Am Sonntag, dem 7. Juni feierte die katholische Gemeinde mit einem Festhochamt das 50jährige Bestehen der Hagener katholischen Kirche. Pfarrer Ziemens freute sich über die gute Beteiligung und begrüßte insbesondere auch die evangelische Gemeinde, deren Posaunenchor den Gottesdienst mitgestaltete. In seiner Predigt erinnerte Bischof Norbert Trelle an die Gefühle derer, die vor 50 Jahren nach Vertreibung und Flucht mit dieser Kirche eine neue Heimat gefunden haben und  schilderte anhand der Erinnerungen seiner Mutter , wie sie die erste Messfeier nach langer Flucht als ein „Dach für die Seele“ erlebt habe. Er erläuterte die Bedeutung der Fronleichnamsprozession als eine Art Demonstration für den christlichen Glauben. Glaube habe immer eine Innen- und eine Außenseite, die innere Vergewisserung, dass Gott das Fundament unserer Hoffnung ist und eine gewisse unaufdringliche Ausstrahlung nach außen, die im alltäglichen Leben Christsein erkennbar mache.

Bei der Prozession war die evangelische Jakobusgemeinde Hagen eingeladen, den ersten Altar auf dem Weg zu gestalten. Pastor Uwe Rumberg betonte die fortschreitende Gemeinschaft auf dem gemeinsamen Weg, vor 5 Jahrzehnten wäre vieles, was heute selbstverständlich an Ökumenischem vor Ort gemeinsam stattfindet, noch undenkbar gewesen. Bischof Trelle war der Meinung, dass man solche Zeichen der Gemeinsamkeit setzen müsse. Die evangelische Gemeinde hatte an diesem Tag bewusst keinen eigenen Gottesdienst gefeiert und so nutzten viele Evangelische die Gelegenheit, dieses besondere katholische Fest mitzuerleben.