Steuern also für den Römer. Aber Jesus fährt noch fort: Und gebt Gott, was Gott gehört. Tja, das war’s dann mit dem Gegeneinander-Ausspielen. Und was bedeutet das heute? – Verstehen wir Jesus richtig, dann sind Glaube und Welt, Kirche und Staat klar getrennt. Damit einerseits der Glaube nicht instrumentalisiert wird und die Kirche andererseits sich nicht staatliche Autorität anmaßt und so tut, als könne sie die bessere Politik machen. Vom Glauben her bleibt die Kirche immer ein Gegenüber zum Staat. Etwas wie ein Gottesstaat kommt für Jesus nicht Frage.

Ja, die Trennung von Kirche und Staat hat in unserem Land so gute Gründe. Und es gibt auch gute Gründe, warum es an manchen Stellen eine vertrauensvolle Zusam-menarbeit gibt: Weil der Staat von Voraussetzungen lebt, die er selbst nicht garantie-ren kann. Und weil die Kirche und der Staat sich in bestimmten Bereichen mit gemeinsamen Anliegen gut ergänzen: in Kindertagesstätten, in Beratungsstellen oder in der Pflege etwa. Dazu braucht es auch Strukturen. Beten allein reicht da nicht. Die Bibel ist gut zweitausend Jahre alt. In vielen Dingen ist sie aber als Denkanstoß aktueller als vielleicht gedacht: „Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört!“ Ok. Doch dann gebt auch Gott, was Gott gehört.

Der Frage, was dies für unser Miteinander bedeutet, hier vor Ort, in unseren beiden Städten und in unserem Kirchenkreis mit seinen 26 Kirchengemeinden, wollen wir heute Abend gemeinsam nachgehen. Ich bin sehr gespannt darauf. Und Gott segne unser Reden und Hören. Amen.

Superintendent Michael Hagen

Ephoralbericht

Nach dem in den letzten Jahren immer wieder Pastoren und Pastorinnen aus unserem KK ein Studiensemester gemacht, habe ich mich nach knapp 30 Dienstjahren auch auf den Weg ins Ev. Studienhaus Göttingen gemacht. Als ein Schwerpunkt hat sich in dieser Zeit  die Beschäftigung mit dem Islam und den vielen sehr alten christlichen Kirchen im Nahen Osten ergeben, deren Mitgleider heute kurz vor der Ausrottung stehen.

Dadurch habe ich mir eine größere Kompetenz im Dialog mit Muslimen erworben, mit denen ich sowohl bei zwei Moscheegemeinden in meinem Kirchenkreis als auch bei der Begleitung des Modellversuches eines islamischen Religionsunterrichtes an unserer evangelischen IGS in Wunstorf zu tun habe. Schon während meines Studiensemesters erwuchs daraus der Impuls zu einem multireligiösen Gebet für Toleranz und Verständigung in Neustadt, das im Zusammenhang mit einem Steinwurf in das Fenster der dortigen Moschee in den Tagen des terroristischen Anschlags auf die Redaktion der französischen Satirezeitung "Charlie Hebdo" stattfand.  

Zudem wurde ich noch einmal in besonderer Weise für die Situation und die Schwierigkeiten der Zuwanderer und Flüchtlinge in meinem Kirchenkreis sensibilisiert.  Wir müssen wissen, dass 2zeidrittel Drittel der Menschen, die zur Zeit als Flüchtlinge zu uns kommen, Christen sind. Konkret gab es dadurch gleich Anregungen für das inhaltliche Begleitprogramm der am Sonntag in Neustadt eröffneten Ausstellung "Gesichter des Christentums". Am kommenden Mi.,den 18.3. um 19.30 Uhr, erwarten wir den Nahostreferenten Dr. Kamil Sido, der im Rahmen der Ausstellung in Liebfrauen über die Situation der Christen u.a.relig. Minderheiten spricht, die dort von Ausrottung bedroht sind. Diese Menschen brauchen unsere Solidarität.

An dieser Stelle sei unserer Diakonin Frau Baron-Turbanisch herzlichst gedankt, die sich sehr dafür eingesetzt hat, dass diese Wanderausstellung der Landeskirche in unseren Kirchenkreis gekommen ist. Mit einem großen Kreis von Ehrenamtlichen sorgt sie für die verlässlichen Öffnung und Führungen, die immer wieder stattfinden. Nutzen Sie die Gelegenheit bis Mitte April zum Besuch!

Wichtige Hinweise zur Dialog- und Anschlussfähigkeit mit anderen Kulturen aus einer Ringvorlesung können gewiss auch fruchtbar sein für das ökumenische Engagement wie die Indienpartnerschaft oder die langjährige Partnerschaft unseres Kirchenkreises mit der Synode Uruquai im südlichen Brasilien. Mitte Mai erwarten wir wieder eine Delegation von 10 Gästen aus der Synode Uruquai, mit denen wir am Wochenende 6./.7. Juni das 25jährige Bestehen dieser Partnerschaft begehen wollen. Auch sonst wartet ein volles Programm auf unsere Gäste. Ende Mai gibt es eine Fahrt mit ihnen zu den Stätten der Reformation, die ebenfalls von Frau Baron-Turbanisch geplant wird. Interessenten für diese Fahrt dürfen sich gerne bei ihr melden. Und nach unserer sehr anregenden Berlinfahrt im Rahmen des Jahresthemas “Kirche u. Politik” mit 50 hauptsächlich Ehrenamtlichen aus unserem Kirchenkreis fahren wir mit unseren Brasilianern in einer etwas kleineren Runde noch einmal zum Besuch des Bundestages nach Berlin. Falls jemand noch für einige Tagen einen Gast aufnehmen möchte, melden Sie sich am Besten in der Superintendentur.  Im Sommer werden wir dann nach knapp 6  Jahren unserer brasil. Pastorenehepaar Dr. Claudet Beiset und Carlos Luiz Ulrich verabschieden. Es war eine sehr anregende und schöne Zeit mit ihnen. Ihre Verabschiedung ist am 19.7. in St. Johannes in unserem dann neu eingeweihten diak.- kirchl. Zentrum. Der Bau unter bewährter Leitung von Herrn Haake ist inzwischen fast vollendet und Sie alle sind zur Einweihung am Pfingstsonntag um 15 Uhr in die Barne herzlich eingeladen.

Die eine oder andere Anregung erhielt ich in Göttingen auch aus der  Vorlesung "Grundriß der Dogmatik"  für unseren theologischen Grundkurs "Sich verwurzeln",  den wir im Kirchenkreis inzwischen zum dritten Mal an sechs Wochenenden in der Ev.-luth. Heimvolkshochschule in Loccum durchgeführt haben. Für alle ist dieser Kurs ein großer Gewinn. Sich zu gewissern, warum ich evangelischer Christ bin und was mir das bedeutet, ist wichtiger denn je. Gerade in einer Zeit, wo es immer weniger selbstverständlich ist, Mitglied unserer Kirche zu sein. Wir werden da auch immer wieder befragt. Und da ist es einfach gut, sprach- und auskunftsfähig zu sein. Darum ist es gut, dass für das Jahr 2016 ein 4. Folgekurs geplant ist. Wer mehr darüber wissen will, kann dies sicherlich bei vielen bisherigen TeilnehmerInnen  wie unserem KKV-Mitglied Herrn Jeep oderunseren KKT-Vorsitzenden Herrn Norra oder bei Frau Baron-Turbanisch erfahren, die für die Durchführung mit vielen anderen verantwortlich ist!

Für die Zusammenarbeit mit den Schulen und insbesondere die schulkooperative Arbeit mit weiterführenden Schulen, die ja bisher ein Schwerpunkt in unserem Kirchenkreis bildet, war das Seminar "Religion im Schulleben - sog. Schulseelsorge" eine gute Gelegenheit, unsere bisherige Praxis zu reflektieren und theoretisch zu untermauern. In den nächsten Wochen werden wir uns hier mit der Frage beschäftigen, wie es in diesem Arbeitsfeld und mit der Jugendarbeit im KK überhaupt weitergehen soll. Wie wir uns da für die Zukunft aufstellen. Diese Frage gilt allerdings nicht nur für die Jugendarbeit, sondern für alle Handlungsfelder im Kirchenkreis. Für den neuen Planungszeitraum muss die bisherige Konzeption des KK fortgeschieben werden. Und da sind fast alle Ausschüsse des KKTs gefragt.

Ein guter Nebeneffekt dieses Studiensemesters ist auch, dass ich so viele der Theologiepro-fessoren in Göttingen kennengelernt habe. Es hat dort einen großen Generationswechsel gegeben. Diese Kenntnisse machen es sehr viel einfacher, den einen oder anderen einmal als Referenten einzuladen. Als erster wird so der Alttestamentler Prof. Kratz am 8. Juli in unsere Kirchenkreiskonferenz kommen. Dazu sind auch alle Prädikanten und Lektoren herzlich eingeladen. Mit solchen gemeinsamen Treffen zwischen PrädikantInnen und PastoInnen bei Kirchenkreiskonferenzen tragen wir auch  dem Rechnung, dass PrädikantInnen immer wichtiger für  unsere kirchliche Arbeit werden . Sie sind ein wichtiger Aktivposten!

Sie merken, wie gewinnbringend so ein Studiensemester auch für einen Superintendenten sein kann. Und ich freue mich, dass schon weitere PastorInnen aus unserem KK in den Startlöchern stehen und von dieser tollen Möglichkeit Gebrauch machen. Möglich wird es auch durch die freundliche und verlässliche Vertretung durch Pastor Brusermann, der gerade auch dafür als Springer in unserem KK ist. Übrigens wird es im SS 2016 auch ein Studiensemester für DiakonInnen und SozialarbeiterInnen geben.  Nähere Infos gerne auch bei mir!

Personalia

Neu besetzt werden konnte die Pfarrstelle in Luthe erst einmal für 3 Jahre mit einer Pastorin zur Probe. Wenn bis dahin dann die Region ihre Hausaufgaben bezüglich des Stellenabbaues gelöst hat, kann sich Frau Pn. Ritzenhoff dann endgültig auf diese Stelle bewerben. Nach einer Lösung zur Wiederbesetzung der in Basse nur bis Sommer zur Versehung besetzten Stelle suchen wir zu Zeit auch noch. Ende Mai wird der langjährige Pastor  im Stift Dirk Wulf aus gesundheitlichen vorzeitig in Ruhestand gehen. Bis zur endgültigen Klärung in der Region wird im Stift eine halbe Stelle gesperrt und soll Frau Pn. Dr. Pabst mit der Versehung der verbleibenden halben Stelle befristet beauftragt werden.

Verabschieden müssen wir auch unseren Diakon und Dipl.rel. Päd. Herrn Thomas Schlichting. Nach dem er viele Jahre in St. Johannes tätig war, hat er in den zurückliegenden Jahren hier im KK und dem KK Grafschaft Schaumburg sehr erfolgreich als Fundraiser gewirkt. Ab Mitte April wird er Geschäftsführer der renommierten Damannstiftung in Hildesheim. Dazu herzlichen Glückwunsch! Verabschieden werden wir ihn am Di., d. 28.4. um 17 in Bokeloh. Seit heute ist die Stelle zur Wiederbesetzung ausgeschrieben. Gern können Sie Personen, die für eine solche Stelle in Frage kommen, darauf hinweisen. Nähere Infos Stellenbörse der EKD!

Ja, Sie sehen es wird nicht langweilig! Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Superintendent Michael Hagen

Kirchenkreis baut Zukunft

Kirchenkreistag tagt in der Stiftskirchengemeinde in Wunstorf

Wunstorf. „Nicht die Dinge laufen lassen, sondern jetzt handeln“, das ist die Devise von Superintendent Michael Hagen wenn er an die Zukunft des Kirchenkreises Neustadt-Wunstorf denkt. Beim Kirchenkreistag im Gemeindehaus der Stiftskirchengemeinde haben sich mehr als 40 Delegierte aus den 27 Kirchengemeinden des Kirchenkreises mit der zukünftigen Pfarrstellensituation beschäftigt.

Laut Prognose werden für die 27 Kirchengemeinden im Jahr 2033 noch 14 Pfarrstellen vorhanden sein, ein Drittel weniger als jetzt. Gründe dieser Entwicklung sind weniger Kirchenglieder, weniger hauptamtliches Personal wie etwas Pastoren sowie geringere Finanzen.

Es sei notwendig, gute Startbedingungen für Pastorinnen und Pastoren zu schaffen, sagt Hagen. Kirche müsse weiterhin in der Fläche präsent sein und entsprechend attraktive Pfarrstellen anbieten. Dafür sollen 14 Pfarrsitze geschaffen werden, „wo die Menschen auch gerne leben und arbeiten“, sagt Hagen und referiert damit die Ergebnisse der AG Zukunft. Demnach würden sich etwa die Dörfer Niedernstöcken, Helstorf und Mandelsloh einen so genannten Pfarrsitz gemeinsam teilen.

Auch in der Region Süd-Stadt stehen Veränderungen an. Pastor Thomas Gleitz macht jedoch deutlich, dass es für Wunstorf auch einen leichten Zuzug an Bürgern gibt, und „damit die Pfarrstellensituation hier sich anders entwickeln wird“, so Gleitz. Ulrike Norzel-Weiß aus Mariensee spricht für die Region Nord des Kirchenkreises, die vor allem ländlich geprägt ist: „Bei uns ist allem Fluß, wir müssen schon jetzt eine halbe Pfarrstelle kürzen.“

Was den theologischen Nachwuchs angeht, so verzeichnet der Kirchenkreis Erfolge: „Zurzeit gibt es acht Theologiestudierende aus dem Kirchenkreise, die Pastoren werden wollen“, sagt Superintendent Michael Hagen.

Marcus Buchhol

Bauwagen dient als Ort der Stille

IGS Wunstorf fördert geistliches Leben auf dem Schulhof

Wunstorf. Seit einigen Tagen steht etwas Einmaliges auf dem Schulhof der Evangelischen IGS Wunstorf: Die BauStille – ein mobiler Andachtsraum in Form eines extra für diesen Zweck hergestellten Bauwagens. Schulpastorin Franziska Oberheide und Fundraiser Thomas Schlichting hatten die Idee für dieses Projekt: „Da die Schule in den nächsten Jahren noch eine Baustelle ist, brauchen wir für die Schüler einen Ort der Stille und des Rückzugs.“

Der Bauwagen ist sechs Meter lang und 2,20 Meter breit, so dass eine Gruppe von etwa 20 Schülerinnen und Schülern dort gut Platz finden kann. Der Altarbereich ist mit drei versetzten Fenstern als sakraler Raum erkennbar. Außerdem ist durch die insgesamt neun Fenster der Innenbereich hell.

Die Schulpastorin hat vor, mit den Schülern in dem Bauwagen regelmäßig Andachten zu feiern und Seelsorge anzubieten. Die Schülerinnen und Schüler fertigen im Religionsunterricht kleine Holzkacheln für den Innenraum an unter der Fragestellung: Gott ist im Moment für mich wie? Eine Schülerin hat ihre Kachel bereits im Innenraum aufgehängt. Darauf zu sehen ist ein rotes Herz vor blauem Hintergrund.

„Jeder, der den Andachtsraum benutzt, wird auch in Zukunft so eine Holzkachel gestalten – so dass mit der Zeit Gott auf immer vielfältigere Weise sichtbar wird“, sagt Oberheide. Auch die Außengestaltung übernehmen Jugendliche: In einem Wahlpflichtkurs mit dem 8. Jahrgang werden derzeit Symbole und biblische Geschichten als Bilder erarbeitet, die schließlich auf die Längsseite der BauStille gebracht werden. Und wenn Ferien sind, dann ist der Bauwagen Begleiter bei Freizeiten.

Minderheiten in der Türkei

„Widerstehen Sie der Islamophobie in Deutschland!“ Mit diesen mahnenden Bitte entließ uns Dr. Ulrike Dufner, Leiterin der Heinrich-Böll-Stiftung in Istanbul, nach ihrem bewegenden Vortrag zur Situation von Minderheiten in der Türkei. 20% der türkischen Bevölkerung sind Kurden. Unter dem Einfluss der herrschenden AKP distanziert sich  die sunitisch-muslimische Mehrheit immer stärker von den Kurden im eigenen Land. „Sie werden zum Feind der Nation hochstilisiert“, analysiert Frau Dufner die politische Lage. „Nicht der Kampf gegen die IS steht im Interesse der Politik, sondern die Ausgrenzung der Kurden.“ Eine „Kurdophobie“ habe eingesetzt und werde politisch angeheizt. Die Gefahr, die von den Muslim-Brüder und der IS ausgeht,  werde hingegen relativiert. So finde der Nato-Vertragspartner USA in der Türkei gegenwärtig wenig Unterstützung, die Nutzung von Militärbasen in der Türkei zum Kampf gegen IS werde ihnen verweigert und etwa die Schaffung eines Korridors, um Zugang zum stark umkämpften Kobane zu erlangen, strikt verworfen. Vom Schicksal traumatisierter Kinder, die vor den IS-Milizen aus Syrien geflohen sind, berichtet Frau Dufner aus eigener Anschauung. „An sich habe ich immer guten Zugang zu Kindern gehabt. Doch als ich in der letzten Woche bei den Flüchtlingen an der Grenze zu Syrien war, liefen die Kinder vor mir weg. Das habe ich noch nie erlebt. Ich war so erschrocken, wie tief ihre Angst ist vor jedem, der auf sie zukommt.“ `Ein Zelt für die Jesiden´ nennt sich die Kampagne, die Frau Dufner startet, um vor Einbruch des Winters beheizte Zelte für die Flüchtlingsströme bereitzuhalten. „Die Türkei macht ihre Grenzen auf und lässt die Flüchtlinge rein, überlässt sie dann aber ganz ihrem Schicksal.“ So ist auch bereits das Stadtbild in Fatih, dem Stadtteil von Istanbul, der als Migrationsmagnet gilt, geprägt vom Bild bettelnder kleiner Kinder, die als Flüchtlinge aus Syrien ihr Überleben zu sichern versuchen. Für Saisonarbeiten auf dem Feld erhält ein türkischer Arbeiter 20 Lira am Tag, syrische Flüchtlinge verdingen sich, um zu überleben, für 8 Lira am Tag. „Arm steht gegen Arm. Die sozialen Spannungen steigen.“, erklärt Frau Dufner die Folgen der Flüchtlingswelle und sie empfiehlt eindringlich, den politischen Dialog mit der Türkei gerade in der jetzigen Zeit nicht abreißen zu lassen. „Die Türkei fühlt sich als Opfer. Wird sie international ausgegrenzt, verstärkt sich dieses Gefühl.“ Und im Blick auf die restriktive Asylpolitik in Europa fühlt sich Frau Dufner gegenüber türkischen Vertretern sowieso oftmals in Erklärungsnot. Denn die Türkei gibt den IS-Flüchtlinge immerhin Zuflucht. Wir haben nach dem Gespräch den Eindruck, in Frau Dufner einer klugen und engagierten Kämpferin für die Rechte von Minderheiten begegnet zu sein. Sie lässt sich vom Leid der Menschen berühren. Sie deckt Leid auf und sie macht auch uns damit zu Wissenden. Und sie zeigt Handlungsmöglichkeiten auf, weiß um die Grenzen von Hilfsmaßnahmen und macht an ihrem eigenen Verhalten aber auch deutlich, wie Spenden als letzter Protest gegen die Übermacht von Gewalt und Krieg alternativlos sind und zum Zeichen der Hoffnung werden können. 600,-€ kostet ein Zelt für die Jesiden. Damit können einige zumindest den nächsten Winter überstehen.

Tilman Kingreen

Gespräch mit einem der Imame der Sultan-Ahmet-Moschee (Blaue Moschee)

Die beeindruckende Größe und Erhabenheit der Kuppel der Blauen Moschee, fand ihren Gegensatz im Büro des Imam, in dem sich zum interreligiösen Austausch etwa 37 Personen (die Frauen mit bedecktem Haupthaar) versammelten.

Die Reisegruppe verteilte sich auf allem, was sich zum Sitzen eignete -  einschließlich des Fußbodens – und füllte so das Büro komplett aus.

Das Gespräch wurde auf Englisch geführt und der Imam  „Isaak“ beschrieb zunächst routiniert die Voraussetzungen für seine Tätigkeit.

Als Imam muss er den Koran auswendig kennen und er ermunterte seine Gäste direkt dazu, ihn zu prüfen. Ein Imam ist kein „Geistlicher“ sondern ein Lehrer und Beamter des (türkischen) Staates.

Er leitet die ritualisierten Gebete (fünfmal am Tag), die von Gesten und Bewegungen begleitet werden und sehr stark von Wiederholungen geprägt sind. Manche Gebetsformeln werden mehr als 30mal nacheinander gesprochen. Frauen und Männer beten getrennt und in der blauen Moschee sind den Frauen vor allem die Emporen vorbehalten. Sie dürfen aber auch zu Hause beten, wenn sie die Kinder und den Haushalt versorgen müssen.

Der Imam unterrichtet außerdem an Koranschulen und kümmert sich um Besuchergruppen.

Islam bedeutet „Unterwerfung“ unter Gottes Willen, der im Koran durch den Propheten Mohammed wortwörtlich festgehalten wurde. Darum sollte der Koran möglichst in arabischer Sprache gelesen werden, weil jede Übersetzung auch Veränderung bedeutet.

Die Unterschiede zum Christentum deuten sich schon im Grundbekenntnis des Koran an: Allah ist groß und Allah ist einer.

Der Imam drückt es so aus, dass Gott keine „Familie“ hat. Zwar wird Jesus im Koran als Prophet gesehen, aber der trinitarische Gedanke (Gott als Vater, Sohn und Heiliger Geist) ist im Koran undenkbar.

Danach gefragt, ob Christen für ihn, bzw. aus Sicht der Muslime „Ungläubige“ seien, sagte der Imam: Gott hat den Menschen den Koran gegeben und jeder, der danach lebt, kann ins „Paradies“ gelangen. Und jeder kann immer noch umkehren und sich zum Islam bekennen...

Auf die Frage nach seiner Beurteilung sogenannter „Ehrenmorde“, weist der Imam darauf hin, dass der Koran die Gegenwehr erlaubt, wenn das eigene Leben oder das eines anderen, mir nahestehenden Menschen bedroht wird. Dann darf man sich wehren und ggf. auch dem anderen das Leben nehmen.

Es wäre sicher lohnend gewesen, manche Themen zu vertiefen, aber dafür fehlte die Zeit.

Astrid Hoidis

Gespräch mit Stadtrat Ramiz Polat (Stadtteil Fatih)

Gespräch mit Stadtrat Ramiz Polat (Stadtteil Fatih)

Die historische Altstadt von Fatih liegt zwischen dem Viertel Eminönü im Osten und der Theodosianischen Landmauer im Westen. Getrennt werden die Stadtteile heute vom Atatürk Bulvarı, einer Schnellstraße, die über die Atatürk-Brücke eine zweite Verbindung zum Norden der Stadt herstellt. Der Atatürk Bulvarı wird überspannt vom im 4. Jahrhundert erbauten Valens-Aquädukt (Bozdoğan Kemeri), der Fatih und Eminönü verbindet. Fatih ist seit Sultan Mehmed dem Eroberer berühmt für seine Medresen und Moscheen und war ein Bezirk der Gelehrten und Dichter.

Der Donnerstag endet mit einem Gespräch mit einem Lokalpolitiker, Ramiz Polat zu dem uns Mustafa Erkan aus Neustadt den Kontakt vermittelt hat. Begleitet wird er von Frau Nilüfer Türütgen (Beraterin des Bürgermeisters), die zu allen von uns angesprochenen Themen spontan die Fakten und Zahlen erläutern kann. Sie beeindruckt durch ihre Sachkompetenz! Wir werden zu einem leckeren Abendessen am Meeresufer eingeladen. Danach nehmen sich die beiden Vertreter viel Zeit für unsere Fragen.

Fatih ist ein Stadtteil von Istanbul und umfasst den ältesten Kern der Stadt. Heute wohnen in diesem Bereich rund 460000 Einwohner. Der Stadtteil hat - wie alle anderen Statteile - ein eigenes Parlament und einen eigenen Bürgermeister, Mustafa Debir. 37 Stadtverordnete sind für die Leitung dieses „Ortsrats“ zuständig. 25 davon gehören seit der Wahl im Sommer 2014 der Regierungspartei an, 12 sind Sozialdemokraten. Die Vertreter der Ortsräte bilden gleichzeitig das Parlament der Großstadt. Ihre Zahl richtet sich nach der Bewohnerzahl der Stadtbezirke. Sie sind wie auch unsere Ortsräte ehrenamtlich tätig.

Ein großer Teil der Aufgaben, die in Deutschland kommunal gelöst werden, sind in der Türkei der Zentralregierung in Ankara vorbehalten, etwa Schule und Polizei.

Der Vertreter berichtet uns von den Erfolgen der AKP in den letzen beiden Amtsperioden. Kurz vor unserem Besuch sind sie mit der beschriebenen deutlichen Mehrheit wieder gewählt worden. So wurden z.B. die Grünflächen in den vergangenen 13 Jahren versiebenfacht. Die Stadt hat verschiedene der renovierungsbedürftigen (oder nicht erdbebensicheren) Häuser aufgekauft und sanieren lassen. Nun werden sie mit Gewinn selber betrieben. So ist z.B. das Restaurant, in dem wir sitzen im Besitz der Stadt. Direkt am Bosporus-Ufer gelegen, werden Gerichte knapp über dem Selbstkostenpreis angeboten, so dass auch für einfache die Bürger Gelegenheit ist, in exzellenter Lage gut essen zu gehen. Im Keller ist ein schöner Trauungsraum entstanden. Uns erscheint er riesig, aber offensichtlich werden Trauungen hier größer gefeiert als bei uns. In den 13 Jahren konnten 4700 der denkmalgeschützten Häuser im Stadtteil restauriert werden.

Im ganzen Stadtteil gibt es kein Seniorenheim. Der Familienzusammenhalt sei so gut, dass dafür kein Bedarf bestehe. Dafür gibt es verschiedene Unterstützungsangebote für die Pflege in den Wohnungen.  In Fatih werde z.B. an 2500 Personen Essen auf Rädern ausgeliefert. Diese Zahl erscheint uns angesichts der Größe des Bezirks allerdings recht niedrig.

Es hat in der Vergangenheit eine deutliche Wanderungsbewegung aus Anatolien in Richtung der Großstadt Istanbul gegeben. So sind zuerst die Väter gekommen, um zu arbeiten. Diese hätten dann die Familien nachgezogen. Im Alter würden dann die Eltern in die Heimat zurückkehren, die Kinder aber im städtischen Kontext bleiben. Erst allmählich gelingt es der Regierung die Wanderung auch in die anderen türkischen Großstädte zu leiten.

Auch von den syrischen Flüchtlingen wandern zurzeit viele nach Fatih und in die anderen armen Bezirke Istanbuls. Sie verursachen mittlerweile erhebliche soziale Spannungen. Im Straßenbild fallen sie durch die z.T. organisierte Bettelei der Kinder auf. Diese wurde bislang aus humanitären Gründen geduldet, nun soll aber doch durch Verbote gegengesteuert werden.  Ein großer Teil der in Fatih lebenden Syrer seien relativ wohlhabend. (In anderen Gesprächen haben wir anderes gehört: Die Syrer arbeiten als Tagelöhner für rund zwei Euro und ruinieren damit den bisherigen Tageslohn, der sich bei rund acht Euro eingependelt hatte. Große Teile der türkischen Familien verlieren dadurch gerade ihr notdürftiges Einkommen). Zur Integration der Flüchtlinge werden kostenlose Sprachkurse, medizinische Versorgung und kostenlose Teilnahme am Schulunterricht angeboten.

Es besteht ein reger Austausch zwischen Fatih und der Partnerstadt Wiesbaden. Auf Nachfrage wird deutlich, dass im Wesentlichen deutsche Delegationen nach Istanbul reisen. Gegenbesuche sind recht selten.

Eine große Herausforderung für die Stadtverwaltung ist die Infrastruktur. Der tägliche Verkehrskollaps hindert eine weitere wirtschaftliche Stabilisierung. So fehlen vor allem in den Wohnbereichen Parkplätze für die Anwohner. Parkgaragen unter den Häusern sind kaum zu realisieren, da unter dem gesamten Stadtgebiet die Vergangenheit ruht und vor Grabungen erst umfangreiche archäologische Sicherungen vorgenommen werden müssten. Auch die Sicherung der Gebäude vor zu erwartenden Erdbeben (in den kommenden 10-15 Jahren wird mindestens ein Erdbeben der Stufe 7 erwartet) ist eine große Herausforderung. Per Gesetz sind alle Hausbesitzer dazu verpflichtet. Viele können das aber finanziell nicht tragen. (Wie wir aus anderen Quellen wissen, hat das teilweise zu Enteignungen und Grundstücksspekulationen geführt).

Bereits in Angriff genommen wurde die Erstellung eines Registers aller historischen Gebäude (auch der jetzt nicht sichtbaren), um die zukünftige Stadtplanung zu erleichtern. Dabei sind nach bisherigem Stand allein in Fatih rund 10000 Objekte zu erfassen.

In Istanbul wird die Arbeitslosigkeit auf rund 10% geschätzt. In Fatih soll es sogar eher noch weniger geben. Die Stadtverwaltung betreibt parallel zur offiziellen Arbeitsvermittlung (von Ankara gesteuert) eine eigene Arbeitsvermittlung, die stärker die Qualifikation der Arbeitssuchenden berücksichtigt. Als Arbeitslosengeld werden 2/3 des Mindestlohns ausgezahlt.

Zur Überwindung des Verkehrschaos wird entlang der alten Stadtmauer ein Rad- und Fußweg ausgebaut, von dem aus man in wenigen Minuten alle Punkte der Altstadt erreichen kann. Auch unser Gesprächspartner und der Bürgermeister sind begeisterte Fahrradfahrer (auch wenn das Rathaus zurzeit wegen der Baustellen mit dem Fahrrad nicht erreichbar ist). Auch dass zum Bau dieses Radwegs ein großer Teil des osmanischen Gärten eingeebnet werden mussten, erfahre ich erst später aus dem Internet.

Gegen die Gewalt gegen Frauen wurden regionale ehrenamtliche Beratungsstellen in den Vierteln eingerichtet. Ziel der Beratungen ist es, die Familienstruktur wieder herzustellen. In der Familie seien die Frauen am besten geschützt. (Dieser Illusion können wir aus unserer Beratungsarbeit nicht folgen.)

Zum Abschluss erhält Superintendent Michael Hagen von Nilüfer Türütgen einen Gedenkteller und revanchiert sich mit Neustädter Pralinen.

Thomas Gleitz

Reise des Kirchenkreiskonvents nach Istanbul 2014

Im Oktober 2014 sind die Mitglieder des Kirchenkreiskonventes (Pastorinnen und Pastoren, Diakoninnen und Diakone und der Sozialarbeiter) zu einer Studienfahrt nach Istanbul gereist. Neben der Stärkung des kollegialen Miteinanders ging es dabei um die Situation der Christen in einem muslimisch geprägten Land.

Auf dem Programm standen so neben der Besichtigung einiger Highlights der Metropole Gespräche mit Vertretern von Kirche, Politik und einer Moschee.

2020

Eindrücke und Pressemeldungen aus dem Jahr 2020

2019

Eindrücke und Pressemeldungen aus dem Jahr 2019

2018

Eindrücke und Pressemeldungen aus dem Jahr 2018

2017

Eindrücke und Pressemeldungen aus dem Jahr 2017

2016

Eindrücke und Pressemeldungen aus dem Jahr 2016

2015

Eindrücke und Pressemeldungen aus dem Jahr 2015

2014

Eindrücke und Pressemeldungen aus dem Jahr 2014