Man sagt: „Allem Neuen wohnt ein Zauber inne.“ Mit Corona wurde zwar alles anders und vieles musste neu gedacht werden, aber in meinem Empfinden wohnt dem kein Zauber inne, sondern eher Verlust von Dingen, auf die ich mich gefreut habe.

Vielleicht müssen wir erst noch dahin kommen, dass wir den Herausforderungen von uns aus begegnen: Was geht unter den Voraussetzungen mit denen wir leben müssen? Was gibt uns Sicherheit? Wie gelangen wir zu einem neuen Umgang mit der aktuellen Situation, so dass wir andere trotzdem verzaubern können?
Feste fallen anders aus, als gewohnt. Meine Verabschiedung aus der Kirchengemeinde, die aus dem Kirchenkreis – sie waren sehr unterschiedlich und beide sehr schön. Dennoch waren sie sehr anders, als sie ohne Corona gewesen wären. Wer weiß, ob wir sonst 2 Open-Air Gottesdienste gemacht hätten, wer weiß, ob es die Gelegenheit gegeben hätte, mit so Vielen persönliche Worte zu wechseln. Für mich wohnte dieser Art der Verabschiedung ein Zauber inne. Viele haben sich beteiligt und im Vorfeld Gedanken gemacht; viel der Arbeit der 15 Jahre war plötzlich wieder präsent – auch für mich in der Vorbereitung.

So gibt es jetzt auch andere Dinge, die Spaß machen: vielleicht die Vorbereitung auf ein Erntefest, auf Ernte Dank, mir die auf Weihnachten z.B.: Wo ist Platz für Gottesdienste bei denen man auch singen kann: Dorfplatz, Marktplatz, … Welche Halle ist groß/hoch genug, damit man dort feiern könnte? Welche öffentlichen Plätze sind „bespielbar“? und wen müssen wir ins Boot holen, damit es gut klingt – wer kann Musik machen und den Ton aussteuern, die Technik überhaupt erstmal aufbauen? Ja, es wird vieles anders werden. Aber das Andere kann unerwartet gut werden. Es stellt uns vor die Herausforderung nach außen zu gehen. Es stellt uns vor die Herausforderung Dinge anders und neu aufzubauen.
Der 1. Vers aus Psalm 127, der als Gebet für die kommende Woche vorgeschlagen ist lautet: „Wo der HERR nicht das Haus baut, arbeiten umsonst, die daran bauen.“
Was ist unsere Motivation und wovon lassen wir uns inspirieren? Gottes Geist gebe uns die Kraft und den Mut Neues zu wagen und dem Wort des Petrus zu folgen: „All Eure Sorge werft auf IHN (Christus); denn er sorgt für Euch.“

Ich hoffe auf viel Gutes, was Gott schenken möge, und viele Gründe, die wir entdecken können, um dankbar zu sein.

Diakon Heinz Laukamp